Topinambur

| Gemüse

Topinambur ist eine knollenbildende Verwandte unserer Gartensonnenblume. Der Volksmund nennt sie auch Erd-Artischocke, Zuckerkartoffel oder Winterspargel.

Topinambur ©Gerald Lechner/LK Niederösterreich

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Ursprünglich waren die braunen Knollen ein Hauptnahrungsmittel der Indianer von Nordamerika. Seefahrer brachten sie nach Europa. Im Laufe des 18. Jahrhunderts wurden sie von den Erdäpfeln verdrängt.

Die unterirdischen Ausläufer der Staude, welche entweder länglich als auch rundlich sein können, die Größe von Erdäpfel haben und an Ingwer erinnern, sind die uns bekannten essbaren Topinambur-Knollen. Je nach Sorte variieren Form und Farbe. Jene der Schale reicht von beige bis braun bis hin zu violett, jene des Fruchtfleisches von weißlich-beige bis bräunlich. Form und Farbe der essbaren Knollen sind sortenabhängig und reichen von beige-braun bis violett-braun. Die Farbe des Fruchtfleisches kann weißlich-beige über gelb bis bräunlich sein.

Topinambur haben den Vorteil, dass sie frostfest sind, d.h. sie sind den ganzen Winter über in der Erde haltbar und werden immer frisch an frostfreien Tagen geerntet.

Aufgrund der dünnen Schale verlieren Topinamburknollen sehr leicht Wasser, was dazu führt, dass sie an Knackigkeit verlieren und die Schale runzelig wird. Darauf sollte beim Kauf geachtet werden. Die Knollen sind kühl und dunkel zu lagern und im Kühlschrank in ein feuchtes Tuch einzuschlagen, damit die Luftfeuchtigkeit erhöht und der Wasserverlust vermindert werden. Jedoch sind sie nach der Ernte nur ca. 14 Tage lagerfähig.

Topinambur schmeckt leicht nussartig und hat eine eigenartige Süße. Sie kann nicht nur roh, sondern auch mitsamt der Schale verzehrt werden. Diese kann aber bei empfindlichen Personen zu Verdauungsbeschwerden führen. Damit sich die rohe, geschälte Topinamburknolle nicht verfärbt, kann sie in Zitronenwasser gelegt werden. Um die Knolle besser schälen zu können, ist es ratsam, sie vorher zu blanchieren. Grundsätzlich ist Topinambur genau so vielseitig verwendbar wie Erdäpfel: im rohen Zustand macht sie sich gut in Salaten, verarbeitet in Suppen, Soßen, in diversen Gemüsegerichten, als Püree oder Beilage. Kombiniert mit Kräutern wie Petersilie, Majoran, Estragon oder Minze macht sie sich besonders gut.

Sehr wertvoll ist die Knolle aufgrund ihres hohen Vitamin- und Mineralstoffgehaltes (Kalium, Eisen, Vitamin C und B1). Zu beachten ist, dass Topinambur ein Kohlenhydrat namens Inulin enthält, wofür der menschliche Körper kein Enzym besitzt, es zu spalten. Dies ist der Grund, warum Topinambur in größeren Mengen verzehrt, zu Blähungen oder Durchfall führen kann. Der Körper gewöhnt sich aber nach öfterem Verzehr an das Inulin.

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