Vogerlsalat

| Gemüse

Vogerlsalat ist eine einjährige krautige Pflanze, die zwischen 5 und 15 Zentimeter groß wird. Sie ist frosthart und verträgt bis zu minus 15 Grad Celsius. Daher zählt Vogerlsalat zu einem der gesündesten und nährstoffreichsten Wintergemüse und ist vor allem in den Wintermonaten bis zirka Ende April auf dem Markt.

Vogerlsalat ©Gerald Lechner/LK Niederösterreich

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Charakteristisch für den Vogerlsalat sind seine lanzettenförmige Blätter, die zu einer Rosette zusammengewachsen sind. Die Rosette wird aus maximal 20 Blättern gebildet, wobei bei der Ernte die Rosettenform und der Wurzelansatz erhalten bleiben, indem die Pflanze dicht unter der Bodenoberfläche abgeschnitten wird. Die Ernte erfolgt meist schon nach wenigen Wochen, zum Teil maschinell, meist jedoch händisch mit dem Messer.

Je nach Sorte sind die Blätter breit oder schmal, rund oder spitz und kommen in verschiedenen Grünschattierungen vor. Die kleinblättrigen Sorten sind etwas aromatischer. Vogerlsalat zeichnet sich aufgrund des recht hohen Gehaltes an ätherischem Öl durch einen angenehmen, leicht nussigen Geschmack aus.

Vogerlsalat ist ein klassisches Wintergemüse und damit ab Oktober bis Ende April auf dem Markt. Der intensive Anbau und der hohe Ernteaufwand machen den Vogerlsalat zu einer der exklusivsten Salatsorten.

Für gute Qualität sprechen kleine kompakte Rosetten mit straffen, frischen, dunkelgrünen Blättern. Der Salat sollte möglichst rasch verbraucht werden, da er schnell welk wird. Mit etwas Wasser können leicht angewelkte Blätter jedoch wieder aufgefrischt werden.

Vogerlsalat lässt sich im Gemüsefach des Kühlschranks trocken, in einem aufgeblasenen und fest verschlossenen Plastikbeutel zirka eine Woche aufbewahren. Damit wird verhindert, dass Vogerlsalat austrocknet. Geputzt und gewaschen hält er sich abgepackt im Plastikbeutel nur ein paar Tagen im Gemüsefach des Kühlschranks.

Vogerlsalat wird vorwiegend roh als Salat verzehrt. Die Rosetten können auch im Ganzen belassen werden - eventuell vorhandene Wurzeln entfernen, kurz abspülen und marinieren. Zeigt der Vogerlsalat leicht angewelkte Blätter oder sollte er besonders frisch und knackig sein, so hilft ein kurzes Bad im Eiswasser vor dem Anrichten um ihn wieder aufzufrischen. Vogerlsalat ist relativ empfindlich und sollte möglichst rasch verzehrt werden. Sorgfältig unter fließendem Wasser abspülen und erst kurz vor dem Servieren marinieren. Damit wird verhindert, dass der Salat zusammenfällt und rasch an Volumen verliert.

Vogerlsalat schmeckt am besten mit einer Essig-Öl-Marinade, zubereitet aus kräftigen Essigsorten und einem Schuss Nussöl und gerösteten Nüssen, da dadurch der nussige Eigengeschmack besonders gut zur Geltung kommt. Er macht sich auch hervorragend in der Kombination mit anderen Blattsalatsorten oder als warmer Kartoffel-Vogerlsalat. Zum Würzen eignen sich vor allem Knoblauch, Schnittlauch, etwas Zucker oder Ahornsirup. Geschmacklich harmoniert Vogerlsalat auch besonders gut mit frischen Pilzen, Zwiebeln und warmem Schafskäse oder geröstetem Speck.

Beim Putzen der kleinblättrigen Sorte sollte die Rosette erhalten bleiben und nur welke Blätter entfernt werden. Bei der großblättrigen Sorte werden ausschließlich die Blätter verwendet.

Im Vergleich mit anderen Blattsalaten ist der Vogerlsalat um einiges reicher an Nährstoffen. Er liefert viel Eisen, enthält Folsäure aber vor allem Vitamin C und Provitamin A liegen in großer Menge vor. Kalium, Calcium und Phosphor, welche das Immunsystem stärken, sind außerdem wertvolle Nährstoffe des Vogerlsalates. Dennoch sollte bei der Ernährung darauf geachtet werden, ihn nicht allzu häufig am Speiseplan zu haben, da sein Nitratgehalt hoch ist.

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