Nistkästen für Gartenvögel

Mit Vogelhäuschen den Garten lebendig machen

 

Vogelhäuschen haben das ganze Jahr Saison! Nicht nur im Frühling bieten sie Unterschlupf, auch im kalten Winter werden sie gerne aufgesucht. Je nachdem wie groß das Einflugsloch ist, nisten darin unterschiedliche Vögel - von der kleinen Blaumeise bis zum größeren Star. Worauf du bei Kauf, Montage und Pflege achten musst, erfährst du hier.

Nistkästen – das traute Heim für kleine Tiere

Mit den Jahren weicht der Altbaumbestand im Garten jungen Bäumen oder gar Siedlungsgebieten. Mit den alten knorrigen Bäumen verschwinden dann auch die natürlichen Nisthöhlen von Vögeln und Insekten. Zusätzlich montierte Vogelhäuschen sind dann der ideale Brutort für Gartenvögel. Am richtigen Fleck aufgehängt bieten sie außerdem Schutz vor Marder und Katzen, die ja vor allem in Siedlungsgebieten durch die Gärten streifen.

Vogelhäuschen haben immer Saison

Im Frühling machen sich die Vögel auf die Suche nach einem geeigneten Nistplatz. Da die Brutsaison aber nicht immer zur gleichen Zeit beginnt und früher als gedacht starten könnte, sollte der Nistkasten am besten schon im Herbst montiert werden. So kann man sicher sein, dass man nicht zu spät dran ist.
Außerdem hat eine Montage im Herbst den Vorteil, dass bis zum Frühling andere Tiere hier Unterschlupf suchen können. Insekten und Kleinsäuger freuen sich über einen Rückzugsort, aber auch Vögel suchen in kalten Winternächten geschützte Unterschlupfmöglichkeiten auf.

Für jede Vogelart das passende Einflugsloch

Nicht jeder Vogel fühlt sich in jedem Vogelhäuschen wohl. Die Größe vom Einflugsloch ist hier ganz entscheidend.
Während nämlich Meisen (Blau-, Tannen-, Hauben-, Sumpf und Weidenmeise) generell eine Lochgröße von 26 – 28 mm Durchmesser anfliegen, bevorzugen Kohlmeisen und Feldsperlinge eine Durchschnittsgröße von 32 mm. Der Spatz, wie der Haussperling auch genannt wird, sucht Nistkästen mit einem Einflugsloch zwischen 32 und 34 mm Durchschnitt auf. Fällt das Einflugsloch bei diesen Vögeln zu groß aus, wird es nicht von ihnen angeflogen, weil sie hier keinen Schutz vor Räubern sehen und sich nicht sicher fühlen.

Flexibler ist der Kleiber, der jeden Nistkasten mit einem Einflugsloch zwischen 32 und 45 mm ansteuert. Am größten mag es der Star mit einer durchschnittlichen Öffnung von 45 mm und am ausgefallensten ist der Gartenrotschwanz, denn für ihn hat das passende Einflugsloch oval (48 mm hoch, 32 mm breit) zu sein.

Höhlenbrüter - Nischenbrüter - Freibrüter

All diese Vögel sind Höhlenbrüter, da sie grundsätzlich in Höhlen oder Mauerlöchern brüten. Goldkehlchen und Zaunkönig sind z.B. Nischenbrüter, die offenere Höhlen bzw. Spalten bevorzugen. Sie bräuchten kein Einflugsloch, sondern einen großen Einflugsspalt. Dann gibt es auch noch Freibrüter, wie beispielsweise Amseln und Finken, die ihre Nester in Bäumen, Hecken oder am Boden bauen.

DIY-Tipp: Dein selbstgebauter Nistkasten

Planst du deinen Nistkasten selbst zu bauen? Gratuliere! Dann hast du bald dein ganz persönliches Schmuckstück in deinem Garten hängen. Mit der Größe des Einflugslochs kannst du außerdem selbst bestimmen, welche bestimmten Vogelarten du anlocken willst.

Wie man einen Nistkasten selber baut, kannst du hier lesen.

Wo der Nistkasten am besten hängt

Die Nistkästen sind am besten in zwei bis drei Meter Höhe, auf einem Baum oder unter einem Dachvorsprung aufgehoben. Jedenfalls weit weg vom Boden oder von Zweigen und Fensterbrettern, wo sich Katzen und andere Räuber aufhalten. Damit der Nistkasten sicher hängt und der Baum dabei auch nicht beschädigt wird, greift man am besten zu rostfreien Alu-Nägeln.

Auch das Raumklima ist wichtig. Deshalb sollten Vogelhäuschen immer nur im Halbschatten und nie an der sonnigen Südfassade montiert werden. Richtet man die neue Behausung auch noch Richtung Osten aus – also abgewandt von der Wetterseite bzw. Westen, dann ist das Vogelglück perfekt!

Tipps zur Reinigung und Pflege

Einmal im Jahr sollte der Nistkasten gründlich gereinigt werden. Die beste Zeit dafür ist zwischen Mitte September bis spätestens Mitte Oktober. Davor könnte nämlich noch Brut möglich sein und ab Mitte Oktober freuen sich auch schon wieder Tiere auf einen Rückzugsort bei herbstlichen Temperaturen bis winterlichem Wetter für eine Nacht oder länger.

Man kann den Nistkasten entweder trocken mit einer Bürste säuberlich putzen oder mit klarem Wasser und ohne Reinigungsmittel gut auswaschen. Danach zum Trocknen in die Sonne stellen und die Fünf-Sterne-Behausung ist wieder für Tiere geöffnet.

Finn empfiehlt

Willst du noch mehr über Nistkästen und vogelfreundliche Gartengestaltung wissen, dann schau doch rein in die Broschüre „Nistkästen für Gartenvögel“ von Natur im Garten und werde zum Landschaftsarchitekt für Vögel und Insekten.

Oder willst du alles zum Thema Nistkästen auf einem Spaziergang erleben, dann besuche doch den Nistkastenlehrpfad der Haus der Natur in der St.Pöltner Innenstadt.

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