Ribisel

| Obst

Erst leicht säuerlich, dann fruchtig aromatisch, und auf jeden Fall unglaublich erfrischend: So lieben wir die Johannisbeeren, hierzulande auch Ribiseln genannt.

Johannisbeere ©Gerald Lechner/LK Niederösterreich

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So gesund die kleinen schwarzen und roten Beeren sind, so köstlich schmecken sie auch. Fruchtig aromatische Noten bis hin ins Säuerliche sorgen für ein erfrischendes Geschmackserlebnis. Der bis zu zwei Meter hohe Strauch ist in Europa und Asien beheimatet. Die Vitamin-C-haltigen Früchte sind nicht nur in der Küche gern gesehener Gast, auch in der Kosmetik und der Pharmazie haben Ribisel einen fixen Platz.

Die Rote Ribisel - auch unter dem Namen Johannisbeere bekannt - wächst auf stachellosen Sträuchern heran. Die Beeren hängen an kurzen Stielen und mehrere Früchte bilden eine Traube. Alles in allem sind heute rund 50 unterschiedliche Ribisel-Sorten bekannt, die sich einerseits im Aussehen, andererseits im Geschmack unterscheiden. Die Farbe der Beeren ist bei den Roten Ribiseln hell- bis dunkelrot und bei den Weißen Ribiseln weiß bis gelblich. Die Beeren der Schwarzen Ribisel sind hingegen schwarz-violett gefärbt.

Von Mitte Juni bis Mitte August können die kleinen Beeren geerntet werden.

Reife Ribiseln erkennt man an ihrer satten Farbe und an der vollständigen Färbung jeder Rispe. Schon bei leichter Berührung sollten sich die prall gefüllten Beeren vom Stiel lösen.
Verbleiben reife Ribiseln zu lange am Strauch, führt dies zu Geschmackseinbußen.

Beim Kauf und später beim Waschen sollte man die Stiele, auf denen die kleinen Beeren sitzen, noch nicht entfernen. So bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe geschützt. Erst kurz vor dem Verzehr oder der weiteren Verarbeitung können die Früchte vorsichtig von den Stielen gelöst werden. Da Ribisel nur zwei oder vielleicht drei Tage haltbar sind, sollte man sie so frisch wie möglich verarbeiten.
Kühl, nebeneinander geschlichtet, ungewaschen, mit Frischhaltefolie bedeckt und am Stiel, lassen sich Ribiseln kurz lagern. Sollten sie unbestielt sein, dann müssen sie zuvor gezuckert werden. Grundsätzlich sollten die Beeren so lange wie möglich an den grünen Stielen verbleiben. Zum Einfrieren eigenen sich die entstielten Beeren auch sehr gut, dafür ist es ratsam, sie auf einem Tablett vorzufrieren.

Tipp: Nach vier Jahren lässt der Ertrag spürbar nach. Deshalb ist es ratsam, die drei ältesten Haupttriebe in Bodennähe zu entfernen. So wird Platz für neue Triebe geschaffen, die eine erfolgreiche Ribiselernte sichern. Die Sträucher dann bringen die meisten Erträge, wenn sie gleich nach der Ernte im Sommer geschnitten werden. Wichtig ist, dass die Triebe vollständig entfernt werden und kein Stummel stehen bleibt.

Ribiseln eignen sich zum Rohverzehr und sorgen in Desserts wie zum Beispiel Joghurt- oder Topfencreme für den richtigen Pepp. Gerne werden sie zu Marmelade und Chutney verarbeitet. Durch ihr dekoratives Aussehen sind sie als Kuchen- oder Tortenbelag bestens geeignet. Ihr süß-säuerlicher Geschmack harmoniert aber auch ausgezeichnet mit Pikantem wie Käse oder Wild. Ribiseln lassen sich gut zu Säften und anderen Getränken verarbeiten.

Egal ob rot oder schwarz – Johannisbeeren sind vitaminreich, appetitanregend und liefern zudem wertvolles Eisen, Kalium und Vitamin C. Die schwarze Ribisel hat einen besonders hohen Vitamin-C-Gehalt, der rund viermal so hoch ist wie in Zitrusfrüchten. Damit gehören die kleinen Früchte beinahe in jede Hausapotheke. Schon Hildegard von Bingen wusste im Mittelalter über die besondere Wirkung der Johannisbeere zu berichten. Sie verstärkt die Wirkung anderer Heilpflanzen und wird auch im Kosmetikbereich eingesetzt.

  • Die Johannisbeere wirkt als Natur-Cortison, aktiviert die Zellreinigung und fördert die Zellatmung. Sie wirkt entzündungshemmend und reguliert den Organismus. Damit unterstützt sie das Immunsystem in seiner Funktion. Die Johannisbeere hilft bei Allergien, Heuschnupfen, Asthma, Bronchitis und chronischen Entzündungen.
  • Sie aktiviert den Stoffwechsel und hilft Schadstoffe im Körper abzubauen.
  • Die Johannisbeere verjüngt die Blutgefäße.

Finn empfiehlt:

Senf, Minze, Pfeffer und Koriander harmonieren besonders gut mit schwarzen Ribiseln, während schwarzer Pfeffer perfekt zu den roten passt.

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