Hagebutte

| Obst

Je lichter im Herbst die Hecken werden, desto mehr leuchten uns die reifen roten Hagebutten entgegen.

Hagebutte ©Gerald Lechner/LK Niederösterreich

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Die kleinen Vitaminbomben waren schon in der Steinzeit bekannt. Damals verzehrten Steinzeitmenschen die Früchte als Mus. Heutzutage kann die Hagebutte besonders als Marmelade und Tee punkten. Bei Kindern ist die Frucht der Heckenrose vor allem zu Juckpulver verarbeitet bekannt.

Die Hagebutten sind die Früchte wildwachsender Rosensträucher. Sie haben eine länglich-ovale Form und sind meist rot gefärbt. Genaugenommen ist dies jedoch nur die Scheinfrucht, da die eigentlichen Früchte die im Inneren sitzenden Nüsschen sind.
Die Rosensträucher können eine Höhe von bis zu drei Metern erreichen. Im Juni kann man sich an den weißen, bis rosafarbenen Blüten erfreuen und im Herbst sorgt die Heckenrose mit ihren Früchten für einzigartige Farbkleckse.

Die Erntezeit der Hagebutten beginnt im Oktober und kann bis in den Dezember reichen. Dabei gilt der Grundsatz: Sie sind umso süßer, je später man sie pflückt.

Haben Hagebutten den optimalen Reifezustand erreicht, lassen sie sich ganz leicht abzupfen. Außerdem lässt sich die Reife daran erkennen, dass die rote Schale auf leichten Fingerdruck nachgibt. Bei der Ernte sollte darauf geachtet werden, keine allzu matschigen Früchte zu sammeln.

Die roten Früchtchen sollten nur wenige Tage trocken, dunkel und kühl aufbewahrt werden. Generell ist es besser, die Früchte sofort zu verarbeiten. Für eine längere Lagerung sollten Hagebutten getrocknet werden. Zwar bleiben die Früchte dann länger haltbar, verlieren aber nach einiger Zeit an Aroma.

Der Geschmack der Hagebutten ist von Rosensorte zu Rosensorte unterschiedlich. Das Beste ist, selbst zu testen welche Art man bevorzugt. Zu empfehlen sind vor allem die weichen und dickfleischigen Früchte der Kartoffelrose, die sich etwas leichter verarbeiten lassen. Aber auch die Hagebutten der Hundsrose sind ohne weiteres zu verwenden.

Hagebutten schmecken als Marmelade, Brot, Sirup, Suppe oder Tee. In der Hitparade heimischer Pflanzen mit dem höchsten Vitamin-C-Gehalt sind sie mit 500 mg je 100 g einsamer Spitzenreiter!

Doch bevor man die Hagebutten essen kann, ist noch jede Menge Arbeit angesagt: Denn vorab müssen die Hagebutten gründlich gewaschen, abgetrocknet und Stiele und Blütenansätze entfernt werden. Danach wird die Hagebutte der Länge nach aufgeschnitten und die kleinen Nüsschen (Kerne) mit den Härchen herausgedrückt oder herausgeschabt. Die Schalen und Kerne müssen dann nochmal gründlich abgespült werden, um alle Härchen zu entfernen. All diese Arbeitsschritte erledigt man am besten mit Handschuhen. Die Nüsschen haben nämlich feine Härchen mit winzigen Widerhaken, die zu Juckreiz führen. Nicht umsonst hat das Innere der Hagebutte den Ruf, ein perfektes Juckpulver zu sein.

Hagebutten zählen zu den gesündesten Früchten überhaupt. Sie enthalten neben einer geballten Ladung an Vitamin C auch die Vitamine A, B1 und B2. Selbst gekocht verringert sich ihr Vitamingehalt kaum.

  • Erkältungskrankheiten
  • Fieber
  • schlecht heilenden Wunden
  • Schwächezuständen nach Erkrankungen und Diät
  • Darmträgheit
  • Harnwegsentzündungen
  • Vitamin-C-Mangel
  • Frühjahrsmüdigkeit
  • erhöhten Cholesterinwerten

Finn empfiehlt:

Wer sich das aufwendige putzen von Hagebutten einfacher gestalten will, kann auch zu einer etwas bequemeren Methode greifen. Dabei muss man die gewaschenen Hagebutten mit Wasser bedecken und zehn Minuten kochen. Anschließend muss man die Früchte durch ein feines Sieb oder die Flotte Lotte passieren. Man sollte darauf achten, dass wirklich alle Härchen beim Sieben entfernt wurden.

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