Presseaussendungen

2022

Vermüllung schadet Mensch, Tier und der Umwelt

Littering, das achtlose Wegwerfen von Müll, ist ein großes Problem für die Umwelt. Es verunstaltet die Landschaft, gefährdet die Natur und verursacht hohe Kosten durch die Beseitigung. Diese Konsequenzen sind mehr oder weniger bekannt. Dass Littering aber auch ein Problem für die Landwirtschaft ist und zur Verunreinigung unserer Lebens- sowie Futtermittel führen kann, ist vielen nicht bewusst.

Littering gefährdet unsere Versorgung

Es ist eine Unsitte, Abfälle im öffentlichen Raum achtlos wegzuwerfen oder liegenzulassen. Das verunreinigt unsere wertvollen Böden und gefährdet neben der Biodiversität auch Nutz- und Wildtiere, Bodenorganismen und nicht zuletzt die Sicherheit der gesamten Nahrungsmittelkette. Jeglicher Abfall, der auf den Feldern landet, könnte zerkleinert und in den Boden eingearbeitet werden. Das hat zur Folge, dass unsere Lebensmittel letztendlich mit Müll verschmutzt werden. Das birgt ein Gesundheitsrisiko für Mensch und Tier. Es muss ein Selbstverständnis sein, mit den natürlichen Ressourcen sorgsam umzugehen und unsere Umwelt sauber zu halten. Unsere Natur ist kein Mistkübel. Das gilt in der derzeitigen Lage mehr denn je, denn verunreinigte Felder durch achtlos weggeworfenen Müll stehen einer sicheren Versorgung in unserem Land entgegen.

Müll am Weg- und Straßenrand sieht nicht nur grässlich aus, er mindert auch die Qualität und Sicherheit von Lebens- und Futtermitteln. Wird die Ernte verschmutzt, sind unsere Nahrungsmitteln mit Müll kontaminiert. Diese Verschmutzung ist möglicherweise nicht entfernbar und bei weggeworfenen Chemikalien auch nicht erkennbar. Dadurch kann ein gesundheitliches Risiko für Konsumenten entstehen. Aber auch für Wildtiere und Bodenorganismen stellen Abfälle eine Gefährdung dar und auch die Auswirkungen auf Nutztiere sind groß: Verunreinigte Futtermittel können Tiere krank machen, durch Blech-, Plastik- oder Glassplitter steigt das Verletzungsrisiko. Hinzu kommen Schädigungen an landwirtschaftlichen Maschinen und der erhöhte Arbeitsaufwand für die Landwirte, denn die Natur von Abfällen zu befreien, ist nicht zu unterschätzen.

Freiwillige leisten wertvollen Beitrag

Einen unschätzbaren Beitrag für eine saubere Umwelt leisten jedes Jahr tausende Freiwillige mit ihrem ehrenamtlichen Engagement bei Flurreinigungs- und Müllsammelaktionen. Zahlreich machen sie sich auf, um Wege und Felder vom Müll zu befreien und die Abfälle schließlich professionell und richtig zu entsorgen. Die Bilanz ist jedes Mal erschreckend! Ziel müsse es sein, Vermüllungen erst gar nicht entstehen zu lassen! Ebenso wie die Kaufentscheidung ist auch das richtige Entsorgen ein wichtiger Teil der Konsumentenverantwortung. Wer seinen Müll in die dafür vorgesehenen Sammelbehälter wirft, schützt unsere Natur, das Klima und letztendlich unsere zukünftigen Lebensmittel sowie die Futtermittel für unsere Tiere.


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Abteilung Agrarkommunikation der Landwirtschaftskammer NÖ

Tel.: +43(0)5 0259 28000, E-Mail: agrarkommunikation(at)lk-noe.at

Qualität aus Österreich ist unschlagbar

Der Aschermittwoch läutet den Beginn der 40-tägigen Fastenzeit ein. In Österreich kommt an diesem Tag traditionell Fisch auf den Tisch, idealerweise aus heimischen Teichen, Aquakulturen und Seen. Denn Speisefisch aus Österreich gilt aufgrund hoher Standards und strenger Vorgaben als nachhaltiges Qualitätsprodukt. Der Griff zum Fisch aus Österreich ist deshalb nicht nur während der Fastenzeit sinnvoll, sondern das ganze Jahr.

Fisch aus Österreich ist gesund, erweitert das regionale Kulinarikangebot und stärkt den ländlichen Raum

Die heimischen Speisefisch-Produzenten bewahren das traditionelle Fischerhandwerk und stellen seit vielen Jahren eindrucksvoll unter Beweis, dass nachhaltiges Wachstum im Einklang mit der Natur möglich ist und bei uns auch gelebt wird. Die Vielfalt und die Qualität sind ja da, es wird auch wieder verstärkt zum Waldviertler Karpfen gegriffen. Man kann den Trend wahrnehmen, dass die Leute weg von den Meeresfischen wollen. Im Sommer steigt die Nachfrage bei Forelle, Lachsforelle und Saibling, in der kalten Jahreszeit ist es dann ganz klassisch der Karpfen, frisch und geräuchert.

Speisefisch aus Österreich liegt im Trend

Vor allem in Bezug auf die Ernährungssicherheit führte die Corona-Krise zu einem Umdenken bei den Österreicherinnen und Österreichern, was die Wertschätzung für regionale Lebensmittel betrifft. Wenn dieser Trend anhält, profitiert auch die heimische Fischproduktion davon. Schon vor Ausbruch der Pandemie konnte die jährliche Produktion seit 2012 im Schnitt um etwa 1.400 Tonnen pro Jahr gesteigert werden. Der Speisefisch aus Österreich genießt aufgrund der nachhaltigen Produktionsweise mit sehr hohen Standards an Umwelt als auch Natur einen besonders guten Ruf. Ein paar regionale und sehr geschätzte Produkte sind zum Beispiel der Waldviertler Karpfen, der Steirer Karpfen oder auch der Kärntner Laxn.

Zahlen, Daten und Fakten zur Fischproduktion in Österreich:

  • Diese drei Fische stehen bei den Österreicherinnen und Österreichern aktuell besonders hoch im Kurs: Forellen, Karpfen und Welse.
  • In Österreich wurden im Jahr 2020 insgesamt 621 Tonnen Karpfen, 1.524 Tonnen Regenbogen- und Lachsforellen und 617 Tonnen Bachsaibling verkauft.
  • Laut Statistik Austria essen die Österreicherinnen und Österreicher pro Kopf 7,3 Kilogramm Fisch pro Jahr.
  • Die österreichischen Fischproduzenten erzeugen pro Jahr 4.700 Tonnen Speisefisch, das entspricht einem Selbstversorgungsgrad von knapp sieben Prozent.
  • In Österreich gibt es 526 Speisefisch-Produzenten, wobei die Zahl etwa doppelt so groß sein dürfte, wenn man auch Hobbyteichwirte dazurechnet.

Mehr Informationen

Auf der Website www.gutewahlfisch.at findet man laufend neue Informationen und Betriebe rund um die österreichische Aquakultur und Fischerei.

Weg der Lebensmittel: Vom Teich aufs Teller - Fisch aus Österreich

Infografiken zu Fisch

Rezepte mit Fisch

Brauchtum: Abfischfest


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Damals und heute Vertretung der Bäuerinnen und Bauern

Am 22. Februar 1922 beschloss der NÖ Landtag, als erster in ganz Österreich, die Errichtung der „Niederösterreichischen Landes-Landwirtschaftskammer mit Bezirksbauernkammern“. Sie wurde damals als Berufsvertretung der Land- und Forstwirtschaft eingerichtet und erfüllt diese Aufgabe heute noch. Auch wenn sich seither die Themen und Herausforderungen für die bäuerlichen Betriebe laufend verändert haben, so haben sich auch die Aufgaben der Landwirtschaftskammer damit weiterentwickelt.

Die Bäuerinnen und Bauern unterstützen und ihren Anliegen eine starke Stimme zu geben: Damals wie heute und auch in Zukunft

Als bäuerliche Interessenvertretung war und ist es auch heute unsere Aufgabe, Einzelinteressen zu einem großen Gesamtinteresse zusammenzuführen und zu vertreten. Die Kammer hat den Anspruch, einerseits die verschiedenen Herausforderungen der breit aufgestellten Betriebe anzugehen und andererseits eine gemeinsame Sprache für die Gesamtlandwirtschaft zu finden. Das ist nicht immer einfach. Was die Bäuerinnen und Bauern bewegt, nimmt die Landwirtschaftskammer als Auftrag. Sie zeigt Zukunftschancen auf, indem sie ihre vielfältigen Angebote stetig weiterentwickelt. Sie sucht den aktiven Dialog mit der Öffentlichkeit und ihren Partnern in der Wertschöpfungskette, um sie zu Verbündeten ihrer Anliegen zu machen; im Sinne einer wettbewerbsfähigen, flächendeckenden sowie bäuerlichen und somit vielfältigen Landwirtschaft, heute und in Zukunft.

100 Jahre Landwirtschaftskammer NÖ sind ein guter Anlass in Richtung Zukunft zu blicken

Mit dem Zukunftsplan 2020 bis 2025 stellt die Landwirtschaftskammer NÖ den Anspruch auf Themenführerschaft in der Agrarpolitik. Entwickelt wurde der Zwölf-Punkte-Plan mit den niederösterreichischen Bäuerinnen und Bauern. An seiner Umsetzung wird bereits auf Hochtouren gearbeitet.

Geschichte der Landwirtschaftskammer NÖ im Überblick

Mit dem Zerfall der Monarchie nach dem Ersten Weltkrieg waren die großen Kornkammern, wie Ungarn, Polen und Westrumänien, weggebrochen. Großes Ziel war, die Bevölkerung mit Lebensmitteln zu versorgen. Diese Herausforderung konnte nur durch eine effizientere landwirtschaftliche Produktion im eigenen Land gemeistert werden. Mit dem Anschluss Österreichs an Deutschland verlor 1938 das Prinzip der gesetzlichen Interessenvertretung seine Gültigkeit. Erst 1945 erhielten die österreichischen Rechtsvorschriften wieder ihre Wirkung. Damit gab es auch wieder eine Landwirtschaftskammer und erneut die dringliche Aufgabe, die hungernde Bevölkerung zu ernähren. Der Wiederaufbau der Landwirtschaft nach dem Zweiten Weltkrieg war schwierig. Es mangelte praktisch an allem. Bauernhöfe waren zerstört, der Viehbestand dezimiert. Es fehlte an den notwendigsten Betriebsmitteln. Hamsterkäufe und Schwarzhandel verursachten irreguläre Marktzustände. Die Landwirtschaftskammer strebte eine Harmonisierung von Produktion und Bedarf an. Dabei halfen die 1950 eingeführten Marktordnungsgesetze, die erstmals Maßnahmen zur Preisregulierung vorsahen. Bei witterungsbedingten Ertragsverlusten unterstützt seit 1947 die Hagelversicherung. Mit der wirkungsvollen Starthilfe durch den „Marshallplan“ wurde das Ziel der Kammer erreicht: weitgehende Selbstversorgung und sogar ansteigender Agrarexport. Große Veränderungen brachte der EU-Beitritt 1995. Die nationalen Marktregelungen wurden von der Gemeinsamen EU-Agrarpolitik abgelöst.

Das Jubiläumsjahr „100 Jahre Landwirtschaftskammer NÖ“

Alle Interessierten lädt die Landwirtschaftskammer NÖ am 25. und 26. Juni zu den landesweiten Bezirksfesten anlässlich 100 Jahre Land NÖ ein. In einem eigenen Landwirtschaftscorner wollen wir 100 Jahre Landwirtschaft erlebbar machen. Ebenso machen wir am 3. September beim Landhausfest in St. Pölten sowie am 11. September im Rahmen des Festgottesdienstes anlässlich des Dirndlgwandsonntags im St. Pöltner Dom auf „100 Jahre Landwirtschaftskammer NÖ“ aufmerksam und laden herzlich dazu ein.


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Website zu „100 Jahre Landwirtschaftskammer NÖ“: 100jahre.lk-noe.at/


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Qualität und Transparenz ist das Credo beim heimischen Pflanzenschutz

Europäische und österreichische Landwirtschaft stellen die Versorgung mit Lebensmitteln, erneuerbaren Rohstoffen und Energie sicher. Nebenbei sorgen sie auch noch für die Umwelt und Transparenz bei jedem ihrer Produktionsschritte. Gerade auch im Pflanzenschutz ist das so. Dieser dient zur Sicherung von Ernte und Versorgung, indem die Pflanze gestärkt und geschützt vor Schädlingen und Krankheiten wird. Und auch hier punkten die heimischen Agrarbetriebe mit hoher Qualität, Effizienz und Nachvollziehbarkeit.

Josef Moosbrugger: Klares Ja zu Nachvollziehbarkeit!

Wenn auf österreichischen Betrieben Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden, kann man mit Professionalität und Transparenz rechnen. Jeder Anwender muss ausgebildet sein und einen Sachkundenachweis haben. Außerdem muss er jeden Mitteleinsatz genau dokumentieren und bei unabhängigen Vor-Ort-Kontrollen Fragen nach dem Was, Wann, Wo, Wieviel und Warum beantworten.

Johannes Schmuckenschlager: Kein Import von Intransparenz!

Werden Lebensmittel und andere Agrarprodukte importiert, wird dabei auch Intransparenz mittransportiert. Denn es ist unmöglich, für importierte Erzeugnisse Transparenz beim Pflanzenschutz herzustellen. Genau deshalb ist es so wichtig, auf die österreichische und europäische Landwirtschaft zu setzen. Nur dann kann man sich auch in Zukunft auf höchste Standards und Qualitäten verlassen. Neben all dem erbringen unsere bäuerlichen Familien schon seit vielen Jahren freiwillige Zusatzleistungen für den Naturschutz.

Franz Waldenberger: Trotz Vorreiterrolle weitere Verbesserungen angestrebt

Pflanzenschutzmittel sind oft erforderlich, um die von Konsumenten und Handel geforderte Lebensmittelqualität sicher zu stellen. Auch wenn in Österreich in den letzten Jahren schon sehr viel erreicht wurde, wird weiterhin hart daran gearbeitet, mit Fruchtfolge, Züchtung, innovativen Anbau- und Ausbringungsverfahren den Pflanzenschutz in Zukunft noch effizienter und zielgerichteter zu betreiben.



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2021

Mit regionalen Köstlichkeiten in das neue Jahr feiern

Zwischen Weihnachten und Neujahr steht der Genuss im Mittelpunkt. Mit regionalen Lebensmitteln der heimischen Bäuerinnen und Bauern steht dem perfekten Jahreswechsel nichts im Wege. Wer bewusst auf heimische Produkte setzt, bekommt nicht nur höchste Qualität, sondern leistet auch einen Beitrag für eine klimafitte Zukunft.

Unsere Bäuerinnen und Bauern decken das ganze Jahr über die Tische mit besten Lebensmitteln. Auch zum Jahresende können sich die Konsumenten darauf verlassen.

Der bewusste Kauf von regionalen Produkten hat zahlreiche positive Effekte, denn es profitieren Eigenversorgung, Klima, Arbeitsmarkt und Wirtschaft. „Wer zu heimischen Lebensmitteln greift, erhöht die Versorgungssicherheit, verhindert lange Transportwege, schützt somit das Klima, sichert Arbeitsplätze und schafft Wertschöpfung in der Region.

Speziell zu Feiertagen wie Weihnachten und Silvester setzen die Österreicherinnen und Österreicher auf „prickelnde Feiertagsgetränke“. 94 % der Österreicher trinken zu Silvester ein Glas Sekt. Im Jahr 2016 hat man die Herkunftskennzeichnung „Österreichischer Sekt mit geschützter Ursprungsbezeichnung“ eingeführt, um das Bewusstsein der Konsumenten für Sekt aus heimischer Produktion zu stärken. Die bäuerlichen Betriebe machen aber bei Sekt nicht halt, sie entwickeln in den verschiedensten Bereichen Produktinnovationen, so auch bei Frizzante oder Cider.

Wer regional kauft, schafft Versorgungssicherheit durch Bauern und Arbeit in NÖ

Schon kleine Änderungen beim Einkaufsverhaltens haben große Auswirkungen: Werden monatlich 5 Euro pro Haushalt mehr in regionale Lebensmittel investiert, schafft das alleine in Niederösterreich rund 770 zusätzliche Arbeitsplätze, Österreichweit sind es 4.340 zusätzliche Arbeitsplätze. Zudem wird dadurch die Wertschöpfung in Niederösterreich auf 38 Mio. Euro gesteigert sowie auf 197 Mio. Euro österreichweit, das ergab eine kürzlich veröffentlichte Studie.



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Landwirtschaftskammer NÖ startet Krypto-Weinkeller für heimische Weine

Tokens zum Trinken, und zwar aus österreichischen Trauben – das ist das Konzept von cryptoWine. Gemeinsam mit Capacity Blockchain Solutions entwickelte die Landwirtschaftskammer NÖ eine App, auf der man echte österreichische Salonweine ersteigern kann.

CryptoWine eröffnet einen neuen Markt für österreichische Qualitätsweine und das nicht nur in der EU, sondern auch in Japan und den USA.

CryptoWine ist die weltweit erste Plattform, die reale landwirtschaftliche Produkte im Bereich des stark wachsenden Non-Fungible Token (NFT)-Marktes anbietet. Die Weine werden zur Qualitätskontrolle laufend verkostet und mit einem Lagerzertifikat in einem professionellen Weinkeller gelagert. Gleichzeitig werden sie als NFT dem digitalen Weinkeller hinzugefügt. Den Wein kann man sich dann zum optimalen Trinkzeitpunkt liefern lassen – als digitale Wertanlage bleibt er weiter bestehen und kann als Token einfach gehandelt werden.

Tradition trifft auf Innovation

Kunden aus aller Welt können ihren eigenen Weinkeller mit österreichischen Spitzenweinen zusammenstellen – und das mit zentraler Lagerung. Via Wallet am Handy hat der Kunde seinen Weinkeller am Smartphone immer dabei und kann mit wenigen Klicks seine Weine ansehen, sortieren, liefern lassen oder sogar verschenken. Anstelle privater Einkaufsfahrten werden wenige, logistisch zusammengefasste Transportfahrten durchgeführt.

CryptoWine als innovative Geschenksidee

Aufgrund seiner einfachen Übertragbarkeit mittels Blockchain-Technologie eignet sich cryptoWine hervorragend als Geschenk ohne dabei nur ein Gramm CO2 auszustoßen. Ab Jänner 2022 ist, zusätzlich zu Kryptowährungen, auch die Teilnahme an der Auktion mittels Kreditkarte möglich.


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Website der Plattform CryptoWine: https://cryptowine.at/


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Aktionstage "Apfelsaft aus Apfel g'macht"

Die Vielfalt an Apfelsäften im Supermarkt ist riesig. Zahlreich sind auch die Herkunftsländer der Äpfel. Leider ist aufgrund mangelnden oder irreführenden Verpackungsangaben oft unklar, woher die Rohstoffe stammen. Für eine klare Kennzeichnung beim Apfelsaft setzt sich die Landwirtschaftskammer NÖ gemeinsam mit dem Landesobstbauverband ein.

Apfelsaft ist nicht gleich Apfelsaft! Es gibt Unterschied zwischen natürlichem Fruchtsaft, Fruchtsaft aus Konzentrat und Fruchtsaftgetränk.

Eine rot-weiß-rote Fahne auf Saftverpackungen heißt nicht, dass die Früchte aus Österreich stammen. Bei einem Storecheck der Landwirtschaftskammer NÖ im Jahr 2019 waren bei rund zwei Drittel der überprüften Säfte die Herkunft der Äpfel nicht ersichtlich. Wer deshalb auf Nummer sichergehen will, dem sei der Kauf von direktgepresstem Apfelsaft geraten. Bei den Produkten der heimischen Obstbaubetriebe stammen die Früchte von ihren hofeigenen Apfelbäumen, welche ohne Umweg zu Saft gepresst werden. Dieses Verfahren ist ganz natürlich, die Produktion sowie Verarbeitung in der Region klimaschonend und die Qualität entspricht höchsten heimischen Anbaustandards. Um Kindern und Erwachsenen die Herstellung von Apfelsaft zu zeigen und ihn frisch zu verkosten, wurde die Initiative "Apfelsaft aus Apfel g'macht" ins Leben gerufen.



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Woche der Landwirtschaft 2021: In allen NÖ Bezirken starten Hofgespräche

Bei der diesjährigen Woche der Landwirtschaft öffnen Bauernhöfe aus allen Bezirken Niederösterreichs ihre Hoftüren und laden Konsumenten zu Hofgesprächen ein. Anfang September eröffneten Aktionstage in den Supermärkten den Reigen an Herbstveranstaltungen, die den direkten Dialog zwischen Konsumenten und Bauern zum Ziel haben.

Bei den diesjährigen Hofgesprächen stellen die Bäuerinnen und Bauern ihre Betriebe vor.

Außerdem informieren sie über die Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion in den Bezirken und organisieren Verkostungen. Grillereien mit niederösterreichischen Qualitätslebensmitteln runden die Veranstaltungen der Woche der Landwirtschaft ab.

Qualitätslandwirtschaft aus der Region hat ihren Wert und braucht ihren Preis

Eine WIFO-Studie aus dem Jahr 2020 bestätigt eindrucksvoll, dass schon eine kleine Änderung des Einkaufsverhaltens große Wirkung hat: Werden monatlich 5 Euro pro Haushalt mehr in regionale Lebensmittel investiert, schafft das alleine in Niederösterreich rund 770 zusätzliche Arbeitsplätze; österreichweit sind es sogar 4.340 neue Arbeitsplätze. Zudem werden durch eine stärkere regionale Nachfrage Importe, die das Klima schädigen und deren Produktionsstandards wir nicht kennen, reduziert.

3.000 Konsumenten bei Aktionstagen der Seminarbäuerinnen

Unter dem Dach der Initiative „Das isst Österreich“ informierten am ersten bzw. zweiten September-Wochenende Seminarbäuerinnen im Handel, worauf man beim regionalen Einkauf schauen soll und welche Vorteile heimische Lebensmittel bieten. Durch direkte Gespräche sollte das Bewusstsein für die Vielfalt regionaler Lebensmittel geschärft und die Wertschätzung für die Arbeit, die dahintersteckt, erhöht werden. 3.000 Konsumenten konnten in den Supermärkten erreicht werden. Wer mindestens fünf Produkte mit einem Gütesiegel eingekauft hatte, konnte auch etwas gewinnen.

Gütesiegel als Qualitätszeichen

Die Landwirtschaftskammer NÖ unterstützt die Initiative „Das isst Österreich“, um die heimischen Herkunfts- und Qualitätszeichen, wie das rot-weiß-rote AMA-Gütesiegel oder das Qualitätszeichen „Gutes vom Bauernhof“, noch bekannter zu machen.



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Branchentreff unter dem Motto
„Auf die heimischen Bäuerinnen und Bauern ist Verlass“

Am Eröffnungstag der Internationalen Gartenbaumesse Tulln lud die Landwirtschaftskammer Niederösterreich gemeinsam mit der AMA-Marketing GmbH zum Branchentreff. Zahlreiche hochrangige Vertreter der Bundes- und Landesverbände von Garten-, Obst- und Gemüsebau, der Baumschulen sowie der thematisch befassten Schulen nutzten die Gelegenheit zum Get-together unter dem Motto:

"Wir sind da – nicht nur, wenn’s drauf ankommt. Verlass di drauf!"

Schließlich waren die 38.000 niederösterreichischen Bäuerinnen und Bauern von der Pandemie genauso hart betroffen wie viele andere Branchen. Eine gute Zusammenarbeit innerhalb der Branche ist wichtig, um der Zukunft auch weiterhin stark entgegentreten zu können und erfolgreich zu handeln.

Regionalität im Mittelpunkt

Die hohen Standards und die ausgezeichnete Qualität der Produkte sind bezeichnend für Österreich und der Trend zur Regionalität soll auch weiterhin unterstützt werden. So stehen regionale Produkte und die heimische Erzeugung in der Halle der Landwirtschaftskammer NÖ im Mittelpunkt.

Auszeichnung „Edler Tropfen“ verliehen

Jedes Jahr werden anlässlich der Ab Hof Messe Wieselburg die besten Produkte aus vielen Kategorien ausgezeichnet. Unter anderem werden bäuerliche Moste, Fruchtsäfte, Obstweingetränke, Essige, Marmeladen sowie Trockenobst und -gemüse und bäuerliche Brände und Liköre prämiert. Im Rahmen des Branchentreffs wurden die besten teilnehmenden Betriebe Niederösterreichs vor den Vorhang geholt, ihnen wurde die Auszeichnung „Edler Tropfen“ verliehen.



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Preisverleihung mit neuem Biodiversitätspreis: Wer sind die blühendsten Gemeinden Niederösterreichs?

In Niederösterreichs Gemeinden wurde gepflanzt, gejätet und der grüne Daumen unter Beweis gestellt. Dabei zeigte sich einmal mehr, wie wertvoll Pflanzen für das Ortsbild und die Wohlfühlatmosphäre sind. Vor allem Blumenwiesen und Bienenweiden lagen heuer im Trend und sorgten für blumige Aussichten in den Gemeinden. Bereits zum 53. Mal wurden die schönsten Gemeinden, im Rahmen der Initiative „Blühendes Niederösterreich“, vor den Vorhang gebeten. Als besonderes Highlight wurde heuer erstmals ein Biodiversitätspreis verliehen.

73 Gemeinden nahmen am blütenreichen Kräftemessen teil und zeigten, welch außergewöhnliche Blütenpracht in ihnen steckt.

Biodiversitätspreis erstmals verliehen

Wie wichtig ein nachhaltiger Umgang mit der Natur ist, wurde heuer auch bei der Initiative „Blühendes Niederösterreich“ in den Mittelpunkt gestellt. Ein eigener Biodiversitätspreis wurde dafür von Landwirtschaftskammer Niederösterreich-Präsident Johannes Schmuckenschlager ins Leben gerufen. Mit diesem Preis will die Landwirtschaftskammer zeigen, dass jeder Einzelne etwas für die Artenvielfalt tun kann. Insgesamt wurden 17 Projekte eingereicht.

Drei Gemeinden – drei Projekte – drei Mal mehr Artenvielfalt

Perchtoldsdorf überzeugte die Fachjury mit einem Insekten-Highway. Amstetten punktete mit ökologischen Pflegemaßnahmen und der fachkundigen Betreuung einer Ökologin. Thaya vereinte mit Biodiversitätsmaßnahmen gleich ganze Generationen und sorgte mit Totholzflächen, einem Insektenhotel usw. für Bewusstseinsbildung in der Gemeinde. Generell zeichnete sich heuer in den Gemeindebeeten und den Blumentöpfen eines ab: Insekten liegen im Trend.

Preisträger 2021 nach Kategorien

Gruppe Kleinstgemeinden

1. Trabersdorf
2. Hornsburg
3. Hummelberg
4. Zweiersdorf

Gruppe 1

(250 bis 800 Einwohner)
1. Hollenstein a.d. Ybbs
2. Kollersdorf-Sachsendorf
3. Langau
4. Lichtenegg

 

Gruppe 2

(800 bis 3.000 Einwohner)
1. Kirchberg a.d. Pielach
2. Droß
3. Reisenberg
4. Bockfließ

 

Gruppe 3

(über 3.000 Einwohner)
1. Wieselburg
2. Leobersdorf
3. Mödling

 

Sonderpreise

  • Ehrenpreis der Landeshauptfrau: Bad Traunstein
  • Ehrenpreis des LK-Präsidenten „Biodiversität“: Perchtoldsdorf, Amstetten und Thaya
  • Ehrenpreis „Öffentliche Grünflächen“: Schwechat
  • Schönster Friedhof: Hollenstein und Stockerau

Sonderpreis
„Natur im Garten“

Kategorie bis 5.000 Einwohner
1. Platz: Krumbach
2. Platz: Sulz im Weinviertel
Anerkennungspreis: Euratsfeld

 

Sonderpreis
„Natur im Garten“

Kategorie über 5.000 Einwohner
1. Platz: Tulln
2. Platz: Mistelbach und Waidhofen/Ybbs

 

 

Sonderpreis der Landarbeiterkammer

1. Platz: Akim Aigner
2. Platz: Maria Schuster
3. Platz: Birgit Pold

 



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71. NÖ Almwandertag - In Maiersdorf bei der Hohen Wand stand „FairHalten auf der Alm“ im Mittelpunkt

Rund 1.100 Besucher pilgerten zu Mariä Himmelfahrt nach Maiersdorf bei der Hohen Wand. Grund dafür war der 71. Niederösterreichischen Almwandertag. Dabei wird gezeigt, wie wertvoll Almen und Weiden für die landwirtschaftliche Produktion, unsere Kulturlandschaft, unsere Wirtschaft und unsere Freizeitgestaltung sind. Sie haben einen enormen Artenreichtum und sind Produktionsgrundlage für unsere Lebensmittel.

Mit 111 Almen und Gemeinschaftsweiden, 860 auftreibenden Betrieben sowie 6.800 Rindern ist die Alm- und Weidewirtschaft für Niederösterreich zentraler Zukunftsfaktor für Produktion und Tourismus.

Die Almbewirtschafter verbinden in ihrer täglichen Arbeit Tradition, Brauchtum und Moderne und schaffen dadurch zusätzlich ein Paradies für Erholungssuchende und Naturliebhaber. Bei all der Idylle vergisst man allerdings, dass es auf der Alm auch gefährlich werden kann. Ein respektvoller und fairer Umgang mit Tier, Pflanze und Mensch ist wichtig, damit Almen und Weiden auch künftig Freude bereiten.

Beitrag der Bäuerinnen und Bauern

Almen und Weiden sind, so wie wir sie heute kennen, durch die Arbeit von Bäuerinnen und Bauern entstanden. Seit Jahrtausenden bewirtschaften sie ihre Almen mit viel Engagement und Idealismus. Damit das so bleibt, müssen wir nicht nur die Herausforderungen rund um den Klimawandel gemeinsam anpacken, sondern auch die gesellschaftliche Wertschätzung des Produktionsstandorts Alm sicherstellen. Es braucht ein respektvolles Miteinander sowie einen verantwortungsbewussten Umgang mit Tieren und Pflanzen.



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Beste Top-Heurige im Land prämiert

Im Rahmen der NÖ Landesweinprämierung 2021 bewiesen die niederösterreichischen Top-Heurigen wieder einmal ihre Weinqualitäten der Spitzenklasse. Die erfolgreichsten Teilnehmer der einzelnen Weinbaugebiete wurden nun mit einem Sonderpreis geehrt.

Exakt 914 Weine wurden dabei zur Bewertung eingereicht.

Top-Heuriger mit Top-Qualität

Top-Heuriger zeichnet sich als eine Marke aus, auf die man sich verlassen kann. Von der Weinqualität, über Wohlfühlcharakter im Buschenschanklokal und fachkundiger Betreuung durch die Heurigenfamilie bis hin zum regionalen Speisenangebot. Die NÖ Buschenschänker verköstigen mit Top-Weinen, Top-Qualität und Top-Speisen aus der Region – mit einem Wort, sie sind ein Top-Heuriger!

Mit höchster Weinqualität und Gastfreundschaft überzeugten:

  • Weinbaugebiet Carnuntum: Weingut Robert Nadler, Arbesthal (Bezirk Bruck/Leitha)
  • Weinbaugebiet Kamptal: Weinhof Waldschütz, Oberholz (Bezirk Krems-Land)
  • Weinbaugebiet Kremstal: Winzerhof Familie Dockner, Höbenbach (Bezirk Krems-Land)
  • Weinbaugebiet Thermenregion: Weingut Familie Schlager, Sooß (Bezirk Baden)
  • Weinbaugebiet Traisental: Winzerhof Erber, Oberwölbling (Bezirk St. Pölten-Land)
  • Weinbaugebiet Wagram: Weingut Ubl-Doschek, Kritzendorf (Bezirk Tulln)
  • Weinbaugebiet Weinviertel: Weingut & Heuriger Familie Deutsch, Hagenbrunn (Bezirk Korneuburg)

 

 


Mehr Informationen

Website von Top-Heuriger: https://www.top-heuriger.at/

Top-Heuriger als Geprüfte Qualität

Das Projekt Top-Heuriger


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NÖ Landesweinprämierung 2021 - Beste Weine des Landes ausgezeichnet

Die NÖ Landesweinprämierung ist schon lange ein Fixpunkt im Weinjahr. Bereits zum 34. Mal werden heuer die besten Weinbaubetriebe Niederösterreichs prämiert. 925 Betriebe stellten sich heuer dem größten Weinwettbewerb des Landes.

Mit 6.035 eingereichten Weinen wurde erstmals die 6.000er-Hürde geknackt und damit ein neuer Rekord erzielt.

Das Landessieger-Siegel zeichnet aus

In 18 unterschiedlichen Kategorien wurden die besten Weine Niederösterreichs gekürt. Diese dürfen künftig das diesjährige Landessieger-Siegel tragen. Bei den Winzern und auch bei den Konsumenten hat sich die Auszeichnung längst als anerkannte Qualitätsbestätigung und geschätzte Orientierungshilfe auf der Suche nach den besten Weinen etabliert.

Weingut Hagn wird „Weingut des Jahres 2021“

Mit einem Landessieger und fünf Finalisten wurde das Weingut Hagn aus Mailberg zum besten Betrieb gekürt. Es sichert sich damit bereits zum sechsten Mal diesen begehrten Titel.


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FairHalten auf der Alm und in der Natur, bringt dir Freude und Erlebnis pur!

Jeder von uns will die wunderschöne Landschaft, die Natur und die Almen genießen. Erlebnis, Spaß und Action darf dabei natürlich auch nicht zu kurz kommen. Damit wir alle die Natur genießen können und dabei niemand – weder Tier, noch Mensch – auf der Strecke bleiben, gibt es ein paar leicht umsetzbare „FairHaltens-Regeln“. Wenn jeder von uns diese berücksichtigt, steht einem rücksichtvollen Miteinander und einem verantwortungsvollen Umgang mit der Natur nichts mehr im Weg.

Auf dem Weg bleiben

Wer nur markierte Wanderwege und Forststraßen nutzt, schützt die Artenvielfalt und das Futter der Weidetiere. Viele verschiedene Gräser und Kräuter wachsen auf Wiesen und Weiden, außerdem tummeln sich darin viele Insekten. Beim Betreten werden Futter und Pflanzen- und Tierarten, die darin leben, zerstört.

Abfall vermeiden

Weide- und Wildtiere finden auf Wiesen und Weiden Futter. Weggeworfener Müll gefährdet ihre Gesundheit. Verschluckte Glasscherben und verdorbene Lebensmittelreste verursachen Vergiftungen und Verletzungen. Aber auch Dinge wie Taschentücher und Bananenschalen benötigen viele Jahre zum Verrotten.

Mountainbiken am Tag

Das Querfeldeinradeln mit dem Mountainbike zerstört die Grasnarbe und verängstigt auch die Weidetiere. Deshalb ist das Biker-Fairplay so wichtig. Das Fahren mit dem Mountainbike ist auf allen offiziell genehmigten und ausgeschilderten Mountainbike-Strecken von April bis Oktober zu bestimmten Zeiten erlaubt.

Töne der Natur genießen

Unsere Weidetiere lieben, wie die meisten Besucher, Ruhe. Lärm und rasches Zulaufen erschrecken die Tiere und führen zur Flucht oder in seltenen Fällen zum Angriff. Nie mit Armen oder Stöcken herumfuchteln oder Lärm machen. Auf die Weidetiere nicht frontal zugehen, ihnen nicht direkt in die Augen schauen und nicht den Rücken zukehren. Wenn die Weidetiere am Wanderweg stehen, gehen wir in einem großen Bogen um sie herum. Damit vermeiden wir erschreckte Weidetiere und brenzlige Situationen.

Weidezaun beachten

Zaun und Tor nicht zerstören, nicht drüber klettern, bitte wieder schließen. Damit unterstütze ich den Hirten bei seiner Arbeit und die Weidetiere bleiben auf der vorgesehenen Weidefläche. Zur richtigen Bewirtschaftung einer Alm- und Weidefläche gehört auch ein entsprechendes Weidemanagement dazu. Damit die Weidetiere immer genügend Futter haben, werden die vorhandenen Weideflächen unterschiedlich lange beweidet. Die Eingrenzung der Weidegebiete erfolgt mit Weidezäunen und Weidetoren.

Kühe nicht streicheln

Weidetiere haben gern ihre Ruhe. Mutterkühe beschützen ihre Kälber und sehen es als Bedrohung an, wenn man sich den Kälbern nähert. Besonders wenn Hunde mitgeführt werden und der Sicherheitsabstand verletzt wird, kann es zu brenzligen Situationen führen. Oft reagiert die ganze Herde auf das Rufen eines Kalbes. Halten wir Distanz (mind. 20 Meter Abstand zu den Weidetieren), bleiben möglichst auf dem Wanderweg und gehen wir ruhig und gelassen mit großem Abstand an der Herde vorbei ohne sie zu streicheln und zu füttern.

Hunde an die Leine

Weidetiere nehmen freilaufende Hunde als Bedrohung wahr. Wird jedoch der angeleinte Hund angegriffen, muss er freigelassen werden. Hunde sind schneller als Rinder und können rasch unter den Weidezäunen durchschlüpfen. Nur Hunde mitnehmen, die den Befehlen des Besitzers gehorchen. Damit schützen wir uns, unseren Hund und auch die Weidetiere.

Hundekot ist kein Dünger

Er enthält Parasiten, die bei Tieren oder Menschen Krankheiten auslösen können. Hundekot verschmutzt auch das Futter der Weidetiere und es wird dann nicht mehr gefressen. Wie im Dorf oder in der Stadt nehmen wir den Hundekot mit dem Sackerl wieder mit und entsorgen ihn richtig. Damit schützen wir das Futter unserer Weidetiere und verhindern schwere Krankheiten.

Lagerfeuer ist gefährlich

Mit dem Entzünden von illegalen Grillfeuer werden nicht nur wertvolle Futterflächen vernichtet, sondern auch zahlreiche Lebewesen. Die Gefahr des Übergreifens des Feuers auf den Wald ist groß und kann zu einer Katastrophe führen. Benutzen wir für Lager- und Grillfeuer nur dafür vorgesehene genehmigte Camping- und Grillplätze.


Mehr Informationen

Outdoor Fair-Play-Regeln vom Amt der NÖ Landesregierung

Verhaltensregeln für Erholungssuchende im Wald


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Abteilung Agrarkommunikation der Landwirtschaftskammer NÖ

Tel.: +43(0)5 0259 28000, E-Mail: agrarkommunikation(at)lk-noe.at

Unser Wald zur Freizeitnutzung

Viele Menschen nutzen den Wald und die Natur, um Erholung zu suchen. Derzeit sind mehr Wanderer, Schitourengeher, Schifahrer, Schneeschuhwanderer und Langläufer unterwegs als in Vor-Corona-Zeiten. Die Österreicherinnen und Österreicher entdecken die Natur wieder.

In den heimischen Wäldern herrscht aber aktuell Hochsaison für die Ernte von Holz und Pflegemaßnahmen.

Die Holzernte ist eine schwere und gefährliche Arbeit und stellt ein entsprechendes Gefahrenpotential für alle Waldbesucher dar, wenn die geltenden Regeln nicht eingehalten werden. Jedem Waldbesucher muss bewusst sein, dass der Wald ein wichtiger Arbeitsplatz ist. Tourismus- und Sportlandesrat Jochen Danninger und Landwirtschaftskammer NÖ-Präsident Johannes Schmuckenschlager appellieren daher an die Waldbesucher, sich mit der nötigen Umsicht und unter Beachtung der Regeln im Wald aufzuhalten. Nicht nur in der winterlichen Jahreszeit, sondern ebenso im auch im Sommer.

Wald als Arbeits- und Lebensraum

Der Wald ist auch Arbeitsraum für Land- und Forstwirte sowie Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Daher sollten alle Aktivitäten mit viel Bedacht und Verantwortungsbewusstsein unter Einhaltung der geltenden Regeln und mit dem Wissen gesetzt werden, dass wir in den heimischen Wäldern nur zu Gast sind. Das Schild mit der Aufschrift „Befristetes forstliches Sperrgebiet - Betreten verboten“ mit der angeführten Frist der Sperre und dem Zusatzschild „Gefahr durch Waldarbeit“ ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass Waldarbeiten durchgeführt werden.

Aufforstungsflächen dürfen nicht betreten werden

Ist die Holznutzung abgeschlossen, sind die Waldbesitzer verpflichtet, diese Flächen wieder zu bewalden. Diese Verjüngungsflächen schützt das Gesetzt besonders streng. Sind die Bäume auf den wieder bzw. neu bewaldeten Flächen niedriger als 3 Meter, dürfen diese Flächen nicht betreten werden. Das ist wichtig, um Schäden zu vermeiden und um eine nachhaltige Waldwirtschaft zu erhalten.



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Regionalitäts-Check: Haferflocken und Birchermüsli

Haferflocken und Müsli dürfen am gesunden Frühstücktisch der Österreicherinnen und Österreicher nicht fehlen. Wer sich bewusst ernährt, achtet auch immer öfter darauf, wo seine Lebensmittel herkommen. Gerade bei Getreide gehen oft viele Konsumentinnen und Konsumenten automatisch davon aus, dass es aus Österreich kommt. Der Regionalitäts-Check von Haferflocken und Birchermüsli lieferte ernüchternde Ergebnisse.

Nur 20 % der untersuchten Haferflocken kommen auch tatsächlich aus Österreich.

Unter den im Rahmen des Regionalitäts-Checks getesteten Müslis gab es nur ein einziges Produkt, von dem die Haferflocken aus Österreich stammten. Außerdem wurden Produkte entdeckt, wo die Herkunftskennzeichnung gänzlich fehlte. Dadurch war es überhaupt unmöglich herauszufinden, ob man nun ein österreichisches Produkt in Händen hält oder nicht.



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2020

Mit Bienenwanderbörse Bauern und Imker besser vernetzen

Die NÖ LandwirtInnen und ImkerInnen leisten einen wesentlichen und wertvollen Beitrag für die naturräumliche und kulturlandschaftliche Vielfalt in Niederösterreich. Unter allen Bestäubern spielt die Honigbiene die größte ökologische Rolle.

Fast 80 % aller Nutz- und Wildpflanzen werden von der Honigbiene bestäubt.

Die Bienenwanderbörse

Um die Partnerschaft zwischen den Landwirten und Imkern zu intensivieren, hat die Landwirtschaftskammer NÖ mit Unterstützung des Landes Niederösterreich eine digitale Bienenwanderbörse ins Leben gerufen. Auf der Online-Plattform www.bienenwanderboerse.at haben Bäuerinnen und Bauern die Möglichkeit, ihre land- und forstwirtschaftlichen Flächen den Imkern für ihre Bienenvölker anzubieten. Ebenso ist es Imkern möglich, Flächen für ihre Völker zu finden.

Ziel des Projekts

Dieses Projekt soll zum Erhalt der Biodiversität und der Ernteerträge beitragen. Außerdem sollen wichtige Ökosysteme erhalten bleiben und ihr Bestand noch dazu gefördert werden. Die Ernteerträge in der Landwirtschaft und im Obstbau nehmen dadurch ebenso zu, genauso wie die Honig- und Pollenerträge. Bienen und Landwirtschaft sind untrennbar miteinander verbunden.

Aufbau der Website Bienenwanderbörse

Auf der Plattform registrierte Bäuerinnen und Bauern haben die Möglichkeit, Imkern land- und forstwirtschaftliche Flächen als Standorte für Wanderungen anzubieten. Ebenso sollen registrierte Imker ihr Interesse für Wanderungen zu bestimmten Trachtflächen in bestimmte Regionen anmelden können. Daneben haben auch Gemeinden und Firmen die Möglichkeit sich zu registrieren, wenn sie über geeignete Flächen verfügen. Die Website enthält eine übersichtliche Landkarte für Imker, wo aktuell gesetzliche Einschränkungen der Bienenwanderung gegeben sind. Gemeint sind damit Reinzuchtbelegstellen und Sperrkreise, welche per Verordnung erlassen werden. In diese Bereiche ist eine Zuwanderung mit Bienenvölkern nicht erlaubt. Dies bietet einen erheblichen Mehrwert für die Imker.

Wir für Bienen-Kampagne

Die digitale Bienenwanderbörse, die von der Landwirtschaftskammer NÖ, dem NÖ Imkerverband und der Biene Österreich konzipiert wurde, knüpft damit an die Kampagne „Wir für Bienen“ an. Der Fokus hier liegt auf der Biodiversität in Niederösterreich. Sie ruft die gesamte Bevölkerung auf, ihren Teil zur biologischen Vielfalt beizutragen und den Bienen und Insekten Heimat zu geben.



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Ostereier aus Niederösterreich stehen für Qualität

Ein hart gekochtes Ei zur Jause, vielleicht sogar ein buntgefärbtes? In Österreich werden mittlerweile etwa 60 Millionen Farbeier verspeist. Davon rund 12 Millionen in Niederösterreich – das sind ca. 7 Eier pro Kopf. Aber woher weiß man, von wo das Ei kommt?

In Niederösterreich sorgen 457 Eierbauern mit 2,03 Millionen Legehennen dafür, dass es auch rund um Ostern genug heimische Eier am Markt gibt.

Gefärbte Eier und Frischeier werden im Supermarkt gekennzeichnet, damit die Konsumenten wissen, ob sie aus Österreich stammen. Wer auf Nummer sichergehen will, der greift im Regal zum AMA-Gütesiegel oder kauft direkt beim Eierbauern ein.

Handlungsbedarf bei Ei-Produkten

Aber wie sieht das beim Außer-Haus-Verzehr aus? Woher kommen die verarbeiteten Eier? Bei anderen Vertriebskanälen wie etwa dem Außer-Haus-Verzehr gibt es Handlungsbedarf. Werden nicht Frischeier oder gekochte Eier gekauft, sondern verarbeitete Ei-Produkte, sind ausländische Frischeier und Farbeier mit nicht deklarierter Haltungsform auch im Umlauf. Auch im Außer-Haus-Verzehr ist es genauso.

Verpflichtende Kennzeichnung gefordert

Eine verpflichtende Kennzeichnung von Produkten mit Ei-Anteil, wie Kuchen oder Nudeln, wäre ein zentraler Schritt für den Ausbau des Vertrauens in heimische Lebensmittel. Das schafft mehr Klarheit für Konsumenten und mehr Wertschöpfung für unsere heimischen Bäuerinnen und Bauern. Das System der lückenlosen Rückverfolgbarkeit über die Österreichische Eierdatenbank führt zu höchstmöglicher Sicherheit. Diese Anwendung könnte auch für Verarbeitungsbetriebe genutzt werden.

Ostereier aus Niederösterreich

Mittlerweile werden bereits 20 Millionen gefärbte Eier von niederösterreichischen Betrieben produziert. Ein Traditionsbetrieb aus dem Tullnerfeld ist Familie Schrall, eine der vier österreichischen Färbereien. Auch viele Eierbauern lassen hier ihre Eier färben. Die Hauptabnehmer der AMA-Gütesiegel-zertifizierten Ostereier von der Familie sind Handelsketten in Österreich.



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Infokampagne: "Wirf nix weg - hier wächst dein Essen"

Achtlos weggeworfener Müll, auch Littering genannt, hat viele Auswirkungen. Er verunstaltet die Landschaft, gefährdet die Natur und verursacht hohe Kosten. Dass Littering aber auch ein Problem für die Landwirtschaft ist und zur Verunreinigung unserer Lebensmittel führen kann, ist vielen nicht bewusst. Aus diesem Grund machen die Landwirtschaftskammer NÖ und die Altstoff Recycling Austria AG (ARA) mit ihrer Umweltinitiative „Reinwerfen statt Wegwerfen“ gemeinsame Sache und setzen ein Zeichen gegen die Vermüllung der Umwelt.

Littering ist ein Gesundheitsrisiko für Mensch und Tier.

Folgen von Littering

Achtlos weggeworfener Müll im öffentlichen Raum ist eine Unsitte und gefährdet neben der Biodiversität auch Nutz- und Wildtiere, Bodenorganismen und nicht zuletzt die Sicherheit der gesamten Nahrungsmittelkette. Auswirkungen hat Littering also nicht nur auf die Lebens- und Futtermittel, sondern auch auf die Bäuerinnen und Bauern. Es ist aufwendig, die Felder vom Müll zu befreien und macht teure Reparaturen geschädigter Maschinen notwendig.

Felder sauber halten und Ressourcen schonen

Jeglicher Abfall, der auf den Feldern landet, könnte zerkleinert und in den Boden eingearbeitet werden. Dadurch kann es zur Verschmutzung der Ernte und letztendlich der Lebensmittel kommen. Das stellt ein Gesundheitsrisiko für Mensch und Tier dar. Ziel muss es daher sein, Littering erst gar nicht entstehen zu lassen.

Die Umweltinitiative „Wirf nix weg – hier wächst dein Essen“

Um die Bevölkerung auf die Problematik aufmerksam zu machen, sollen Hinweistafeln neben den Feldern, Äckern, Wiesen und Wäldern aufgestellt werden mit der Botschaft „Wirf nix weg – hier wächst dein Essen“. Unsere zukünftigen Nahrungsmittel und die Futtermittel der Tiere sollen so geschützt werden.



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2019

Regionalitäts-Check: Honig

Woher kommt eigentlich unser Honig? Dieser Frage ging die Landwirtschaftskammer NÖ zusammen mit dem NÖ Imkerverband beim Regionalitäts-Check Honig nach. Fehlende Herkunftsangaben führen nicht nur Konsumentinnen und Konsumenten in die Irre, es geht hier auch regionale Wertschöpfung verloren. Im Handel und im Außer-Haus-Verzehr fehlen oft klare Herkunftsangaben:

Bei fast zwei Drittel der Produkte ist die Herkunft nicht klar nachvollziehbar.

Lückenlose Herkunftskennzeichnung nützt allen

Die hohen Produktionsstandards und kleine Betriebsgrößen machen die heimische Landwirtschaft aus. Die Konsumentinnen und Konsumenten können sich aber nur dann für regionale hochwertige Produkte entscheiden, wenn es eine klare Herkunftskennzeichnung gibt. Es geht hier um Entscheidungsfreiheit und Wertschätzung unserer Bäuerinnen und Bauern.

Die Ergebnisse des Herkunfts-Checks

55 Honige im Lebensmitteleinzelhandel wurden untersucht.
Bei 64 % der getesteten Honige war die konkrete Herkunft auf der Verpackung nicht ersichtlich.

  • 51 % von den 64 % untersuchten Honige hatten als Herkunftsvermerk „Mischung von Honig aus EU-Ländern und/oder Nicht-EU-Ländern“
  • 2 % waren „Mischung von Honig aus EU-Ländern“
  • 2 % waren „Mischung von Honig aus Nicht-EU-Ländern“
  • 9 % hatten Herkunftsangaben wie z. B. Deutschland, Italien, Rumänien, Brasilien, Kuba, Mexiko, Argentinien, Chile – meist war es eine Honigmischung aus diesen Ländern.

Das heißt, bei fast zwei Drittel der Produkte gab es weder Informationen zu den einzelnen Herkunftsländern noch zum Anteil der einzelnen Honige an der Honigmischung.

Bei nur 36 % der Honige war Österreich als Herkunftsland angegeben.

Wer hat den Honig hergestellt?

Bei 84 % aller getesteten Honige war kein Hersteller ersichtlich. Sie hatten lediglich den Vermerk „abgefüllt/hergestellt für“, was aber keinen Schluss auf die Herkunft zulässt. Wie bei vielen anderen Produktgruppen bedeutet auch beim Honig eine rot-weiß-rote Fahne auf der Verpackung nicht automatisch, dass der Honig aus Österreich stammt. „Abgefüllt in Österreich“ ist hier auch irreführend.

Es braucht Transparenz

Die Landwirtschaftskammer NÖ fordert mehr Transparenz, eine klare und lückenlose Herkunftskennzeichnung und ein Verbot von täuschenden Herkunftsangaben. Regionale Vermarktungsinitiativen sollen verstärkt unterstütz und heimische geschützter Herkunftsangaben und Ursprungsbezeichnungen (g.U., g.g.A.) ausgebaut werden. Ebenso wird die Kennzeichnung von Importware mit deutlich niedrigeren Produktionsstandards gefordert.



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Verleihung Innovationspreis Vifzack

Innovationen sind in der Land- und Forstwirtschaft angekommen. Sie haben auf unterschiedlichste Art und Weise Einzug gehalten. In ganz Niederösterreichs zeigen Bäuerinnen und Bauern wie kreativ und innovativ ihre Familienbetriebe sein können. Dabei legen sie herausragende Leistungen an den Tag und schaffen mit viel Durchhaltevermögen und Know-how großartige Projekte.

Vorhang auf für Innovationen

Um die Leistungen der Betriebe vor den Vorhang zu holen und auch anderen Bäuerinnen und Bauern Mut zu machen, am eigenen Betrieb innovativ zu sein, hat die Landwirtschaftskammer Niederösterreich 2019 erstmals den Innovationspreis Vifzack vergeben.

65 engagierte Bäuerinnen und Bauern aus ganz Niederösterreich haben sich beworben und stellten sich mit ihren erfolgreich umgesetzten Projekten einer Fachjury.

Die drei Sieger der zehn Finalisten wurden im Rahmen der Auftaktveranstaltung am 30. Oktober in Krems ausgezeichnet. Weiters wurde der Publikumspreis vergeben, wo Interessierte online für ihren Favoriten unter den Einreichungen abstimmen konnten. Damit sollen engagierte Bäuerinnen und Bauern in Niederösterreich, die innovative Projekte auf ihren Betrieben erfolgreich umgesetzt haben, ausgezeichnet und ihre Leistungen anerkannt werden.

1. Platz

Ernte und Keimanlage für Weizengras
Stefan Artner aus St.Veit/Triesting

2. Platz

Produktion von Regenwurmhumus
Fam. Thaller aus Zwettl

3. Platz

Es geht auch ohne Lift bergauf
Fam. Rosinger & Gruber aus Corona/Wechsel

Publikumssieger

Unser Schulbauernhof
Barbara Theuretzbacher aus Lunz/See



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20 Jahre Schule am Bauernhof

Was tut sich auf einem Bauernhof? Was macht ein Bauer den ganzen Tag? Wie leben die Tiere am Hof? Viele Menschen haben heutzutage keinen Bezug mehr zur Landwirtschaft und kennen diese nur noch aus dem Fernsehen. Für viele ist der Bauernhof zu einer fremden Welt geworden – weit weg und ohne Bezug zu den Lebensmitteln im Supermarktregal. Um hinter die landwirtschaftlichen Kulissen zu Blicken und den Weg der Lebensmittel zu erforschen, haben es sich die Bäuerinnen und Bauern Niederösterreichs zum Ziel gemacht, diese Einblicke auch für die Jüngsten der Gesellschaft erfahr- und erlernbar zu machen.

Bereits 143 Betriebe in Niederösterreich öffnen ihre Hoftore für junge Konsumenten.

20 Jahre offene Stalltore

„Schule am Bauernhof“ zählt zu den erfolgreichsten Bildungsinitiativen im landwirtschaftlichen Bereich. Dabei werden Bauernhöfe für Schulklassen und Kindergärten zu Erlebnis- und Lernorten. Und das seit nunmehr 20 Jahren! Bäuerinnen und Bauern empfangen Schulklassen auf Ihren Betrieben und informieren nach pädagogischen Grundsätzen über das Leben und Arbeiten am Bauernhof. Jungen Menschen sollen so die vielfältigen Aspekte der heimischen Landwirtschaft und ein bewusstes Konsumverhalten nähergebracht werden.

Der Profi selbst informiert

Schule am Bauernhof-Anbieter sind fachlich und methodisch geschulte Betriebe, die sich darauf freuen, Kindern und Jugendlichen die Vielfalt der Land- und Forstwirtschaft näher zu bringen. Die Bäuerinnen und Bauern legen Wert darauf, Kindern und Jugendlichen Antworten auf ihre Fragen zu geben und sie speziell auf diesem Wissensgebiet zu begleiten. Daher werden die Schülerinnen und Schüler nicht nur auf Betriebe eingeladen, sondern besuchen auch in ihren Schulklassen besucht.

Zur Initiative „Schule am Bauernhof“

Mittlerweile nehmen rund 21.000 Schülerinnen und Schüler pro Jahr das Angebot „Schule am Bauernhof“ in Anspruch. Jährlich werden rund 1.000 Führungen auf den Höfen durchgeführt.  Die Bäuerinnen und Bauern werden in einem 80-stündigen LFI-Zertifikatslehrgang für den Empfang der Schulklassen von der Landwirtschaftskammer eingeschult und die Höfe auf Kindersicherheit überprüft. Die Programme und Inhalte sind auf Alter und Interesse der Teilnehmer abgestimmt.

https://www.schuleambauernhof.at/



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Regionalitäts-Check: Apfelsaft

Was steckt in den Säften tatsächlich drin? Woher kommen die Äpfel und wie werden die Säfte gekennzeichnet? Diesen und noch anderen Fragen ging die Landwirtschaftskammer NÖ beim mittlerweile vierten Regionalitäts-Check auf den Grund. Der Fokus liegt hier auf der Herkunftstransparenz, denn nur eine umfassende Kennzeichnung der Herkunft gibt die Möglichkeit, sich bewusst entscheiden zu können, woher die Lebensmittel kommen, die im Einkaufskorb landen.

Bei rund zwei Drittel der überprüften Produkte ist die Herkunft der Äpfel nicht ersichtlich.

Die ernüchternden Ergebnisse

48 Apfelsäfte im Lebensmitteleinzelhandel wurden untersucht. Davon waren 22 Direktsäfte und 26 Säfte aus Apfelsaftkonzentrat.

  • bei 65 % der Säfte war die Herkunft der Rohware nicht auf der Verpackung ersichtlich
  • Bei 33 % der Apfelsäfte ist Österreich und bei 2 % Deutschland als Herkunft der Rohware angegeben
  • bei Apfelsäften aus Apfelsaftkonzentrat war nur bei 15 % der Proben angegeben, woher die Rohware kommt
  • bei Direktsäften waren es 59 % (13 von 22), aus Österreich kamen dabei 12 Direktsäfte

Die Täuschung mit der rot-weiß-roten Fahne

Eine rot-weiß-rote Fahne auf der Verpackung bedeutet nicht automatisch, dass die Rohstoffe tatsächlich aus Österreich stammen bzw. alle Produktionsschritte in Österreich durchgeführt wurden. Auf 52 % der getesteten Produkte ist die Österreich-Fahne abgebildet – von diesen ist allerdings nur bei rund der Hälfte Österreich als Herkunftsland ausgewiesen. Beim Rest ist das tatsächliche Herkunftsland nicht angegeben.

Es braucht mehr Transparenz

Eine verpflichtende und klare Herkunftsdeklaration auch bei verarbeiteten Produkten kann hier Transparenz schaffen. Wer aber auf Nummer sichergehen will und auf österreichische Herkunft und Qualität baut, sollte zu direkt gepresstem Apfelsaft greifen.

Start der Apfelsaft-Aktion

Um die Vorzüge von heimischem Apfelsaft aufzuzeigen, rief die Landwirtschaftskammer NÖ gemeinsam mit dem Obstbauverband NÖ die Aktion „Apfelsaft aus Apfel g’macht“ ins Leben. Startschuss dafür war im Rahmen der Pressekonferenz in der HBLA für Wein- und Obstbau in Klosterneuburg, wo direkt gepresster Apfelsaft hergestellt und abgefüllt wurde. Seither finden die Aktionstage jährlich im Herbst statt.



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Regionalitäts-Check: Erdäpfel

Beim 3. Regionalitäts-Check wurde das Grundnahrungsmittel Erdäpfel aufgegriffen. Mit verzehrten 50 kg Erdäpfel pro Jahr sind sie die Lieblingsbeilage von Herrn und Frau Österreicher. Für eine faire Preisgestaltung und gleiche Spielregeln setzen sich die Landwirtschaftskammer NÖ und die Interessengemeinschaft Erdäpfelbau ein.

In den untersuchten Supermärkten waren von 50 gesichteten Erdäpfelproben 34 nicht aus Österreich! Das sind 68 %!

Herkunft der Erdäpfelproben

Die Herkunft der Erdäpfel ist nachvollziehbar, aber nicht auf den ersten Blick. Verpackung von inländischer und ausländischer Ware ist oftmals genau gleich. Wenn man die Verpackung wendet und genau schaut, sieht man, woher die Erdäpfel tatsächlich kommen.
Die untersuchten Erdäpfel stammen aus mehreren Ländern:

  • 11 aus Ägypten
  • 4  aus Israel
  • 2  aus Zypern
  • 1 aus Marokko
  • 15 aus Frankreich
  • 1 aus Deutschland

Unterschiedliche Länder – andere Standards

Neben den langen Transportwegen spricht auch der soziale Aspekt gegen diese Importe. In Ägypten zum Beispiel, treibt die Erdäpfelproduktion für Europa die Lebensmittelpreise derart in die Höhe, dass sich Ägypter keine Erdäpfel leisten können. Bei den Untersuchungen wurde auch noch festgestellt, dass speziell in Ägypten nach wie vor Mittel eingesetzt werden dürfen, die in Österreich schon seit Jahrzehnten verboten sind. Das heißt, dass hierzulande Lebensmittel in Supermarktregale gelangen, die in Europa so gar nicht produziert werden dürften.

Forderung nach Fairness

Importierte Ware muss nach denselben hohen Produktionsstandards hergestellt werden, wie sie in Österreich gelten. Preisgestaltung und Produktionsstandards müssen deshalb hinterfragt werden.

Auf heimische Qualität setzen

Am sichersten sind Konsumentinnen und Konsumenten, wenn sie beim Kauf auf österreichische Qualität achten.



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Regionalitäts-Check: Fertigteige

Damit das Backen vor allem rund um Weihnachten leicht von der Hand geht, bieten Handelsketten Fertigteige zum Kauf an. Doch was steckt dort tatsächlich drin? Wie wird gekennzeichnet und woher stammen die Rohstoffe? Diesen und noch anderen Fragen ging die Landwirtschaftskammer NÖ im Regionalitäts-Check Fertigteige auf den Grund. Überprüft wurde die Auslobung von Mehl, Eiern, Zucker und Fetten bei insgesamt 32 unterschiedlichen Produkten.

Bei den Fertigteigen war bei keinem einzigen angeführt, woher die Rohstoffe tatsächlich stammen.

Ernüchterndes Ergebnis

Es sind keine regionalen Angebote im Handel zu finden. Bei 32 überprüften Produkten aus 14 Filialen der wichtigsten Supermarktketten ist bei keinem einzigen die Herkunft der Rohstoffe nachvollziehbar.

Herkunftsangaben schaffen Transparenz

Eine umfassende Herkunftsdeklaration bei verarbeiteten Produkten schafft Sicherheit und Transparenz für die Konsumentinnen und Konsumenten und macht auch die Verwendung von hochqualitativen heimischen Produkten sichtbar.

Konsumententäuschung durch Logos, Siegel und Co?

Auffällig ist auch die Flut an Siegeln und eigenen Auszeichnungen, die sich immerhin auf 28 Verpackungen finden. Über die Herkunft der Produkte und Zutaten sagen die Siegel allerdings wenig aus.

Die Zutaten

Mehl

  • Nur ein Erzeuger gab an, dass das Mehl aus Österreich stammt

Zucker

  • In 80 % der getesteten Teige ist Zucker enthalten, doch woher dieser stammt, wird nicht gesagt.

Eier

  • Sechs der getesteten Teige enthielten Volleipulver. Nur bei einem war ausgewiesen, dass es aus Österreich kommt.
  • Drei Teige hatten Bodenhaltung als Haltungsform angegeben.
  • In den restlichen Teigen gibt es keine Angaben zur Eierherkunft noch zur Haltungsform.

Palmöl

  • Die zweithäufigste Zutat im Teig ist das Fett. 91 Prozent der geprüften Teige enthalten das umstrittene Palmöl.


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