Birne

| Obst

Die Birnen (Pyrus) sind ein Kernobstgewächs und zählen zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae).

Birne ©Gerald Lechner/LK Niederösterreich

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Birnen sind eine sehr alte Obstart und kamen als Kulturform vor ca. 4.000 Jahren aus Persien nach Europa. Die Römer verbreiteten die Frucht weiter bis nach Mittel- und Westeuropa.

Die Bäume benötigen gemäßigtes, eher warmes Klima mit humusreichem Boden und guter Nährstoffversorgung. Die weiße Blüte treibt noch vor dem Apfel aus, das bedeutet je nach Klima und Lage ab Ende März bis Ende April, wodurch sie frostgefährdet ist.
Wie der Name schon sagt, können Tafel-, Koch- und Mostbirnen für ihre jeweilige Verwendung unterschieden werden. Außerdem kann die Frucht in Sommer-, Herbst- und Winterbirne eingeteilt werden.
Die Birne weist ein festes bis weiches Fruchtfleisch auf, welches zumeist weißlich gefärbt und saftig ist. Je nach Sorte ist die Fruchtschale grün, gelb, braun oder rot. Der Geschmack variiert ebenso nach Sorte von süßlich bis leicht säuerlich.

Die Pflückreife bei den frühen Sorten (Clapps, Williams, Gute Luise) beginnt Anfang August und endet mit den späten Sorten Mitte Oktober.

Bei Birnen ist ein optimaler Reifezustand für den Genuss der frischen Frucht sehr wichtig. Unreife Birnen sind steinig, hart und haben grasigen Geschmack, während reife Birnen zart schmelzend, saftig und mit vollem Aroma ausgestattet sind. Aber auch bei reifen Birnen ist Vorsicht geboten: Die optimale Genussreife ist nur wenige Tage erhalten, danach werden Birnen sehr rasch überreif, braun, mehlig und oxidiert. Aufgrund ihrer hohen Druckempfindlichkeit, werden Birnen meist markt- aber nicht genussreif angeboten und brauchen noch etwas Zeit zum Nachreifen. Den optimalen Reifezustand erkennt man vor allem an der Festigkeit des Fruchtfleisches, dieses sollte nicht zu hart, aber auch noch nicht extrem weich ausgeprägt sein.

Im Kellerlager oder in einem Kühlschrank sollten die Früchte nicht länger als einige Wochen gelagert werden. Länger halten sie sich, wenn die Umgebung eine hohe Luftfeuchtigkeit aufweist. Sind die Birnen noch unreif, können sie zusammen mit Äpfeln gelagert werden um deren verströmendes Reifungsgas auszunutzen und schneller nachzureifen. Manche Wintersorten werden sogar erst durch Lagerung genießbar. Im Kühllager ist eine Lagerung bis Jahresende, unter kontrollierter Atmosphäre auch darüber hinaus bis ins Frühjahr möglich.
Als Kletzen sind Birnen lange haltbar, sofern sie trocken gelagert werden.

Die Birne ist eine der beliebtesten Obstsorten und wenn sie nicht zwischendurch als Snack gegen den kleinen Hunger verzehrt wird, bietet sie zahlreiche unterschiedliche Anwendungsmöglichkeiten: Sie macht sich vor allem im Süßspeisenbereich gut: In Kuchen und Torten als Belag oder Zutat, oder als Hauptdarsteller in gedünsteter Form kombiniert mit Eis als "Birne Helene". Birnen harmonieren ebenso sehr gut mit pikanten Speisen wie Salat, Käse, Speck und Wild- oder Geflügelfleisch. Als Kletzen getrocknet sind sie lange haltbar und erfreuen das ganze Jahr. Dies gilt außerdem für Gelees, Marmeladen oder natürlich für die beliebten sortenreinen Destillate.
Eine Sonderstellung nimmt die Sorte Williams Christ ein, die aufgrund ihrer geschmacklichen Einzigartigkeit nicht nur als Tafelobst gegessen, sondern vor allem zu Birnennektar und Williams Birnenbrand veredelt wird.

Birnen haben meistens bedeutend weniger Säure als Äpfel, gleichzeitig aber einen ähnlich hohen Zuckergehalt, was sie besonders süß schmecken lässt. Deshalb ist die Birne besonders bei säureempfindlichen Menschen sehr beliebt, enthalten im Gegensatz zu den Äpfeln aber weniger Vitamin C. Durch den hohen Eisengehalt helfen Birnen gegen Blutarmut. Außerdem enthalten sie relativ viel Kalium, welches eine entwässernde Wirkung hat, sowie Phosphor, der das Nervensystem stärkt.

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Dann schau doch rein beim Weg der Lebensmittel und entdecke den Weg vom Birnenkern zum Birnenkuchen.

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