Pfirsich

| Obst

Schon vor weit über 4000 Jahren versüßte der Pfirsich den Menschen den Tag. Denn schon damals erfreute er sich in seinem Ursprungsland China großer Beliebtheit.

Pfirsich ©Gerald Lechner/LK Niederösterreich

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Über den Mittelmeerraum verbreitete sich der Pfirsich bis in unsere Breiten und wurde auch bei uns heimisch. Kein leichtes Unterfangen, denn der Pfirsichbaum ist eine anspruchsvolle Pflanze. Besonders warme klimatische Bedingungen haben es dieser Frucht angetan. Tiefe Winterfröste bedrohen Holz und Blüte. Nur durch eine hohe Sonnenstundendauer kann die optimale Fruchtreife gewährleistet werden. Für eine vernünftige Kultivierung von Pfirsichbäumen sollten zumindest weinbauklimatische Bedingungen vorherrschen. Zwei bis drei Jahre nach der Pflanzung des Baumes trägt er erstmals Früchte. In früheren Zeiten wurden unreife Pfirsiche samt Kern, Blättern sowie Wurzeln gegen Kopfschmerzen und Gicht verwendet. Außerdem sollte die Pflanze gegen tränende Augen helfen. Im alten Ägypten wurden die giftigen Pfirsichkerne dafür genutzt, verurteilte Verbrecher hinzurichten. Bis ins Mittelalter galt der Pfirsich als Luxusfrucht. Heutzutage hat er zwar seinen Ruf als Frucht der Reichen, aber nichts an Geschmack verloren.

Echte Pfirsiche erkennt man an ihrer samtartigen Behaarung der Fruchthaut. Sie sind rund, haben eine Längsfurche, sind je nach Sorte leicht zugespitzt und grünlich-gelb bis rot gefärbt.
Es kann ebenso zwischen gelb-, weiß- und rotfleischigen Sorten unterschieden werden. Gelbfleischige Sorten sind jedoch geschmacklich nicht so intensiv wie weißfleischige.
Allgemein lässt sich festhalten, dass spätreifende Sorten ebenso meist aromatisch intensiver sind als frühere Sorten.

Mitte Juli kann mit der Ernte der frühreifenden Sorten begonnen werden. Die Saison reicht bis Ende August.

Reife Pfirsiche sind daran zu erkennen, dass ihre Fruchthaut einen leichten Rotstich aufweist und die Schale bei Fingerdruck nur leicht nachgibt. Haben Pfirsiche bereits dunkle Stellen, sind sie überreif und sollten nicht mehr gekauft werden.

Pfirsiche sind aufgrund ihres hohen Wassergehalts besonders empfindlich gegen Druck. Deshalb sollten die Früchte am besten nebeneinander gelagert werden. Unreife Pfirsiche können bei Zimmertemperatur nachreifen. Allerdings sollten sie dabei keine direkte Sonneneinstrahlung abbekommen. Wenn die Pfirsiche bereits reif sind, können sie im Gemüsefach des Kühlschranks bis zu fünf Tage lang aufbewahrt werden.

Pfirsiche können nicht nur roh verzehrt werden, sie eigenen sich auch hervorragend als Zutat in Desserts, Obstsalaten, Torten und Bowlen. Darüber hinaus verleihen sie pikanten Salaten das gewisse Extra und machen sich ebenso gut als Vorspeise oder Beilage.
Sehr reife Früchte lassen sich bestens zu Kompott oder Marmelade verarbeiten. Auch als Püree für einen Sektcocktail sind die fast schon überreifen Pfirsiche geeignet. Getrocknet sind sie ideales Nervenobst und erleichtern so manche stressige Phase. Nach dem Aufschneiden lassen sich braune Verfärbungen mit etwas Zitronensaft vermeiden.
Aus den Pfirsichkernen wird Marzipanersatz oder Likör hergestellt.

  • Pfirsiche strotzen geradezu vor Vitaminen. Zusätzlich enthalten sie die Mineralstoffe Kalzium, Phosphor, Kalium und Eisen, bei gleichzeitig geringem Kaloringehalt.
  • Bei regelmäßigem Verzehr wird die Nierentätigkeit angeregt.
  • Der hohe Niazin-Anteil des Pfirsichs, verbunden mit Magnesium, Selen und Zink, hebt die Laune und stärkt die Nerven.
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