Rind

Seine Ausbreitung erfolgte von Indien über Kleinasien bis nach Europa, wo sich unterschiedliche Rassen entwickelten. Über Jahrtausende wurde das Rind als Nutz- und Arbeitstier gehalten. Es versorgte den Menschen mit Milch und Fleisch. Mit seiner Zugkraft diente es für eine Vielzahl von Arbeiten.

RINDERRASSEN UND BESONDERHEITEN

Weltweit werden etwa 450 Rassen unterschieden. Zu den bekanntesten Rinderrassen in Österreich zählen Fleckvieh, Scharzbunte, Rotbunte und Braunvieh. Rinder gehören zu den Wiederkäuern. Sie haben einen mehrteiligen Magen, der aus drei Vormägen (Pansen, Netzmagen und Blättermagen) sowie dem eigentlichen Magen, dem sogenannten Labmagen, besteht. Die mithilfe von Bakterien im Pansen vorverdaute Nahrung wird ein zweites Mal gründlich gekaut - das sogenannte Wiederkäuen. Ein weibliches Rind trägt seinen Nachwuchs neun Monate und neun Tage aus. Eine Kuh hat eine Lebenserwartung von 20 Jahren.

HALTUNG

Der Boxenlaufstall ist die moderne Form des Rinderstalls. Hier können sich die Tiere frei bewegen und selbstständig verschiedene Bereich besuchen, um zu fressen, zu liegen oder gemolken zu werden. Damit Tiere und Stall relativ sauber bleiben, haben die meisten Ställe kleine Spalten im Boden der Laufgänge. Durch sie fallen Kot und Harn in einen unterirdischen Kanal und von dort in einen Sammelbehälter. Diese Stallform ermöglicht eine tiergerechte Haltung. Neben der Haltung muss aber auch das Futter optimal auf die Bedürfnisse der Tiere abgestimmt sein. In erster Linie ernährt sich das Rind von Gräsern, Kräutern oder anderen Pflanzen wie zB Mais. Diese werden frisch, getrocknet oder als Silage konserviert gefüttert. Ergänzt wird dieses sogenannte Grundfutter durch eiweißreiches Kraft- und Ergänzungsfutter.

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