Stachelbeere

| Obst

Die Stachelbeere ist eine Sommerfrucht und vielerorts bekannt unter dem Namen "Agraseln". Sie ist nahe verwandt mit der Ribisel. Eine Kreuzung dieser beiden Beeren brachte die Jostabeere hervor.

drei Stachelbeeren © Gerald Lechner/LK Niederösterreich
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XXX Hochsaison in Österreich
XXX Nebensaison in Österreich und Lagerware
XXX Keine heimische Ware erhältlich

Ursprünglich aus dem Himalayagebiet stammend, hat sich die Stachelbeere bis nach Europa ausgebreitet, wo sie sowohl wildwachsend als auch kultiviert im Garten eine fruchtige Bereicherung ist. Die Pflanze ist recht anspruchslos, wächst als buschiger Strauch, der in der Regel eine Höhe von einem Meter aufweist, aber auch drei Meter erreichen kann. Die Zweige sind mit Dornen besetzt, die grünlich bis rötlich gefärbte Blüten hervorbringen, aus denen sich die Früchte entwickeln. Sie bevorzugt einen halbschattigen Standort, da bei zu viel Sonne die Beeren einen Sonnenbrand bekommen.

Die Früchte des Stachelbeerstrauches sind kugel- bis eiförmig, zwischen 15 - 30 mm groß und ihre Farbe variiert von weißlich, über gelb und grün bis hin zu rötlichbraun. Die glatte, mit einem Längsstreifen versehene Schale ist mit Flaumhaaren überzogen und umgibt das weiche Fruchtfleisch, in welchem die essbaren Kerne eingebettet sind. Die Frucht hat ein dezent süß-säuerliches Aroma und einen saftigen Geschmack.

Heimische Stachelbeeren sind in den Sommermonaten Juni bis August erntereif.

Ihrem Ruf als saure Beeren werden sie nicht gerecht, denn je reifer sie sind, umso süßer schmecken sie. Vollreife Früchte erkennt man daran, dass sie bei leichtem Druck nachgeben.

Im Gegensatz zu anderen Beeren, lassen sich Stachelbeeren gut lagern. Werden sie im Gemüsefach des Kühlschrankes aufbewahrt, sollte die Lagerdauer von ca. einer Woche nicht überschritten werden. Um raschen Verderb vorzubeugen, sollten weiche und beschädigte Früchte aussortiert werden.

Stachelbeeren können auch als ganze Frucht eingefroren werden. Um dabei ein Zusammenkleben zu verhindern, werden sie davor auf einem Tablett vorgefroren und anschließend wie gehabt im Tiefkühlgefäß verstaut.

Stachelbeeren werden hauptsächlich roh als Obst konsumiert, als Dekor auf Torten und Kuchen verwendet oder in Fruchtsalaten angerichtet. Verarbeitet sind sie als Marmelade, Kompott, Mus oder Chutney sehr beliebt. Aufgrund ihres hohen Pektingehalts haben sie eine außerordentlich gelierende Wirkung.

Als Marmelade kombiniert mit Banane oder auf einem Kuchen, gemischt mit Kiwis oder Rhabarber sind sie nicht nur die besondere fein-säuerliche Note, sondern ebenso ein Hingucker. Verfärbt sich während der Verarbeitung die Beere braun, tut dies dem Geschmack keinen Abbruch.

Doch nicht jeder verträgt die Stachelbeeren aufgrund ihrer dicken Schale gut. Wer reife rohe Beeren nicht verträgt, kann diese kurz im Wasser dünsten, sodass die Haut weicher wird.

Stachelbeeren sind reich an den Mineralstoffen Kalium, Calcium und Magnesium, sie liefern die Vitamine A, C, E und B-Gruppe und das enthaltene Silicium wirkt sich positiv auf das Bindegewebe aus. Der in den rötlichen Beeren enthaltene Farbstoff gehört den sekundären Pflanzenwirkstoffen an, der nicht nur das Immunsystem stärkt, sondern auch entzündungshemmend wirkt. Allerdings haben die Stachelbeeren einen hohen Zuckergehalt.

Man sollte nur wirklich reife Stachelbeeren zu sich nehmen, da unreife Beeren Glyoxylsäure enthalten, welche sich zu Oxalsäure entwickeln kann, welche die Bildung von Nierensteinen fördert oder aber auch zu Nierenschäden führen kann.

Du willst noch mehr über die Stachelbeere erfahren?

Dann schau doch rein beim Weg der Lebensmittel und erlebe den Weg von Beerenobst.

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