Zwetschke

| Obst

Was genau die Zwetschke von der Pflaume unterscheidet sorgt oftmals für Verwirrung. Grundsätzlich gehört die Zwetschke nämlich zur Gattung der Pflaumen. Die Zwetschke soll als Kreuzung aus Schlehe und Kirschpflaume entstanden sein und so ihren Siegeszug angetreten haben. Bis heute zählt sie zu den absoluten Favoriten dieser Gattung.

Zwetschke ©Gerald Lechner/LK Niederösterreich

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Während sie wild überwiegend in Strauchform wachsen, sind sie kultiviert auf Bäumen zu finden. Der ausgewachsene Baum wird dabei selten höher als vier bis fünf Meter. Zwetschken stellen im Vergleich zu Pflaumen, Ringlotten und Mirabellen – die alle zur Familie der Rosengewächse zählen – geringere Ansprüche an Klima und Boden. Sogar in kühlen Lagen gedeiht sie ohne Probleme.

Gemeinsam mit den Mirabellen und den Ringlotten gehört die gute alte Hauszwetschke zur Unterart der Pflaumen.
Die Farbe der Fruchtschale ist blau bis schwarz-violett, das Fruchtfleisch der Zwetschken weiß bis grün-gelb. Die weiße wachsähnliche Schicht auf der Schale schützt die Früchte vor dem Austrocknen.

Im Gegensatz zu Pflaumen sind Zwetschken etwas kleiner, länglich bis oval und haben spitze Enden. Pflaumen hingegen sind etwas rundlicher und ihr Stein lässt sich schwerer vom Fruchtfleisch lösen als bei den Zwetschken. Außerdem weißen Zwetschken keine Fruchtnaht - das ist eine kleine seitliche Furche - auf.

In einem kräftigen blau leuchten uns die Zwetschken von Mitte Juli bis Ende September entgegen. In dieser Zeit haben die süßen Früchtchen Saison.

Ein Erkennungsmerkmal frischer Zwetschken ist der weiße Film auf der Außenhaut. Den Reifezustand der Früchte erkennt man am besten an der Festigkeit des Fruchtfleisches. Bei vollreifen und damit sehr aromatischen Früchten beginnt das Fruchtfleisch weich zu werden. Zu diesem Zeitpunkt sollten die Früchte konsumiert oder verarbeitet werden, da die Früchte dann rasch verderben.
Im Kühlschrank halten die Zwetschken etwa eine Woche. Dabei sollten die Temperaturen zwischen 1° und 5° C betragen. Teilt man die Früchte und entfernt den Kern, lassen sie sich auch gut einfrieren.

Egal ob roh, im Fruchtsalat, als Marmelade, Kompott oder Mus, Zwetschken bringen Süße ins Leben. Da das Fruchtfleisch auch beim Backen seine Form behält ist die Zwetschke sehr beliebt als Belag für Kuchen und Co. Neben dem allseits bekannten Zwetschkenröster bringt auch der so genannte Powidl regionales Flair in die heimischen Küchen. Als marmeladenartige Füllung verleiht er Germknödeln und Buchteln das gewisse Etwas. Doch auch die Zwetschkenknödel sind als klassische österreichische Süßspeise bereits über die Landesgrenzen hinweg bekannt. Als Dörrzwetschken passen sie aber auch gut zu pikanten Speisen. Vor allem Käseplatten und Wildgerichte erhalten durch die fruchtige Zwetschkennote ein ganz besonderes Aroma.

  • Zwetschken wirken durch die in ihnen enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe verdauungsfördernd.
  • Die sekundären Pflanzenstoffe lassen die Zwetschken nicht nur blauviolett von den Bäumen leuchten. Der Farbstoff beeinflusst auch unser Immunsystem positiv und stärkt die Abwehrkräfte. Sogar eine vorbeugende Wirkung gegen Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen wird den sekundären Pflanzenstoffen nachgesagt.
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