Fruchtgemüse

Vielseitige Vitaminbomben mit den bekanntesten Gemüsevertretern

Zum Fruchtgemüse werden jene Gemüsearten gezählt, deren essbarer Pflanzenteil die Frucht ist, welche sich aus den bestäubten Blüten entwickelt hat. Die bekanntesten Vertreter des Fruchtgemüses sind Paradeiser, Gurke, Gemüsepaprika, Speisekürbis, Melanzani, Zucchini, Melonen, Pfefferoni und Chili.

Der Paradeiser ist eine meist drei- bis zehnkammerige Frucht, die bis zu 250 eiförmige Samen beinhaltet und deren Farben zwischen weiß, gelb, orange, rot bis hin zu schwarz variieren. Es gibt mittlerweile weit über 2500 Sorten, welche in ihrer Größe und Form von rund, über flachrund, zu herzförmig, oval, birnenförmig oder länglich variieren. Die Tomatenpflanze ist eine kräftige, krautige Pflanze, die vorwiegend einjährig wächst.

Aus den gelben befruchteten Blüten der Gurkenpflanze reifen schließlich die Früchte heran, die zu ihrem Erntezeitpunkt eine satte Grünfärbung aufweisen. Man unterscheidet zwischen Freilandgurken (Einlege- bzw. Essiggurken oder Cornichons) und Gewächshausgurken (Salatgurke). Wenn die Früchte noch jung sind, haben sie eine hellgrüne, raue, warzige Schale, welche sich mit zunehmender Erntereife dunkelgrün verfärbt und sortenabhängig eine glatte Oberfläche bekommt. Immer beliebter beim Verbraucher werden Minigurken, eine zirka 15 cm große Variante der Salatgurke.

Paprika wächst auf einjährigen, buschartigen Pflanzen und besitzt eine enorme Farben- und Formenvielfalt. Der grüne Paprika ist knackiger, etwas bitterer und schärfer als der gelbe, orange oder rote Paprika. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen Gemüsepaprika – dem uns bekannten Paprika – und dem Gewürzpaprika, welcher nicht nur kleiner, sondern auch schärfer ist und zu dem etwa Pfefferoni und Chili zählen. Pfefferoni sind etwas länger und schmäler als der klassische Gemüsepaprika und vielfältig in Farbe, Form und Schärfe. Die Schärfe der Pfefferoni wird durch Stoffe aus der Gruppe der Capsaicinoide verursacht. Ebenso vielfältig wie Pfefferonis sind Chilis.

Das deutsche Wort Kürbis geht auf das lateinische Corbis (= Korb, Gefäß) zurück. Die Früchte der Cucurbitaceae gehören zu den größten und schwersten des gesamten Pflanzenreiches, die Nahrungszwecken dienen können. Alle Cucurbita-Arten, die bei uns kultiviert werden, sind einjährige und frostempfindliche Pflanzen. Nur weibliche Blüten bringen Früchte hervor, die in Form, Farbe und Größe sehr unterschiedlich ausfallen.

Melanzani gibt es von gelblich bis cremeweiß über dunkelpurpur, blauviolett bis fast schwarz, in länglicher, runder, gurken- bis schlangenförmiger oder ovaler Form. Die Früchte sind in der Regel ca.20 Zentimeter lang, sind in unseren Breiten keulenförmig mit einer dunkelvioletten glatten und glänzenden Haut, haben ein schwammig, weißlich-helles Fruchtfleisch mit kleinen Kernen und zeigen am Stielende einen fünfzipfeligen Kelch. Sie sind wärmeliebend und gedeihen am besten zwischen 25 und 30°C, weshalb der geschützte Anbau favorisiert wird.

Zucchini haben eine weiche, glatte Schale und ein weißlich festes Fruchtfleisch mit zahlreichen hellen Kernen. Die Früchte sind leicht gebogen, sechskantig mit leicht abgerundetem Enden. Die Schalenfarbe kann variieren von dunkelgrün bis gelblich-weiß, hellgrün gesprenkelt oder gestreift. Aus Geschmacksgründen werden Zucchini meist mit ca. 15 cm Länge geerntet, können allerdings auch weitaus größer werden und eine Länge von ca. 40 cm erreichen. Die Zucchinipflanzen sehen den Pflanzen des Gemüsekürbisses zum Verwechseln ähnlich. Der Unterschied liegt in der Größe der Blätter und Rankenanzahl.

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