Heiligen Drei Könige

| Winter

Am 6. Jänner ist Dreikönigstag, dabei wandern Sternsinger von Haus zu Haus. Der Dreikönigstag geht auf die drei Weisen des Morgenlandes - Caspar, Melchior und Balthasar - zurück. Sie folgten dem hell erleuchteten Stern, der sie zu Jesus in den Stall führte und brachten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe.

Die Heiligen Drei Könige sind aus dem christlichen Festkalender nicht mehr weg zu denken. Ob sie aber tatsächlich Herrscher eines ganzen Reiches waren, darüber ranken sich bis heute noch die unterschiedlichsten Legenden. Die einen behaupten, es waren Sterndeuter. Andere meinen es waren Magier, die sich auf die Suche begaben und schließlich ein Kind in einer Krippe fanden.

Egal welcher Berufung sie auch folgten, ihre Namen gingen auf alle Fälle in die katholische Geschichte ein. Mit vielen Riten gedachte man in alter Zeit den Heiligen Drei Königen. Dreikönigsspiele und Sternsingen waren für lange Zeit ein fixer Bestandteil des winterlichen Brauchtumsreigens. Übrig blieb nur das Sternsingen. Bis heute ziehen in katholischen Gegenden drei als Könige verkleidete Kinder von Haus zu Haus, singen Lieder und schreiben mit Kreide die Formel C+M+B auf die Türen.

Caspar, Melchior und Balthasar sind somit nach wie vor fest in den Traditionen und Bräuchen verankert. Und das nicht nur in Österreich. Auch in Spanien feiert die Bevölkerung die erfolgreiche Reise der drei Weisen und das nach neutestamentlichem Vorbild. So dauert für spanische Kinder das Weihnachtsfest bis zum 6. Jänner, denn dann erst können sie sich über Geschenke freuen. Diese bringen nämlich die Heiligen Drei Könige.

Damit wird die Überlieferung Jahr für Jahr in das Bewusstsein der Menschen gerufen, dass die Weisen dem Jesukind wertvolle Gaben an die Krippe brachten. Während die Kinder in Österreich also Briefe an das Christkind schreiben, überlegen sich spanische Mädchen und Jungen, was sie den Heiligen Drei Königen alles mitzuteilen haben. Ist das Dreikönigsfest in Spanien der eigentliche Höhepunkt des Weihnachtsfestes, sieht das hierzulande gänzlich anders aus. Es ist vielmehr der Tag, an dem viele Familien damit beginnen, den Christbaum abzuräumen. Der Weihnachtsschmuck verschwindet wieder für ein Jahr in den dafür vorgesehenen Schachteln und die letzten Süßigkeiten kommen in die Lade.

© Eva Kail/LK Niederösterreich

Suchen Image Back to top