Petunie

| Erstellt von Josef Putz, LK Salzburg

Bald können wir wieder eine leuchtende Blütenvielfalt auf Balkon und Terrasse bewundern. Heute tauchen wir ein in die vielfältige Welt der Petunien.

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Sie sind eine populäre Pflanzengattung aus der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae) und stellen eine der wichtigsten Zierpflanzen im alpinen Raum dar. Sie bestechen mit ihren großen, offenen Blüten in den verschiedensten Farben. Der Name Petun stammt aus der Sprache der brasilianischen Ureinwohner und bedeutet so viel wie Tabak. Aufgrund ihrer vielen verschiedenen Eigenschaften und der großen Vielfalt innerhalb der Gattung können spezielle Petunien für diverse Bereiche eingesetzt werden. Am Balkon werden in der Regel stark wachsende Petunien verwendet.

Bei entsprechend intensiver Pflege können diese Wachstumskünstler riesige Pflanzen mit Dutzenden von hochwertigen Blüten hervorbringen. In diesem Bereich dominieren hauptsächlich die Surfinien (Surfinia). Zunehmend gewinnen Minipetunien (Calibrachoa) an Bedeutung. Ihre Blüten sind grundsätzlich trichterförmig ausgeprägt. Es gibt insgesamt 27 Arten, wobei sich das Farbspektrum von weiß über rosa, rot, pink bis hin zu purpur bewegt. Im Handel setzten sich inzwischen Farbmischungen durch. Hierbei wird keine Sorte, sondern ein Handelsname wie „Karneval“, „Konfetti“ oder „Trixi“ verwendet. Petunien für die Terrasse verfügen über ein kompaktes Wachstum, welches die Wirkung ihrer Blüten verstärkt. Sie sind jedoch nicht so wetterfest wie ihre starkwüchsigen Verwandten. Hier haben sich in den letzten Jahren die sogenannten Potunien (Potunia) etabliert: kurzwachsende, wetterfeste Petunien, die in der Regel zur Bildung eines harmonischen Kegels neigen. Auch Sweetunien (Sweetunia) empfehlen sich für den Einsatz auf der Terrasse. Ihr Wachstum ist etwas stärker, weshalb sie sich besonders für einheitliche Gefäßbepflanzungen eignen.

Petunien bevorzugen einen nährstoffreichen Standort mit einem niedrigen pH-Wert. Es gibt eine Reihe von speziellen Petunien-Erden. Bei kalkhaltigem Gießwasser kann es mit der Zeit zu einem Ausbleichen der Blätter kommen. Die Anreicherung der Erde mit Kalk hebt den pH-Wert und verhindert so die Aufnahme von Eisen, wodurch die Blätter unter einem Mangel leiden können. In diesem Fall muss auf spezielle Eisendünger zurückgegriffen werden. Wer über stark kalkhaltiges Wasser verfügt, kann zur Vorsorge auch auf Regenwasser umsteigen. Im Bereich Pflanzenschutz sind Blattläuse und der Echte Mehltau zwei große Bedrohungen. In den letzten Jahren haben sich am Markt daher hauptsächlich mehltauresistente Sorten durchgesetzt. Blattläuse profitieren von dem Umstand, dass sie an der Blattunterseite leben und damit erst spät entdeckt werden. In geringen Maßen ist ihr Schaden unbedeutend. Wichtiger ist das Seuchenrisiko, da sie durch den Austausch von Pflanzensaft mit ihrem Saugrüssel Krankheiten verbreiten können.

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