Kirsche

| Obst

Egal ob frisch vom Baum, als Kompott, in Mehlspeisen oder in flüssiger Form als Saft und auch Likör: Die kleinen roten Früchte sorgen in jeder Form für so manches kulinarische Highlight. Man unterscheidet zwischen den besonders in Österreich beliebten Kirschen und den Weichseln, auch Sauerkirschen genannt. Während die Weichsel wegen ihrem höheren Säuregehalt eher zur Verarbeitung genutzt wird, sind Kirschen als Obstsnack zwischendurch ein Hit bei Jung und Alt.

Kirsche ©Gerald Lechner/LK Niederösterreich

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Das Ursprungsland der Kirsche ist Kleinasien und von der Hafenstadt Kerasos (heutiges Giresun in der Türkei) wurden sie nach Italien transportiert und von dort aus verbreitet. Die Bezeichnung "Kirsche" ist auf die Hafenstadt Kerasos zurückzuführen.

Es lassen sich im Grund drei Arten der Süßkirsche unterscheiden:

  • Die Früchte der Wilden Vogelkirsche sind schwarz, kleiner als 1cm und schmecken bittersüß. Von dieser Wildform leiten sich die zwei folgenden genannten Zuchtformen ab.
  • Die Knorpelkirsche bringt größere Früchte hervor, welche schwarzrot oder manchmal auch weiß sind und deren Fruchtfleisch gelblich bis rötlich gefärbt und fest ist.
  • Hingegen die Früchte der Herzkirsche ein weiches und saftiges Fruchtfleisch besitzen, welches rot oder schwarzrot ist. Parallelen gibt es in der Färbung und Größe: Sie sind ebenso schwarzrot, gelb oder weiß gefärbt und sind größer als 1cm.

Anders als die Weichsel beginnen frühe Kirschsorten bereits im Juni zu reifen. Bis Ende Juli leuchten einem die roten Köstlichkeiten von den Bäumen entgegen. Rund 8.000 Tonnen Kirschen pflückte man im Jahr 2013 von den Bäumen. Die Ansprüche der Kirsche an Boden und Klima sind nicht allzu hoch. Allerdings sind ihre Blüten sehr empfindlich bei Spätfrost. Sind die Früchte einmal reif, können längere Regenperioden zum Platzen der Früchte führen. Auch ständig feuchtes Klima hat sich als ungünstig erwiesen, da dann die Fäulnisgefahr steigt. Kirschen sind mittelstark bis stark wachsend und erste Erträge sind bereits ab dem dritten Standjahr möglich.

Der optimale Reifezeitpunkt ist an der Farbausprägung und der Festigkeit des Fruchtfleisches erkennbar. Überreife Früchte beginnen rasch zu faulen und sind dann weder für den Frischkonsum noch für die Verarbeitung geeignet. Beim Einkauf ist darauf zu achten, dass die Fruchthaut fest und glänzend, und der Stiel grün und glatt ist.
Nur wenige Tage lassen sich die roten Alleskönner lagern. Selbst im Kühllager haben die Kirschen keine Chance und verlieren schnell ihr besonderes Aroma. Kirschen sollten außerdem nur reif geerntet werden, da sie nicht nachreifen.

Die Kirsche wird meist ganz frisch konsumiert. Anders als ihre Verwandte, die Weichsel. Diese wird aufgrund ihres säuerlicheren Geschmacks eher zur Verarbeitung herangezogen. Doch auch mit Kirschen lässt sich in der Küche so einiges zaubern. Vom leckeren Kirschsüppchen bis hin zum altbekannten „Spuck-Kuchen“ ist alles möglich.
Kirschen sollten erst kurz vor ihrer Zubereitung im Wasserbad gewaschen werden, da sonst unter dem Wasserstrahl ihre Haut aufplatzen könnte und sie schneller verderben.

  • Kirschen enthalten viel Eisen und Kalium und weißen einen hohen Vitamin- und Mineralstoffgehalt auf.
  • Sie sind gute Lieferanten sekundärer Pflanzenstoffe. Mit den roten Früchten unterstützt man also nicht nur sein Immunsystem, sondern schützt sich auch vor Krebs-, Herz- und Kreislauferkrankungen.
  • Es ist ein Mythos, dass Kirschen nicht zusammen mit Wasser konsumiert werden dürfen. Dies geht wahrscheinlich auf jene Zeit zurück, als die Trinkwasserqualität noch nicht dem heutigen Standard entsprach und eine gemeinsame Konsumation zu Bauchschmerzen führte.

Finn empfiehlt:

Wählen Sie für den Standort ihres neuen Kirschenbaumes eine offene Lage, die leicht zugig ist. Damit ist sichergestellt, dass regennasse Früchte und Blätter gut trocknen. Das hilft gegen das Aufplatzen der Früchte und gegen Pilzkrankheiten.

Willst du noch mehr über die Kirsche erfahren, dann schau doch rein beim Weg der Lebensmittel.

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