Vogelbeere

| Obst

Viele Menschen glauben, dass die Früchte der Eberesche giftig sind. Mit diesem Gerücht wird der Pflanze allerdings Unrecht getan. Denn die Beeren, auch Vogelbeeren genannt, bringen einen exotischen Touch in die heimische Küche.

Vogelbeere ©Gerald Lechner/LK Niederösterreich

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Besonders bei Vögeln ist die Eberesche sehr beliebt, weswegen die Frucht im Volksmund gerne auch Vogelbeere genannt wird. Die Eberesche hat ihren Ursprung in Europa, Westsibirien und Asien. Sie wächst in lichten Wäldern oder an Waldrändern. Die Germanen verehrten die Eberesche als heiligen Baum und auch bei uns sagte man ihr eine magische Wirkung nach. So hängte man früher Ebereschenzweige zum Schutz vor Blitzschlag vor die Fenster oder brachte sie an Dachbalken an. Heutzutage wird sie gerne als Stadtbaum gepflanzt: zum einen wegen ihrer schönen Früchte, zum anderen, da sie Autoabgase gut verträgt.

Die Vogelbeere gehört wie z.B. der Apfel zum Kernobst, obwohl sie nur erbsengroß ist. Die reifen Früchte strahlen im leuchtenden Rot und haben eine runde Form. Die Beeren haben im rohen Zustand aufgrund des hohen Gehalts an Apfelsäure und Gerbstoffen einen bitteren Geschmack. Nach den ersten Frösten wandelt sich dieser in ein leicht süßlich-herbes Aroma um, wie dies auch durch Erhitzen geschieht. Das Gerücht, dass die Vogelbeere giftig ist, entstand wahrscheinlich aufgrund ihrer Ungenießbarkeit im rohen Zustand.

Die Früchte des zierlichen Baumes oder Strauches reifen im Frühherbst.

Die reifen Früchte erkennt man an ihrer strahlenden roten Farbe.

Nach den ersten Frösten verlieren die Früchte ihren durch die Parasorbinsäure hervorgerufenen bitteren Geschmack und werden leicht süßlich. Möchte man nicht bis zum ersten Frost mit dem Sammeln der Beeren warten, kann man sie auch schon ab September pflücken und einfrieren oder sie in Essigwasser einlegen. Damit wird der Vogelbeere ein Großteil ihrer Bitterstoffe entzogen.

Die Früchte der Eberesche lassen sich hervorragend einfrieren.

Egal ob als Saft, Marmelade oder Tee, die Eberesche sorgt auf viele unterschiedliche Arten für einen Vitaminschub. Auch als Schnaps hat die Vogelbeere in vielen Regionen Tradition. Aufgrund der aufwändigen Gewinnung und Verarbeitung der Beeren ist der fertige Edelbrand jedoch teuer. Die aus den Vogelbeeren gewonnene Marmelade, wird häufig wie Preiselbeermarmelade, zu Wildgerichten gereicht.

  • Durch ihre Bitter- und Gerbstoffe ist die Eberesche wirksam gegen Verdauungsprobleme und reguliert die Gallenfunktion.
  • Die Beeren kommen bei Bronchitis und Lungenleiden zum Einsatz. Am besten hilft der frisch gepresste Saft mit etwas Honig.
  • Roh sollte die Frucht der Eberesche nur in kleinen Dosierungen verwendet werden. Gekochte Beeren können daher auch in größeren Mengen gegessen werden.
  • In der Naturheilkunde schreibt man den Blättern und Blüten der Eberesche eine besondere Wirkung zu. Getrocknet findet man sie in Tees gegen Husten, Bronchitis oder Magenverstimmung.

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