Pute

Die Pute, im süddeutschen Raum auch Truthahn genannt, stammt aus Nordamerika und Mexiko. Von dort aus brachten im 16. Jahrhundert spanische Eroberer die Wildpute mit nach Europa.

Puten können nach der Färbung des Gefieders, dem sogenannten Farbschlag, unterschieden werden (z.B. Grundfarbe Schwarz mit schillerndem Bronzeglanz). Weiter gibt es die weiße Pute, die schwarze Pute und die Cöllwitzer Pute (weiße Federn mit schwarzem Saum). Allgemein bekannt sind heute die kleinen weißen Beltsville-Puten und die weißen großen Rassen, die leicht gezüchtet werden können und schnell heranwachsen.

INTERESSANTE FAKTEN

Die Pute gehört wie das Huhn zur Ordnung der Hühnervögel und zur Familie der Fasanenartigen. Die Puten sind die größte Art der Hühnervögel. Sie haben einen kräftigen Körper mit breiter Brust. Im Gegensatz zu Hühnern scharren Puten nicht. Kennzeichen ist der rote, ungefiederte und warzenbesetzte Kopf, der den Tieren ein einzigartiges Erscheinungsbild verleiht. Wie bei fast allen Fasanenartigen unterscheiden sich männliche und weibliche Tiere deutlich im Aussehen. Männchen sind deutlich größer als Weibchen und haben blassrote Kopfanhänge, die sich beim Balzspiel (Drohgebärden sehen ähnlich aus) sattrot färben. In der Putenmast legen die weiblichen Tiere in einer Legeperiode (ca. 22 Wochen) etwa 90 Eier, aus denen nach 28 Tagen die Küken schlüpfen.

HALTUNG

Der überwiegende Teil der Puten wird in Bodenhaltung in sogenannten Offenställen aufgezogen. Ziele sind schnelles Wachstum, hoher Fleisch- und geringer Knochenanteil sowie hohe Widerstandskraft. Die Putenküken stammen aus Brütereien, welche sich auf die Haltung von Elterntieren und die Brut der Eier spezialisiert haben. Die Aufzucht der Putenküken dauert sechs Wochen und erfolgt in Bodenhaltung in speziellen Aufzuchtbetrieben. Die Tiere benötigen eine Wärmequelle und werden in einem Kükenring an den freien Zugang zu Wasser und Futter gewöhnt. Das Schlachtgewicht haben Puten mit einem Alter von 16 bis 22 Wochen und einem Gewicht von acht bis 18 Kilogramm erreicht. Die Tiere werden überwiegend mit Getreide und pflanzlichem Eiweiß gefüttert. Wichtig ist, die Futtermittel entsprechend den Altersstufen der Tiere anzupassen.

Wusstest du, ...

... dass Österreich das einzige Land ist, in welchem es eine gesetzliche Beschränkung für die Zahl der Tiere pro Quadratmeter gibt? Da weniger Tiere gehalten werden können, ist der Kilopreis höher.

BESTE VORAUSSETZUNGEN FÜR EINE MODERNE ERNÄHRUNG

Das Putenfleisch ist sehr beliebt. Es hat einen hohen Eiweißanteil, ist fettarm und bietet durch helle und dunkle Fleischteilstücke unterschiedliche Geschmacksrichtungen. Zudem enthält es viel Vitamin B6 und B12 und viel Kalium, Magnesium, Eisen und Zink. Daher eignet es sich besonders für Diäten als Ergänzung von Gemüse und Obst, in dem oft manche dieser Nährstoffe fehlen. Putenfleisch deckt somit nicht nur einen großen Teil des täglichen Bedarfs an Eiweiß, sondern auch an wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen, die nur Fleisch liefern kann.

Willst du noch mehr über Puten erfahren?

Dann schau doch rein beim Weg der Lebensmittel, wo du allerhand Wissenswertes von der Aufzucht bis zur Fleischverarbeitung erfährst.

Suchen Image Back to top