Schwein

Die in Mitteleuropa gehaltenen Schweinerassen sind überwiegend hellhäutig. In Österreich bedeutende Rassen sind Edelschwein, Pietrain, Landrasse, Duroc und das Schwäbisch-Hallische Schwein. Rund 25.000 schweinehaltende Betriebe sorgen dafür, dass Herr und Frau Österreicher ihren Bedarf aus der heimischen Qualitätsproduktion decken können. Denn Schweinefleisch ist die beliebteste Fleischart in Österreich. Woran das liegt? Das Schnitzel ist die erklärte Lieblingsspeise bei österreichischen Konsumenten.

BIOLOGIE

Das Hausschwein gehört zu der Ordnung der Paarhufer und zur Familie der echten Schweine. Im Gegensatz zu den Wiederkäuern besitzen Schweine einen einhöhligen Magen. Sauen werden mit sechs Monaten geschlechtsreif und bringen in zwei Würfen pro Jahr je acht bis 14 Ferkel zur Welt. Die Tragzeit beträgt drei Monate, drei Wochen und drei Tage. Die Ferkel bleiben 21 bis 35 Tage zum Säugen bei der Sau. Mit etwa zehn Monaten bzw. 110 bis 120 Kilogramm sind die Tiere schlachtreif.

WUSSTEST DU, ...

... dass das Schwein ursprünglich vom Wildschwein abstammt und ein Allesfresser ist? Schweine sind Herdentiere, weshalb sie in Gruppen gehalten werden müssen. Platzbedarf, Bodenbeschaffenheit und Beschäftigungsmaterial - all diese Anforderungen an die Haltungssysteme regelt die erste Tierhaltungsverordnung.

HALTUNG

Schweine werden überwiegend in Ställen gehalten. Nur vereinzelt, oft auf biologisch wirtschaftenden Betrieben, findet man die Tiere auch in Freilandhaltung. Im Stall werden tragende und säugende Sauen, abgesetzte Ferkel, Jungsauen, Mastschweine und Eber getrennt voneinander gehalten. Daher sind die Ställe in Buchten für den jeweiligen Haltungsabschnitt eingeteilt. In der Schweinemast gibt es überwiegend strohlose Ställe mit Spaltenböden. Neben den Schweinen haben insbesondere Ferkel sehr hohe Anforderungen an das Stallklima. Aufzuchtstäle haben deshalb beheizte Ruhekisten und sind meist klimatisiert. In der Freilandhaltung finden die Tiere Unterschlupf in Schweinehütten. Die Fütterung erfolgt mit speziell abgestimmten Futtermitteln, die überwiegend aus Getreide bestehen. Mastschweine erhalten entweder drei- bis viermal täglich Futter oder können nach ihren eigenen Bedürfnissen fressen. Ferkel erhalten besoners energie- und eiweißreiches Futter.

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