Holunder

| Obst

Unzählige Mythen und Legenden ranken sich um den Holunderstrauch.

Holunder ©Gerald Lechner/LK Niederösterreich

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XXX Lagerware in Österreich
XXX Keine heimische Ware erhältlich

Schon bei den Germanen wurde er als ganz besondere Pflanze verehrt. Denn der Sage nach hat die germanische Mutter- und Baumgöttin Holda, diesen Strauch zu ihrem Lieblingsbaum erkoren. Holda herrschte über das Wetter und entschied somit über den Erfolg der Ernte. Doch auch in anderen Kulturen nahm der Holunder seit jeher eine wichtige Rolle ein. Die beschützende Rolle, die dem Strauch dabei zugeschrieben wird, ist ebenso weit verbreitet wie er selbst. So glaubten auch unsere Vorfahren daran, dass der Strauch Haus und Hof vor allem Unheil bewahrt. Schutz vor Blitzschlag bis hin zu bösen Geistern wurde ihm nachgesagt.

Der Strauch kann eine Höhe von bis zu acht Metern erreichen und stellt nur geringe Anforderungen an Klima sowie Boden. Selbst in kalten Frostlöchern oder auf Müllhalden findet man den Holunderstrauch. Die Blütenfarbe ist weiß-gelblich, welche einen süßen Duft verströmen. Die Holunderbeeren haben die Größe eines Kirschkerns, sind violett-schwarz gefärbt und wachsen nach unten. Unreife Beeren und grüne Pflanzenteile, wie etwa Blätter und Stiele, sind giftig und nicht für den Verzehr geeignet!

Von Mitte Mai bis Juli erfreut die Blütenpracht des Holunders Auge, Nase und den Gaumen. Die Holunderbeeren haben von August bis Oktober Saison.

Die Früchte des Holunderstrauches zählen nicht zum Obstsortiment der Einkaufsketten. Vielmehr gilt es die leckeren Beeren selbst zu sammeln, was aufgrund der großen Verbreitung der Pflanze nicht allzu schwierig ist. Beim Sammeln ist allerdings Vorsicht geboten, es besteht Verwechslungsgefahr mit dem Zwergholunder, welcher giftig ist!

Da Holunderbeeren rasch verderben, sollten sie unmittelbar nach der Ernte verarbeitet und nicht gelagert werden.
Die Blüten können zu Beginn der Blütezeit geerntet und anschließend an einem schattigen Ort getrocknet, gut gelagert werden.

Nicht nur die Beeren sorgen für kulinarische Gustostückerl in den heimischen Küchen. Auch die Blüten lassen sich bestens zu Sirup und vielem mehr verarbeiten.

Holunderbeeren werden zu Saft, Suppe, Mus, Marmelade, Kompott, Schnaps oder Likör verarbeitet. Doch auch die Blüten versüßen uns die Wartezeit auf die Früchte des Strauchs. Denn die Blüten lassen sich nicht nur zu einem Sirup oder Tee verarbeiten, auch gebacken mit einem Palatschinkenteig ummantelt, schmecken die Blüten ausgezeichnet. Die Holunderbeeren müssen unbedingt vor dem Verzehr erhitzt werden, da sie roh giftig sind. Nach dem Waschen lassen sich die Früchte mit einer Gabel von den Fruchtständen lösen. Holunder kann sehr gut mit Brombeeren, Zwetschken, Äpfeln und Birnen kombiniert werden. Als Gewürze eignen sich Zimt, Nelken und Zitronenschale. Tipp: Da die Beeren beim Erhitzen stark schäumen, sollte ein hoher Kochtopf verwendet werden.

Da die Früchte nicht zur selben Zeit reifen, findet man auf den Dolden auch unreife Beeren. Diese müssen dann per Hand von den reifen getrennt werden. Dabei verfärben sich die Finger, da der in den Beeren enthaltene Farbstoff sehr kräftig ist und als Färbemittel eingesetzt wird. Man sollte also bei der Arbeit auf seine Kleidung achten.

  • Die Inhaltsstoffe des Holunders wirken fiebersenkend, krampflösend und reinigen das Blut.
  • Ein Tee aus den Holunderblüten wirkt bei Erkältungskrankheiten und Fieber nahezu Wunder. Äußerlich ist Holunderblütentee auch für die Hautpflege geeignet. Leichte Verbrennungen und Hautentzündungen können damit gelindert werden.
  • Die Beeren sind bekannt für ihren hohen Vitamin C-Gehalt. Holundersaft stärkt das Immunsystem für die kalte Jahreszeit und gibt Erkältungskrankheiten keine Chance.

Finn empfiehlt:

Die Verfärbungen an den Fingern und an der Kleidung durch das Ernten des Holunders lassen sich mit Zitronensaft entfernen.

Wenn du noch mehr über den Holler erfahren willst, dann schau doch rein beim Weg der Lebensmittel.

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