Hühnerfleisch

Das beliebteste Fleisch der Österreicherinnen und Österreicher

Getreide zählt zu den Süßgräsern und wird wegen seiner Körnerfrüchte angebaut, welche entweder als Ähre, Rispe oder Kolben heranwaschen.

Derzeit sind ca. 200 Haushuhnrassen bekannt, welche sich aufgrund ihrer Leistungsmerkmale in drei Gruppen unterteilen lassen: Legehennen, Masthühner und Zierrassen. Im Bereich der Hühnerfleischgewinnung gibt es in Österreich 76 Elterntierbetriebe, nur 5 Brütereien, 495 Hühnermastbetriebe und 9 Schlacht- und Zerlegebetriebe. Die Tiere können zwar in Form von Direktvermarktung verkauft werden, aber die übliche Produktion ist als Vertragsproduzenten, welche der Erzeugergemeinschaft GGÖ (Geflügelmast Genossenschaft Österreichs) angehören und ein vertragliches Übereinkommen mit der Schächterei haben. Um rentabel wirtschaften zu können benötigt ein Bauer in Österreich für die Hühnermast ca. 40.000 Tiere. Dafür werden vor allem schnell wachsende Hybridrassen gewählt, da sich die Mastdauer dadurch verkürzt und sich das Mastgewicht bei verringerter Futteraufnahme trotzdem steigert. Dadurch konnte der Markt mit noch mehr Hühnerfilets beliefert werden. In der Biohaltung werden vor allem langsam wachsende Rassen eingesetzt, wodurch sich die Mastdauer verlängert.

In Österreich ist seit 2009 die Käfighaltung verboten, es dürfen nur mehr Boden- Freiland- oder Biohaltung als Haltungsform gewählt werden. 2012 machten die österreichischen Masthühnerproduzenten ein Abkommen, dass sie auf gentechnisch verändertes Futter verzichten. Außerdem sticht hervor, dass in Österreich das Futter der Tiere – welches vor allem aus Mais und Weizen besteht – hauptsächlich auf den eigenen Äckern wächst.

Aus wirtschaftlichen und züchterischen Gründen werden die Küken für die Mast nicht mehr selbst vom Mäster produziert, sondern von spezialisierten Betrieben. Als Tagesküken erfolgt die Einstallung, beide Geschlechter werden gemeinsam großgezogen, da sich das Mastendgewicht nur in geringem Ausmaß unterscheidet. Die Küken werden in Kisten angeliefert und auf Stressvermeidung bedacht im Stall bodennahe entleert. Anschließend wird ihnen eine Eingewöhnungsphase zugestanden, in der sie sich ausruhen dürfen. Nach fünf Mastwochen haben die Tiere, welche zu Grillhendl weiterverarbeitet werden, ihr Mastendgewicht von 1,7kg erreicht und werden geschlachtet. Werden hingegen die Hühner für die Erzeugung von Fleischteilen (zB Filet, Keule, Flügel usw.) gehalten, dauert die Mastzeit rund sieben Wochen. Die Mastgeschwindigkeit ist zurückzuführen auf ein erfolgreiches Zuchtergebnis, aber auch die optimale Futterzusammenstellung.

In der biologischen Hühnerhaltung werden langsam wachsende Hühnerrassen für die Mast herangezogen, wodurch die Mastdauer bis zu zehn Wochen dauern kann Für die Aufzucht wird ausschließlich biologisches Futter verfüttert, außerdem gilt es strengere Auflagen bzgl. Haltung und medizinischer Betreuung einzuhalten. Der Anteil des biologisch verkauften Hühnerfleisches im österreichischen Handel beträgt knapp fünf Prozent.

Bei der Geflügelhaltung wird darauf geachtet, dass die Stallungen den Ansprüchen der Tiere entsprechen. Aus diesem Grund sind die gesetzlichen Rahmenbedingungen hinsichtlich Platzangebot, Bewegungsfreiheit, Bodenbeschaffenheit, baulicher Ausstattung der Haltungseinrichtungen, Fütterung, wie auch die Sicherheitsanforderungen oder Eingriffe wie etwa das Schnabelkürzen im Bundestierschutzgesetz geregelt. Da das primäre Ziel einer nachhaltigen Produktion das Tierwohl hinsichtlich Gesundheit ist, führen laufende tierärztliche Kontrollen, strenge Futtermittelgesetze, hygienische und artgerechte Haltung zu einem qualitativ hochwertigen Geflügelfleisch. Die Wahl der Haltungsform und Aufstallung hängt schlussendlich von der wirtschaftlichen Ausrichtung der landwirtschaftlichen Betriebe ab. Geflügelhaltung zur Fleischproduktion wird in Österreich nur noch in Form von Bodenhaltung praktiziert, weiters ist die Haltung im Stall ohne Einstreu verboten.

Das Stallklima (Licht, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und –bewegung und Schadgase) muss an die Bedürfnisse angepasst und der Sozialkontakt gewährleistet sein, da diese Faktoren wesentlich zum Wohlbefinden und somit zur Gesundheit der Tiere beitragen. Der Stall ist vorzugsweise groß und hell, und sollte warm, einfach zu reinigen, zugluftfrei aber dennoch leicht zu lüften sein. Eine Heizung, sowie Be- und Entlüftung sorgen für ein angenehmes Stallklima.

Gleich nach dem Ausstallen wird der Stall ausgemistet, gereinigt und desinfiziert, um etwaige schadhafte Insekten, welche sich im Einstreu aufhalten, gleich mit zu entfernen, bevor sie sich in die Mauerritzen zurück ziehen. Vor der Ankunft der neuen Küken, werden ebenso die Wasserleitungen, Heizstrahler und elektronische Computerüberwachungssysteme überprüft, sowie Tränken, Einstreu und Futterspender vorbereitet.

Österreich und Schweiz sind Pionierländer im Bereich Tierwohl der Masthühner, denn in keinem anderen Land haben konventionell gehaltene Masthühner so viel Platz. Pro Quadratmeter Stallboden werden 30kg Hühner gerechnet, und jedem Tier 0,8-1 Kubikmeter Luftraum zugestanden. Dies führt aber auch zu einer wirtschaftlichen Benachteiligung am Weltmarkt. Im Gegensatz zur biologischen Landwirtschaft, ist in der konventionellen kein Auslauf ins Freie verpflichtend.

Die Hühnerställe müssen eingestreut sein und es kann zwischen einem geschlossenen Stall mit Zwangslüftung und einem Offenstall mit natürlicher Lüftung unterschieden werden. Außerdem müssen die Ställe mit Futtertrögen und Tränken ausgestattet, die Innenraumtemperatur an das Alter der Tiere angepasst und eine sechsstündige durchgehende Dunkelphase im Stall gewährleistet


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