Mini-Experiment: Weizen anbauen
Der wichtigsten Getreidesorte auf der Spur
Ein paar Weizenkörner, etwas Erde und Wasser – mehr braucht es nicht, um eines unserer wichtigsten Getreide einmal aus einer ganz anderen Perspektive kennenzulernen. Statt als Mehl, Brot oder Pasta holen wir uns die Weizenpflanze auf den Tisch.
Es dauert nicht lang. Kaum hat man das Weizenkorn angepflanzt, verändert sich das unscheinbare Korn auch schon. Erste Wurzeln erscheinen und wenig später schieben sich auch schon grüne Halme ans Licht. Damit ein Weizenkorn keimen kann, braucht es vor allem Feuchtigkeit und geeignete Temperaturen. Wasser setzt die Stoffwechselprozesse im Korn in Gang. Zunächst entwickelt sich die Keimwurzel, anschließend wächst der junge Spross nach oben. Im professionellen Getreideanbau wird Weizen üblicherweise einige Zentimeter tief gesät. Zu tief sollte das Korn nicht liegen, denn dann benötigt der Keimling unnötig viel Energie, um die Erdoberfläche zu erreichen.
Das Mini-Experiment
Was du dafür brauchst
Für dein kleines Weizenfeld benötigst du nur:
- einen kleinen Blumentopf, eine Schale oder ein anderes flaches Gefäß
- etwas Erde
- keimfähige Weizenkörner
- Wasser
- einen hellen Platz
So wächst der Weizen
Fülle das Gefäß mit Erde und verteile die Weizenkörner darauf. Für ein dichtes, sattgrünes „Mini-Feld“ dürfen die Körner relativ eng beieinanderliegen. Bedecke sie anschließend mit einer dünnen Schicht Erde und gieße vorsichtig an.
Nun heißt es: beobachten.
Gießen nicht vergessen
Anders als am Acker darf es auf der Fensterbank etwas unkomplizierter zugehen. Während Bauer und Bäuerin neben der Saattiefe auch die Nährstoffversorgung der Pflanze und vieles mehr im Blick haben müssen, braucht es für das Mini-Experiment nur eines - ausreichend Wasser. Damit die Pflanze wachsen kann muss die Erde gleichmäßig feucht bleiben. Doch Vorsicht: Die Erde sollte nicht ständig feucht sein. Staunässe und stehendes Wasser führen zu Schimmel.
Das Experiment im Experiment
Wer genauer hinschauen möchte, kann mehrere kleine Gefäße gleichzeitig ansetzen und jeweils nur eine Bedingung verändern: Was passiert an einem hellen und an einem dunkleren Standort? Wie unterscheiden sich stark und sparsam gegossene Pflanzen? Und macht es einen Unterschied, ob die Körner auf der Erde liegen oder etwas tiefer eingesetzt werden?
Deko: So holst du dir die Natur auf den Tisch
Pflanzt man das Weizengras in einen hübschen Topf, lässt sich daraus eine hervorragende Tischdeko basteln. Dafür einfach warten, bis die grünen Triebe gut sichtbar über den Topf ragen. Säe die Körner etwas dichter aus, sodass nach dem Keimen eine kleine grüne Wiese entsteht. Je nach Geschmack lässt sich der Topf noch mit einem Band verzieren. Für eine natürliche Tischdekoration lassen sich auch mehrere kleine Schalen miteinander kombinieren – etwa mit schlichten Keramikgefäßen, kleinen Vasen oder Zweigen. Zu Ostern erinnert das frische Grün an den Frühling, aber auch unabhängig von der Jahreszeit wirkt ein kleines Weizenfeld überraschend modern.
Wer es verspielter mag, versteckt zwischen den Halmen kleine Namenskärtchen für Gäste. Oder man stellst drei unterschiedlich alte Aussaaten nebeneinander: gerade keimende Körner, junge Halme und bereits höher gewachsenen Weizen. So wird die Dekoration gleichzeitig zu einer kleinen Ausstellung über Pflanzenwachstum.
Drink: Frisches Nährstoffwunder
Das kleine Weizenfeld sieht aber nicht nur hübsch aus. Denn auch in Smoothies feiert Weizengras seinen vitaminreichen Auftritt. Dafür werden die Halme einige Zentimeter über der Erde abgeschnitten, gründlich gewaschen und frisch verarbeitet. Einfach eine kleine Menge in einen grünen Smoothie mixen. Geschmacklich ist Weizengras ziemlich unverkennbar: frisch, grasig und leicht süßlich. Wer sich erst herantasten möchte, kombiniert eine kleine Menge beispielsweise mit Apfel, Gurke, Zitrone oder Ingwer.