Rettich

| Gemüse

Rettich oder „Radi“ ist eine Wurzel, welche nicht nur am Oktoberfest, sondern auch unter Feinschmeckern beliebt ist.

Rettich ©Gerald Lechner/LK Niederösterreich

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XXX Hochsaison in Österreich
XXX Nebensaison in Österreich und Lagerware
XXX Keine heimische Ware erhältlich

Ursprünglich kommt die Pflanze nicht aus Europa, sondern wurde bereits in Ägypten zu Zeiten der Pharaonen in Gerichten und als Medizin verwendet. Von dort hat sich das Gemüse bis nach China und dank der Römer über die Alpen hinaus verbreitete.

Das, was als Rettich gegessen wird, ist die Wurzel, welche unterirdisch wächst und eine Länge von zehn bis hundert Zentimeter erreichen kann. Je nach Sorte gibt es weiße, rote, rosa, braune, violette, blaue oder schwarze Rettiche, welche aber im Inneren stets weiß sind. Aber nicht nur die Farbe variiert, sondern auch die Wurzelform, welche von kugelförmig bis zylindrisch reicht.

  • Weißer Rettich: ausgeprägter aromatischer Geschmack
  • Roter Rettich: rote Schale mit weißem Fruchtfleisch
  • Schwarzer Rettich: Winterrettich mit festem Fruchtfleisch; Schale muss vor dem Verzehr entfernt werden
  • Asiatischer Rettich: z.B. Daikon-Rettich, wichtigste Gemüsesorte Ostasiens

Aus heimischer Produktion ist Rettich rund ums Jahr erhältlich, da die Erntezeitpunkte der unterschiedlichen Sorten sich gut ergänzen. Weißen und rosafarbenen Rettich gibt es von Mai bis Juli, anschließend erfolgt die Ernte der Sommer- und Herbstrettiche bis in den September hinein. Ab Oktober haben dann bis März die braunen, violetten und schwarzen Rettichsorten Saison.

Beim Einkauf ist es wichtig, auf eine feste Rettichwurzel zu achten, deren Blätter ebenso frisch sind. Da die Färbung sortentypisch ist, kann von ihr nicht auf die Frische geschlossen werden.

Während Sommerrettich im Kühlschrank aufbewahrt eine Haltbarkeit von einigen Tagen hat, können Herbst- und Winterrettich im Keller mehrere Monate überdauern. Bei der Lagerung im Gemüsefach des Kühlschranks sollte das Laub entfernt und der Rettich in ein feuchtes Tuch gewickelt werden um die Frische zu bewahren. Zum Einfrieren ist er zwar schon geeignet, davor sollte er aber gegart werden.

Vor allem als rohe Speise, meist spiralig aufgeschnitten, wird er gerne angerichtet, da er bei Hitzeeinwirkung an Schärfe einbüßt. Junge Wurzeln sind aber grundsätzlich milder. In gedünsteter Form macht er sich gut zu Fleischspeisen. Aus den jungen Blättern des Rettichs können Salate zubereitet werden. Da es sich beim Rettich um eine Wurzel handelt, sollte er vor der Verarbeitung gründlich gewaschen und eventuell auch geschält werden.

Soll die Schärfe des Rettichs gemildert werden, kann er mit Salz bestreut werden, wodurch die Senföle zusammen mit Flüssigkeit abgegeben werden. Dies bewirkt außerdem, dass der Rettich bekömmlicher wird.

Während Rettich arm an Kalorien ist, ist er reich an Vitamin C, denn schon eine einzige Rettichwurzel deckt den Tagesbedarf davon. Daneben enthält die Wurzel eine große Menge an Kalium, Calcium und Senföle. Letztere sind für das typische Aroma und die leichte Schärfe verantwortlich. Sie zählen außerdem zu den sekundären Pflanzenstoffen, welche das Immunsystem stärken.

Obwohl Rettich gesund ist, sollte man nicht allzu viel von ihm im rohen Zustand essen, da er Blähungen, Durchfall und Sodbrennen verursachen kann.

Tipp: Rettich wird im Gemüsefach des Kühlschranks gelagert, durch das Entfernen des Grüns kann er bis zu 10 Tage lang haltbar sein.

Du willst noch mehr über den Rettich erfahren?

Dann schau doch rein beim Weg der Lebensmittel und tauche ein in die Welt von Wurzel- und Knollengemüse! Oder lies dir doch den Steckbrief vom Radieschen im Saisonkalender durch.

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