Allerheiligen & Allerseelen

| Herbst

Am 1. und 2. November gedenken viele Gläubige an ihre Verstorbenen und Heilige. Das Totengedenken hat heutzutage auf der ganzen Welt Tradition. Auch in Mexiko wird Allerheiligen und Allerseelen gefeiert. Nach altmexikanischem Glauben kommen die Toten einmal im Jahr zum Ende der Erntezeit zu Besuch aus dem Jenseits und feiern mit den Lebenden ein fröhliches Wiedersehen mit Musik, Tanz und gutem Essen.

Man schmückt die Gräber der Verstorbenen, stellt Gestecke auf und zündet Kerzen an. Die Festtage Allerheiligen und Allerseelen sind in der Gesellschaft tief verankert. Doch eigentlich hat diese Sitte ihre Wurzeln im Orient. Dort feierten Gläubige bereits im 4. Jahrhundert nach Christus Feste zum Gedenken an alle heiligen Märtyrer. Erst nach und nach begann der Brauch seinen Siegeszug in Richtung Abendland. War der Festtag anfangs nur für jene gedacht, die für ihren Glauben starben, so wurde er schließlich auf alle Heiligen ausgeweitet. Gefeiert wurde das Gedenken am ersten Sonntag nach Pfingsten. Im 16. Jahrhundert verschob man das Fest auf den Herbst. Seit der Zusammenlegung mit Allerseelen ist Allerheiligen noch populärer. Das Brauchtum, so wie wir es heute kennen, war entstanden.

Gebildbrot und Germgebäck gehören zu Allerheiligen einfach dazu. Nach alter Tradition schenken Taufpaten (Godl) ihren Patenkindern zu Allerheiligen einen Zopf oder Striezel. In vielen Teilen unseres Landes bestücken großzügige Paten das Gebäck mit Münzen oder sogar Golddukaten. Die Freude der Kinder ist groß, wenn ein Geldstück am Zopf ist.

Andere Länder, andere Sitten

Geht es bei uns eher besinnlich zu, ist das beispielsweise in Mexiko gänzlich anders. Unter dem Namen „Día de los muertos“ werden unterhaltsame Feste gefeiert.

© Eva Kail/LK Niederösterreich

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