Unsere Felder leben!

Begrünung, Biodiversität & Klima


Das Mehl fürs Brot, das Öl im Salat oder die Kartoffeln für die Pommes – sie alle stammen von Pflanzen, die auf unseren Feldern wachsen. Doch dort wächst und tummelt sich noch viel mehr: blühende Pflanzen, summende Insekten und unzählige Bodenlebewesen.  Eines haben sie gemeinsam – sie machen unsere Felder lebendig und helfen sogar dem Klima!

Grün statt braun – Pflanzenpower fürs Klima

Nach der Ernte im Sommer bleibt der Boden nicht kahl zurück. Viele Bäuerinnen und Bauern säen Begrünungspflanzen. Also Pflanzen, die zwischen zwei Hauptkulturen (Getreide, Mais, Zuckerrüben usw.) wachsen. Sie werden meist im Sommer gesät und bleiben bis in den Herbst oder sogar über den Winter auf den Feldern stehen. Der Boden bleibt bedeckt, gesund und kann mehr Wasser speichern. Ihre Wurzeln halten den Boden fest und verhindern, dass durch Wind oder Regen wertvolle Erde verloren geht. Außerdem bleibt ein bewachsener Boden im Sommer kühler, während sich ein kahler Acker auf über 40 °C aufheizen kann! Das ist wichtig, denn in zu heißem Boden sterben viele Bodenlebewesen ab. Pflanzenreste werden nicht mehr zersetzt. Neue Nährstoffe für die nächste Ernte gehen damit verloren. Begrünungspflanzen helfen auch beim Klimaschutz: Sie speichern Kohlenstoff und fördern den Aufbau von Humus, einer dunklen fruchtbaren Bodenschicht, die Wasser wie ein Schwamm aufnehmen kann. Auch in der Bio-Landwirtschaft spielen sie eine große Rolle, weil dort keine chemisch-synthetischen Dünger eingesetzt werden.
Stattdessen sorgen Pflanzenvielfalt und Begrünung für einen natürlichen Kreislauf. 

Blühende Vielfalt – Buffet für Insekten

Von Juli bis September, wenn Wiesen und Wälder schon verblüht sind, wird es für viele Insekten schwierig, Nahrung zu finden. In dieser Zeit wachsen auf den Feldern der Bäuerinnen und Bauern viele Begrünungspflanzen, die bunt blühen und voller Nektar sind. Dazu gehören zum Beispiel Buchweizen, Klee, Senf, Phacelia oder Sonnenblumen. Sie sind wie ein riesiges Buffet für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge.
Auch im Winter bleiben viele Flächen stehen: Sie bieten Schutz und Nahrung für Rehe, Feldhasen, Fasane und Vögel – ein echtes Naturhotel mitten im Acker!

Biodiversität – buntes Leben am Acker

Biodiversität bedeutet Vielfalt – an Pflanzen, Tieren und Lebensräumen. Unser Landwirtinnen und Landwirte fördern sie mit Blühstreifen, Hecken, Feldrainen und wechseln jedes Jahr, was sie anbauen (= Fruchtfolge), damit der Boden gesund bleibt. So entstehen Lebensräume für Insekten, Vögel und kleine Tiere wie den Feldhamster oder das Rebhuhn. In Niederösterreich stellen Bäuerinnen und Bauern rund 10 % ihrer Acker- und Grünlandflächen für Tiere und Pflanzen bereit. Ganze 80.000 Hektar kommen dabei der Natur zugute. Das entspricht etwa der Fläche von Berlin. Sowohl konventionell wirtschaftende als auch Bio-Landwirtinnen und -Landwirte achten darauf, eine harmonische Balance zwischen Produktion und Natur zu halten. Denn gesunde Böden und Artenvielfalt sind die Basis für gute Ernten und eine lebenswerte Umwelt.

Der Boden – unser stiller Klimaschützer

In einem Teelöffel gesunder Erde leben mehr Lebewesen, als Menschen auf der Erde existieren! Diese kleinen Helfer zersetzen Pflanzenreste, bilden Humus und speichern Wasser sowie Nährstoffe. Humusreiche Böden binden Kohlenstoff und helfen so, das Klima zu schützen.
Je besser wir unsere Böden pflegen, desto widerstandsfähiger bleibt unsere Landwirtschaft gegen Trockenheit, Starkregen und Hitze.
Begrünung, Biodiversität und Klima gehören zusammen. Was auf den ersten Blick wie “nur ein Acker” aussieht, ist in Wahrheit ein Ort voller Leben. Unsere Bäuerinnen und Bauern zeigen täglich, dass Produktion und Natur Hand in Hand gehen können.

Wusstest du, dass ...

  • Insekten über 70 % aller heimischen Tierarten ausmachen?
  • begrünte Flächen im Sommer bis zu 10 °C kühler sind als nackter Boden?
  • Humus im Boden fünfmal mehr Wasser speichern kann als Sand?
  • … in Niederösterreich auf 230.000 Hektar Feldern blühende Kulturen wachsen?
  • … begrünte Flächen im Sommer bis zu 10 °C kühler als nackter Boden sind?
  • … Bäuerinnen und Bauern in NÖ 10 % ihrer Acker- und Grünlandflächen für Tiere und Pflanzen bereitstellen?

Finn empfiehlt

Und auch du kannst mithelfen! Ob im Garten, auf dem Balkon oder im Schulgarten, überall, wo es blüht, summt und wächst, gewinnt die Natur ein Stück zurück.

Artikel erschienen in Die Landwirtschaft Junior (Februar 2026);
Autorin: Seminarbäuerin Claudia Ebersperger

Mehr Informationen

© Eva Kail/LK NÖ

Artenvielfalt im Garten

Artenreichtum wird heutzutage auf eine schwere Probe gestellt. Der Sündenbock ist auch schnell gefunden: "Die Landwirtschaft." Doch ist es wirklich so einfach? Stellen wir uns doch die Frage, was jede:r dafür tun kann.

mehr
Große Holzbiene © Vatroslav Zupanic/iStock.com

Bienenparadies Niederösterreich

Niederösterreich ist Heimat von über 600 verschiedenen Bienenarten – so viele wie in keinem an-deren Land Mitteleuropas. Mit kleinen Maßnahmen kann jede:r dazu beitragen, dass diese Vielfalt auch in Zukunft erhalten bleibt.

mehr
Carnica Biene © pixabay

Ein Blütenparadies für Bienen schaffen

Für Bienen ist es wichtig, dass von Frühjahr bis Herbst immer etwas blüht. Denn blühende Pflanzen bedeuten ausreichend Nahrung. Unterstützen kann man bei der Futtersuche, indem man ein Blütenparadies anlegt.

mehr
Ein Insektenhotel ist ein wertvoller Beitrag für die Artenvielfalt und lässt sich im eigenen Garten rasch umsetzen. © pixabay

Lebensräume im Garten schaffen

Auch im Hausgarten gibt es unzählige Möglichkeiten, einen Beitrag zur Artenvielfalt zu leisten. Hier erfährst du, was du für die Tier- und Pflanzenwelt tun kannst, um Artenvielfalt in deinen Garten zu bringen.

mehr
Nistkasten unter Dachvorsprung © Eva Kail/LK NÖ

Nistkästen für Gartenvögel

Vogelhäuschen haben das ganze Jahr Saison, denn nicht nur im Frühling bieten sie Unterschlupf. Und je nachdem wie groß das Einflugsloch ist, nisten sich unterschiedliche Vögel ein. Welche? Das liest du hier!

mehr
Nistkasten mit Blaumeise ©pixabay © pixabay

Nistkasten selber bauen

In der Frühlingssonne mit Vogelgezwitscher das neue Frühjahr einatmen und im Garten das rege Treiben der Vogelfamilien beobachten - ein selbst gebauter Nistkasten bringt Gartenidylle pur.

mehr
Goldfarbene Langhornbiene im Flug ist ein wichtiger Mitspieler im Kampf für mehr Artenreichtum. © Philipp Meyer

Für die Bienen

Ohne Bienen keine Früchte. Die Rechnung ist einfach. Aber wie muss eine Landschaft aussehen, damit sich viele Bienenarten wohlfühlen? Unsere Bäuerinnen und Bauern sichern durch ihre bewirtschafteten Landschaften die Bestäubung.

mehr
Wildbiene nutzt Begrünungspflanze als Nahrung © Lorenz Mayr/LK NÖ

Begrünung

Begrünungspflanzen leisten vieles. Sie erhöhen die Bodenfruchtbarkeit, schützen den Boden vor Erosion, das Grundwasser vor Nährstoffeinträgen und stellen vielen Tierarten Lebensraum und Nahrung zur Verfügung.

mehr
© Eva Kail/LK NÖ

Bauern schaffen Naturvielfalt

Land- und Forstwirtschaft sind untrennbar mit Biodiversität verbunden. Erst durch aktives Bewirtschaften lassen sich Lebensräume und Arten erhalten. Tieren und Pflanzen wird so Lebensraum gegeben.

mehr
Screenshot aus Video von Rudi Schmid ©Farming for Nature © Farming for Nature

Botschafter für Biodiversität

Rudi Schmid aus Traiskirchen zeigt, wie sich Wirtschaftlichkeit und Biodiversität vereinen lassen. Auf seinem Betrieb führt er Beobachtungen und Test von Pflegemaßnahmen und Anbaumaßnahmen durch.

mehr
Menschen spazieren im Wald © Eva Lechner/LK NÖ

Artenreichtum im Wald

Waldbauern erhalten und schaffen bewusst Lebensräume. Nicht nur für Tiere, sondern auch für klimafitte Wälder. Baumartenvielfalt ist das Schlagwort der modernen Waldbewirtschaftung.

mehr
Schwalben im Nest unterm Dach © pixabay

Schwalben: Waffe gegen Fliegen & Co.

Schwalben haben auf Bauernhöfen Tradition. Seit jeher gelten sie als Glücksbringer. Allerdings nimmt der Bestand ab. Bäuerinnen und Bauern tun deshalb einiges dafür, um den Schwalbenbestand zu erhöhen.

mehr
Gartenkreuzspinne ©pixabay © pixabay

Eine Welt ohne Spinnen - geht das?

Bei zahlreichen Menschen lösen Spinnen ängstliche Schreie aus. Wäre deshalb nicht eine Welt ohne Spinnen besser? Wieso das Ökosystem nicht ohne Spinnen kann und wie sie in der Natur am besten geschützt werden, erfährst du hier.

mehr
Erdäpfelpyramide von oben mit Pflanzen © Muhr

Erdäpfel- und Gemüsepyramide

Werde zum Hobby-Gemüsebauer. Ob Erdäpfel oder andere Gemüsesorten: Mit dem Hochbeet in Pyramidenform holt man sich ein wahres Naturspektakel nach Hause und spart auch noch Platz.

mehr
Nützlingshotel Positivbeispiel ©Roman Portisch © Roman Portisch

Insektenhotel für Nützlinge bauen

Nicht nur Bauern können etwas für unsere Insekten tun. Jeder Einzelne kann mit ein paar Handgriffen seinen Beitrag leisten. Der erste Schritt ist ein Insektenhotel im eigenen Garten.

mehr

Honig

Die Arbeit unserer Imker:innen im Jahreskreis

mehr

Baumarten in Österreich

mehr
© LK NÖ

Biodiversität

mehr
© Eva Kail/LK NÖ

Biodiversität

mehr
Druckvorlage Biodiversität und Artenvielfalt © LK NÖ

Biodiversität

Fachliche Druckvorlage

mehr
Infografik von Verlass di drauf der Landwirtschaftskammer Niederösterreich zu Biodiversität © LK NÖ

Biodiversität

mehr

Bienen

mehr
mockup Infografik von Verlass di drauf der Landwirtschaftskammer Niederösterreich zum Tag der Biene © LK NÖ

Bienentag

mehr
© LK NÖ

Bienenvokabeln

mehr

Bienenwanderbörse

mehr

Stationenbetrieb Wildbienen

mehr
© LK NÖ

Bienen

mehr
© LK NÖ

Biodiversitäts-Pyramide

mehr

Ausmalbilder: Bienen

mehr
Blühstreifen mit Himmel © Eva Kail/LK NÖ

Spiel: Biodiversität - was blüht denn hier?

mehr

Spiel: Lückentext Bienen & Imkerei

mehr
© Elisabeth Kerschbaumer/LK NÖ

Spiel: Biodiversitätsfläche Lückentext

mehr
© Rene_van_Bakel_asablanca.com

Spiel: Wortsuche Bienen

mehr
blühende Blumenwiese mit Wald als Biodiversitäts-Fläche ©Eva Kail/LK Niederösterreich © Eva Kail/LK NÖ

Spiel: Wortsuche Biodiversität

mehr
Arrow Left
Arrow Right
Suchen Image
WhatsApp
Back to top