Düngen

In der Landwirtschaft werden das Pflanzenwachstum und somit auch der Ertrag neben vielen anderen Faktoren wie Bodenbeschaffenheit, Sortenwahl, Klima, Niederschlag und Fruchtfolgeplanung auch von der richtigen Düngung beeinflusst. Je nach Pflanze und Anbauverfahren gibt es verschiedene Düngungsarten.

Gülle

Gülle besteht hauptsächlich aus dem Harn der Tiere und je nach Aufstallungssystem enthält sie zudem mehr oder weniger Kot. Die in der Gülle enthaltenen Nährstoffe (Harn = Kali, Kot = Phosphor) können im Gegensatz zu jenen im Mist bereits kurze Zeit nach dem Ausbringen von den Pflanzen aufgenommen werden. Bei der Lagerung und bei der Ausbringung muss die Bäuerin oder der Bauer stets darauf achten, dass möglichst wenig Stickstoff in Form von Ammoniak verloren geht um die Nährstoffe zu erhalten. Auch die Menge und der Zeitpunkt beim Ausbringen der Gülle sind wichtige Aspekte.

Mist

Stallmist ist reich an Hauptnährstoffen und vielen Spurenelementen, daher wird er auch hauptsächlich bei Hackfrüchten wie Kartoffeln, Zuckerrüben und Mais eingesetzt. Damit die Nährstoffe für die Pflanzen verfügbar sind wird der Mist vor dem Ausbringen auf einem Miststock gelagert. Während dieser Zeit werden die im Mist enthaltenen Strohteile braun und zerfallen, weiters werden die Nährstoffe mineralisiert.

Neben der Gülle und dem Mist gibt es auch den Mineraldünger. Der Vorteil der Mineraldüngung ist, dass man hier die Düngermenge dem Bedarf der Pflanze und dem Nährstoffvorrat im Boden genau anpassen kann.

Schon gewusst?

Wusstest du, dass sich der Nährstoffgehalt je nach Tierart unterscheidet? So ist Schweinemist reicher an Stickstoff und Phosphor als Rindermist, Hühnermist ist am nährstoffreichsten.

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