Tag des Erdapfels

| Herbst

Am 18. September wird in Österreich der Tag des Erdapfels gefeiert. Es ist lange her, dass der Erdapfel seinen Siegeszug rund um die Welt angetreten hat. Im 16. Jahrhundert nahmen die Spanier die neu entdeckte Pflanze von Südamerika mit nach Europa. Doch bis sich die nahrhafte Knolle einen guten Namen machen konnte, sollte noch einige Zeit ins Land ziehen. Denn die Menschen von damals mussten noch einiges über das neue Gemüse lernen: Bauern weigerten sich zu Beginn, Erdäpfel anzubauen, da sie sie für giftig und für die Verursacher von Syphillis sowie Lepra hielten. Frucht des Bösen oder auch lüsternes Gewächs waren nur zwei der unzähligen Beinamen, die kein gutes Haar an der Pflanze ließen.

Befehl führte zum Anbau der Frucht

Diesen Irrglauben galt es erstmals zu beseitigen. Schlussendlich war es ein Befehl von Maria Theresia, der zum Anbau und Verzehr der Erdäpfel führte. Eine drohende Hungersnot wurde damit im Keim erstickt und die Erdäpfel sind seitdem vom Esstisch kaum mehr wegzudenken. Aufgrund ihres hohen Vitamin C-Gehaltes bekam der Erdapfel den Spitznamen Zitrone des Nordens verpasst und entwickelte sich nach und nach zu einem der wichtigsten Volksnahrungsmitteln.

Heutzutage verzehrt jeder Österreicher im Durchschnitt 56 Kilo Erdäpfel pro Jahr. Hauptanbaugebiete sind Niederösterreich und Oberösterreich. Egal ob Mehlige, Festkochende oder vorwiegend Festkochende, sie alle haben sich in den unterschiedlichsten Formen zu einer wahren Lieblingsbeilage gemausert.

© Paula Pöchlauer-Kozel/LK Niederösterreich

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