Reis

Reis gehört zur Familie der Getreide und wird hauptsächlich in Ostasien angebaut. Eine Reispflanze benötigt sehr viel Wärme und auch Wasser. Doch auch in unseren Breiten wird mittlerweile Reis angebaut. Anders als die Felder in Asien werden sie bei uns allerdings nicht mit Wasser geflutet. Das Wasser dient vor allem dazu, ungeliebte Unkräuter von den Feldern fern zu halten. In Niederösterreich hingegen spricht man von einem Trockenanbau.

Erst bei Temperaturen über 15 Grad fült sich Reis so richtig wohl. Deshalb starten Bäuerinnen und Bauern in Österreich erst etwa Ende April mit dem Anbau. Dieser funktioniert wie bei anderen Getreidearten auch - mit der Sämaschine. Danach müssen Unkräuter so gut wie möglich von den Feldern ferngehalten werden. Sie sind Konkurrenzpflanzen und nehmen dem Reis die Nährstoffe weg. Muss Reis zwar nicht, wie in anderen Anbauländern üblich, geflutet werden, so hat er dennoch einen höheren Wasserbedarf als andere Getreidesorten. Bewässerungen sind somit optimal.

Reis blüht bei uns im August. Etwa einen Monat lang dauert es dann noch. Erst dann kann geerntet werden. Die Ernte erfolgt mit einem Mähdrescher. Der Reis wird nach der Ernte sofort getrocknet und gesäubert. Das Reiskorn wird dabei zuerst von seiner Spelze befreit und anschließend schonend poliert. Nur so erhält Reis seinen typischen Geschmack.

REISARTEN IM ÜBERBLICK

  • Brauner Naturreis: Brauner Reis ist Vollkornreis, der noch nicht poliert wurde, d.h. so viel wie jeder weiße Reis war auch einmal braun. Brauner Reis enthält mehr Nährstoffe als weißer, er braucht jedoch auch länger um beim Kochen weich zu werden. Den braunen Reis erkennt man an seinem nussigen Geschmack.
  • Schwarzer Naturreis: Man sagte einst, dass schwarzer Reis nur dem chinesischen Kaiser vorbehalten war. Heute jedoch wird er bereits im Burgenland kultiviert. Schwarzer Reis ist ebenfalls Vollkornreis jedoch erinnert er mit seinem Geschmack an warme Milch.
  • Roter Reis: Der berühmteste Rote Reis wächst in der französischen Camargue, von dort hat er auch seine Farbe, diese kommt nämlich von der roten Tonerde der Gegend. Auch in Indien und dem Burgenland wächst dieser Reis vereinzelt und wieder handelt es sich beim Roten Reis um einen Vollkornreis. Aufgrund seines Geschmackes wird er heute oftmals als Beilage bei Wildgerichten verwendet.
  • Carnaroli Rundkorn: Carnaroli Rundkorn ist die Risotto Sorte schlecht hin. Der Reis gilt noch als relativ jung und stammt ursprünglich aus Italien. Beim Kochen gibt dieser Reis genug Stärke für eine cremige Sauce ab, behält aber gleichzeitig den typischen knackigen Risotto-Biss. Wusstet ihr, dass Produzenten diesen Reis bis zu 7 Jahre lang lagern um noch bessere Risotti zu ermöglichen.
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