Maroni

| Obst

Winterzeit ist Maronizeit: Kaum beginnen sich die Temperaturen dem Nullpunkt zu nähern, liegt auch schon der Duft heißer, gerösteter Maroni in der Luft.

Maroni ©Gerald Lechner/LK Niederösterreich

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XXX Lagerware in Österreich
XXX Keine heimische Ware erhältlich

Sind Maroni heutzutage als spezielle Leckerei für kalte Tage bekannt, so war das nicht immer so. Früher nutzten vor allem arme Leute die energiereichen Früchte des Kastanienbaumes. Als Kartoffel für Arme dienten sie als Getreideersatz. Unter anderem wurden damals die Früchte zu Mehl verarbeitet und dann zum so genannten Baumbrot verarbeitet. Ihren Siegeszug traten die kleinen braunen Schalenfrüchte vom Schwarzen Meer aus an. Dort wurden die Esskastanien schon im 7. Jahrhundert kultiviert.

Als Edel- oder Esskastanien werden Maroni über die Grenzen Österreichs hinaus bezeichnet. Die Früchte reifen in einem bis zu 10cm großen und stacheligem Fruchtbecher heran, der etwa 1-3 Stück Maroni fasst und diese bei Vollreife freigibt. Die Früchte selbst haben eine glänzende braune Schale. Die bekannte Rosskastanie ist nicht mit der Kastanie verwandt, sie trägt den Namen nur aufgrund des ähnlichen Erscheinungsbildes.

Esskastanien haben ab Ende September Saison. Dabei ist zwischen der Edelkastanie und den Maroni zu unterscheiden. Die Edelkastanie ist größer und runder als die Maroni und sie schmeckt nicht so intensiv. Während die Esskastanien bis Mitte November geerntet werden, sind Dauermaronen erst Mitte November reif und sorgen somit länger für Abwechslung in den heimischen Küchen.

Beim Kauf der leckeren Früchte ist es wichtig auf eine glatte, glänzende Schale zu achten. Die Kastanien sollten sich schwer anfühlen und keine Wurmlöcher aufweisen. Tipp: Ob eine Esskastanie gut ist oder nicht, lässt sich durch einen Wassertest schnell feststellen. Dafür die Maroni in eine Schüssel mit Wasser geben. Gehen sie unter können sie verarbeitet werden. Die schwimmenden Früchte wandern in den Müll.

Esskastanien sollten nach dem Kauf möglichst rasch verarbeitet werden, denn durch ihren hohen Zucker- und Wassergehalt sind die Früchte leicht verderblich. Außerdem ist so sichergestellt, dass der Geschmack nicht verloren geht. Die Haltbarkeit von Esskastanien bei Raumtemperatur beträgt maximal eine Woche. In einem durchlöcherten Plastikbeutel können sie im Kühlschrank bis zu einem Monat gelagert werden. Gekocht und eingefroren halten sie mindestens sechs Monate.

Mit ihrem süßlichen-nussartigen Aroma gelten Maroni schon längst als wahre Delikatesse. Selbst in Gourmet-Küchen dürfen die Esskastanien heutzutage nicht mehr fehlen. Sie schmecken frisch geröstet, als Füllung für Geflügel oder als Beilage zu Wildgerichten. Als süße Alternative findet man die Maroni im so genannten Kastanienreis, der seinen Ursprung in Ungarn hat. Somit kommt die Esskastanie auch in der süßen Küche vielseitig zum Einsatz. Selbst Maroni-Eis ist heutzutage keine Seltenheit.

  • Fettarme Alleskönner: Die Esskastanie beinhaltet jede Menge Vitamine sowie wertvolle Mineralstoffe wie Magnesium und Phosphor. Zudem sind die gerösteten Früchte eine durch und durch kalorienarme Angelegenheit. Trotz ihres hohen Stärkegehalts braucht man beim Verzehr kein schlechtes Gewissen zu haben. Maroni sorgen für ein langes Sättigungsgefühl und sind sehr fettarm.
  • Kastanien bringen Stimmung ins Leben: Esskastanien helfen bei der Produktion des Glückshormons Serotonin. Sie machen also zufrieden und glücklich. Damit haben Kastanien dieselbe Wirkung wie Schokolade sind aber gesünder und kalorienärmer.
  • Wundermittel für Leib und Seele: Die Esskastanie baut den Organismus nach Verletzungen und Operationen rasch wieder auf und wirkt beruhigend auf das Nervensystem. Gekochte Maroni erhöhen die Leistungsfähigkeit, roh helfen sie als Granulat dem Herzen und bei Burnout.
  • Wundermittel zum Einreiben: Auch äußerlich angewendet ist die Maroni eine regelrechte Wunderpflanze. Ein Maronidampfbad oder eine Anwendung in der Sauna lindert rheumatische Beschwerden, hilft bei Schlafstörungen und beruhigt sogar das Gemüt aufbrausender Menschen.
  • Getreideersatz: Da Maroni glutenfrei sind, kann ihr Mehl als Getreideersatz von Zöliakie-Patienten verwendet werden.

Finn empfiehlt:

Geschmacklich verfeinern lassen sich Maroni gut mit Salz, Muskat, Kümmel oder Rotwein. Bei süßen Gerichten passen Zucker, Honig oder Sirup, Nüsse oder Schlagobers, um die fein- nussige Note zu verstärken.

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