Inkalilie

| Erstellt von Christian Kornherr

In einem sommerlichen Blumenstrauß finden sich wahrscheinlich Inkalilien. Ihren deutschen Namen erhielt diese außergewöhnliche Blume aufgrund ihrer südamerikanischen Herkunft und der entfernt an Lilien erinnernden Blüte.

© Kornherr LK NÖ

Die aus Südamerika stammende Inkalilie (Alstroemeria sp.) findet man in Europa meist als Hybriden. Sie wurde früher in die Familie der Amaryllisgewächse eingeordnet, jedoch besitzen die Vertreter dieser Pflanzenfamilie Zwiebeln, die Inkalilie hat aber Rhizome. Daher gibt sie nun einer eigenen Pflanzenfamilie ihren Namen, den Inkaliliengewächsen (Alstroemeriaceae). Der große Botaniker Carl von Linnè benannte sie 1762 nach seinem Studenten und hervorragenden Botaniker Claus Alstroemer.

Sie ist als Schnittstaude in Beeten einsetzbar oder als Kübelpflanze. Im Beet sollte die Inkalilie aufgrund ihrer auffälligen Blüte alleine oder nur in Kombination mit dezenten, kleinblütigen Stauden gesetzt werden. Da sie bei uns nicht vollkommen winterhart ist, sollte man sie im Winter mit einer etwa 20 Zentimeter di­cken Schicht aus Laub abdecken. Davor sollten noch die vertrockneten Triebe abgeschnitten werden.

Im Frühjahr ist ein etwa handhoher Schnitt nötig. In winterkälteren Region können die Rhizome der Alstroemeria herausgenommen werden und in leicht feuchter Erde bei 10-15°C überwintert werden. Im Frühjahr können die Rhizome geteilt werden. Dies ist auch die einzige Möglichkeit die Blütenfarbe zu erhalten. Bei Aussaat der gebildeten Samen kann sich die Blütenfarbe der Jungpflanzen von denen der Mutterpflanze unterscheiden.

Der Standort der Inkalilie sollte sonnig und warm sowie unbedingt windgeschützt sein.

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Die Inkalilie kann auch als lang haltbare Schnittblume verwendet werden. Besonders lang hält sie, wenn man sie bereits, wenn die Knospen Farben zeigen, direkt über dem Boden schneidet.

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