Radieschen

| Gemüse

Die Aussaat erfolgt im März und im November im geschützten Anbau. Ab April wird bereits im Freiland angesetzt.

Radieschen ©Gerald Lechner/LK Niederösterreich

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XXX Hochsaison in Österreich
XXX Lagerware in Österreich
XXX Keine heimische Ware erhältlich

Der Pflanzenabstand sollte rund 5-7 cm betragen, damit sich die Wurzeln gut entwickeln können. Die Keimzeit beträgt rund 1 Woche. Nach 4-6 Wochen kann geerntet werden. Wird zu spät geerntet, verholzt die Knolle und der Geschmack leidet. Trockenheit wirkt sich ebenfalls negativ auf den Geschmack und die Konsistenz aus. Der Geschmack der Radieschen ist nicht von der Farbe, sondern weitgehend vom Anbau abhängig. Radieschen aus dem Freiland sind meist kleiner und auch schärfer da sich durch das langsamere Wachstum mehr Senföle bilden können, die für den typischen, scharfen Geschmack verantwortlich sind.

Es gibt viele verschiedene Formen und Farben. Radieschen können rund, zylindrisch, rübenähnlich oder länglich geformt sein. Sie haben einen Durchmesser von rund 3 cm. Die Schale variiert von weiß über weißrot, gelb, rosa, violett und rot, das Fleisch hingegen ist meistens weiß bis schwach rosa. Im heimischen Handel sind vor allem die bekannten roten und runden Vertreter vertreten. Man unterscheidet grob zwischen klassischen frühen Sorten, die zur Frühjahrs- oder Herbstaussaat geeignet sind, und Sommerradieschen, die unter reichlich Sonneneinfluss Knollen bilden. Ein weißer Vertreter der Radieschen ist der 'Eiszapfen', der optisch an einen kleinen Bierrettich erinnert und vorwiegend gekocht gegessen wird. Das Wiener Radieschen wiederum ist eine spezielle Sorte mit einer über 100jährigen Tradition. Es zeichnet sich durch seine leuchtend rote Knolle und den dezent scharfen Geschmack aus. Es ist etwas größer als seine Artgenossen, daher nicht immer regelmäßig in der Form. Dafür besticht es mit einem garantiert knackigen, weißen Innenleben und einem besonders guten Geschmack.

Sie sind aus heimischen Anbau bis auf den Jahresbeginn fast ganzjährig am Markt. Parallel dazu ist das Wiener Radieschen üblicherweise im April frisch in den Läden zu finden.

Radieschen werden bundweise mit dem Grün verkauft. Gute Qualität erkennt man an frischen grünen Blättern, einer glatten, straffen Haut und einem saftigen, glänzenden Innenleben. Durch Drücken auf die Knolle kann die Frische getestet werden. Je länger sie gelagert werden, umso mehr leidet der Geschmack und der Vitalstoffgehalt. Sind die Radieschen holzig, so wurden sie zu spät geerntet. Welke gelbe Blätter zeigen ebenfalls eine nachlassende Frische an.

Radieschen sollten möglichst frisch gegessen werden. Für die optimale Lagerung werden die Blätter bis auf einen Zentimeter entfernt und die Radieschen in ganz wenig Wasser gelegt beziehungsweise in ein feuchtes Tuch eingeschlagen. So können sie im Kühlschrank einige Tage frisch gehalten werden. Radieschen, die etwas weich und trocken geworden sind, werden durch kurzes Wässern wieder schön knackig.

Radieschen werden fast ausschließlich roh verzehrt, in Scheiben geschnitten oder geraspelt und gesalzen aufs Butterbrot, als Salat angerichtet oder auf Rohkostplatten serviert. Die frischen Blätter der Radieschen können wie Kräuter im Salat oder in anderen Gerichten verwendet werden. Besonders lecker schmecken sie, wenn sie wie Spinat zubereitet werden oder klein geschnitten in Suppen gegeben werden. In Asien werden Radieschen häufig in Wok-Gerichten verwendet, sogar süßsauer eingelegt, jedoch verlieren sie in gedünsteter Form sowohl die Farbe als auch das scharfe, typische Aroma. Radieschen sollten außerdem am besten roh genossen werden, da man nur so in den in den Genuss des wertvollen Vitamin C Gehaltes kommt.
Sollte das Radieschen zu scharf sein, so hilft salzen. Leider schwemmt zu viel Salz das enthaltene Kalium aus und die wertvollen Senföle können zerstört werden. Das heißt scharfe Radieschen besser als Salat oder gedünstet mit anderen Gemüsesorten genießen.
Welke Radieschen vor dem Verarbeiten zirka 30 min. ins kalte Wasser legen – dadurch werden sie wieder frisch und knackig. Leider geht gleichzeitig ein kleiner Anteil an wasserlöslichen Vitaminen verloren, doch lässt sich das mit reichlich Sprossen auf dem Salat wieder wettmachen.

Radieschen enthalten neben reichlich Vitamin C und Kalium auch schwefelhaltige Senföle, die einerseits für den Geruch und den scharfen Geschmack verantwortlich sind und andererseits mit Vitamin C als Antioxidantien gegen freie Radikale wirken und Krebserkrankungen vorbeugen. Dies bewirkt ebenso der Inhaltsstoff Selen. Folsäure und Eisen regulieren die Blutbildung und Zellversorgung.

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