Eberraute

Die Eberraute gehört zur Familie der Korbblütler. Sie ist mit dem Beifuß, dem Wermut und dem Estragon verwandt. Die aufrechten Stängel werden bis zu einem Meter hoch. Der Großteil der Zweige ist verholzt, nur die neuen Triebe sind weich und krautig. In Mitteleuropa blüht die Eberraute spät, daher kommt es meistens nicht mehr zur Fruchtbildung.

© Michal

In unserem Klima reifen die Samen nicht aus und werden auch nicht im Handel angeboten. Die Vermehrung erfolgt durch Teilung älterer Pflanzen oder aus Stecklingen, die sich sehr leicht bewurzeln. Gut sortierte Stauden- und Kräutergärtnereien bieten die Eberraute an. Für den Bedarf einer Familie reicht eine Pflanze. Die Eberraute liebt kalkhältigen, trockenen und humusreichen Boden. Um ein Abfrieren zu vermeiden, sollte man vorsorglich für einen Winterschutz in Form einer Stroh- oder Reisigabdeckung sorgen. Im Frühling werden die schlanken holzigen Stängel etwas zurückgeschnitten, sie treiben dann wieder aus.

Den ganzen Sommer über werden die frischen, zarten Triebspitzen gepflückt. Im Juli und August haben sie den höchsten Wirkstoffgehalt. Die blühenden Zweige werden abgeschnitten und im Schatten getrocknet.

Das bittere Kraut unterstützt die Verdauung und Leberfunktion. Es wirkt fiebersenkend und bei Menstruationsbeschwerden krampflösend.

Die Eberraute duftet intensiv nach Zitrone, hat aber einen strengen, leicht bitteren Nachgeschmack. Daher sparsam dosieren. Passt gut zu fettem Fleisch, Hammel, Gans und Ente. Ein bis zwei junge Triebspitzen geben Salaten oder Topfenaufstrichen eine interessante Note.

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