Kokardenblume

| Erstellt von Josef Putz, LK Salzburg

Die Kokardenblume (Gaillardia) wird im deutschsprachigen Raum oft auch als Papageienblume bezeichnet.

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Diese farbenfrohe Pflanze stammt aus der Familie der Korbblütler und besteht aus ca. 25 Arten. Ursprünglich stammt sie aus Amerika, sie kommt sowohl in Nord- als auch in Südamerika vor. In Nordamerika erfreut sich die Kokardenblume besonderer Beliebtheit in der Gartenszene. Daher gibt es eine sehr intensive Züchtung und ein breites Angebot an verschiedenen Sorten. Für unsere Gärten werden hauptsächlich Hybridsorten verwendet. Es gibt sowohl einjährige als auch mehrjährige Kokardenblumen. In der Regel wächst die Pflanze krautig, einige Arten kommen auch als Halbstrauch vor. Ihre Laubblätter sind wechselständig, der Blattrand gezähnt. Ihre Blütenstände stehen einzeln an dem Stängel, die Blütenkörbe sind sehr auffällig und werden oft als strahlend oder leuchtend bezeichnet. Hauptsächlich kommen Gelb- und Rottöne vor. Die Blütezeit erstreckt sich von Juni bis Oktober.

Papageienblumen können zwischen 30 und 80 Zentimeter hoch werden. Sie bevorzugen einen nahrhaften, gelockerten und humusreichen Boden. Bei schweren Böden kann Sand verwendet werden, um es ihren Pflanzenwurzeln etwas gemütlicher zu machen. Die Versorgung mit Wasser ist ein besonders heikler Punkt. Kokardenblumen benötigen eine regelmäßige Befeuchtung, leiden aber unter Staunässe und anhaltender Feuchtigkeit. Weniger kritisch sind die Lichtverhältnisse. Sie können sowohl an schattigen als auch an sonnigen Stellen kultiviert werden. Allerdings leidet die Qualität und Haltbarkeit der Blüten unter dem Lichtmangel. Wie viele andere Pflanzen aus der Familie der Korbblütler lässt sich die Kokardenblume zu zusätzlichem Blütenwachstum stimulieren. Dazu müssen lediglich die verblühten Blütenköpfe entfernt werden. Die Pflanze wird sich daraufhin mit der Bildung von neuen Blüten bei ihrem Besitzer bedanken.

Papageienblumen eignen sich für viele Bereiche. Hauptsächlich werden sie im Steingarten und in Rabatten verwendet. Sie fühlen sich aber auch im Bauerngarten wohl. Großwachsende Pflanzen kann man hochbinden. Vor allem bei kleineren Gruppen sollte wohlüberlegt kombiniert werden. Ansprechend wirken Kombinationen mit Braunelle, Goldraute, Indianernessel, Lupine, Salbei oder dem Mädchenauge. Sobald die Pflanze endgültig aufgehört hat zu blühen, wird sie stark zurückgeschnitten. Dadurch kann sie sich besser auf den Winter vorbereiten. Wird sie nicht zurückgeschnitten, beginnt sie, sich selbst auszusäen. Die Überwinterung gestaltet sich oft als sehr schwierig. Papageienblumen benötigen eine wärmende Schicht, z. B.¬ aus Reisig. Allerdings können sie unter der Laub- oder Torfmullschicht leicht verfaulen. Die simpelste Lösung sind wohl eigens gezüchtete winterharte Sorten. Besonders hervorzuheben ist, dass die Kokardenblume ein Schmetterlingsmagnet ist. Wissenswertes

Kübelpflanze Kokardenblumen eignen sich auch als Kübelpflanze. Dadurch können nicht winterharte Sorten leichter über den Winter gebracht werden. Leuchtende Blumensträuße Auch als Schnittblume kann die Papageienblume punkten. Durch den Einsatz ihrer intensiv leuch-tenden Farben können meisterhafte Blumensträuße entstehen. Schädlinge Kokardenblumen werden nur selten von Schnecken befallen. Sie scheinen immun gegen diesen lästigen Schädling zu sein. Allerdings sind sie bei Blattläusen und Schaumzikaden heiß begehrt. Auch der echte Mehltau ist ein häufiger Gast auf der Pflanze. Blütenpracht Die Blüte der Kokardenblume besteht aus ca. 100 Röhrenblüten im Zentrum, welche von einem Kranz aus fünf bis 15 Zungenblüten umgeben sind. Viele Sorten glänzen durch spektakuläre Kombinationen von Farben und Mustern. Teilung Die Teilung der Staude sowie Neupflanzung sollte im Frühjahr vorgenommen werden und ist zumeist als unkompliziert anzusehen, da sie bei günstigen Boden- und Standortverhältnissen gut anwächst und bereits im Pflanzjahr erneut ein üppiges Blütenbild verspricht.

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