Mai

| Gemüse & Kräuter

Im Gemüse- und Kräutergarten
 

Aussaat, Pflanzen & Vermehren

  • Anzucht von Winterkohlarten: Je früher man sät, desto kräftiger sind die Pflanzen vor dem Winter.
  • Auspflanzen von Eissalat, Brokkoli und Knollenfenchel ab April, von Kohl, Kohlrabi, Porree, Salaten und Sellerie ab Anfang Mai.
  • Gurken, Paradeiser und Paprika werden erst ab Mitte des Monats gepflanzt. Decke die empfindlichen Pflänzchen mit Vlies ab. Sellerie bildet Knollen, wenn er der Kälte ausgesetzt war.
  • Pflanzzeit im Mai nach den Eisheiligen ist auch für alle einjährigen Kräuter.
  • Zu dicht gesäte Karotten, Radieschen, Rote Rüben und dergleichen werden im späten Frühling vereinzelt. Dadurch können sich die Pflanzen besser entwickeln.
  • Salat alle vier Wochen nachbauen, so erhält man eine gleichmäßige Versorgung ohne Überschüsse.
  • Achte beim Auspflanzen von Salaten auf die richtige Sorte. Hitzebeständige Salate wachsen nicht aus, das heißt, sie beginnen nicht zu blühen.
  • Mitte Mai (nach den Eisheiligen): Direktaussaat von Bohnen, Kürbissen, Gurken, Mais, Steckzwiebeln
  • Wenn Gurken-, Tomaten-, Paprika- und allen anderen Fruchtgemüsepflanzen in Töpfe gesetzt werden, nicht bei der Erde sparen, weder bei der Menge, noch bei der Qualität. Rechne pro Pflanze mindestens mit 20 Litern Erde.

Boden

  • Den Boden zwischen den Saatreihen immer wieder mulchen, das hält ihn locker. Je größer die Pflanzen, desto mehr kann gemulcht werden.
  • Als Alternative zum Mulchen eignen sich Zwischensaaten wie Kresse, Spinat, Radieschen und Rettich sowie einjährige Kräuter.
  • Bei der Saat von Stangenbohnen gilt: Weniger ist mehr! Lege max. 6 Samen pro Stange.
  • Durch Verrottungsprozesse sinkt die Erde im Hochbeet jährlich um einige Zentimeter ab. Fülle dieses jetzt mit Komposterde auf und mulche die Oberfläche mit einer dünnen Schicht aus Rasenschnitt.
  • Gemüsebeete mit feinkrümeliger Erde werden oftmals von Katzen als „stilles Örtchen“ verwendet. Das Auflegen von stechendem Reisig oder Zweigen (Bsp.: Rosen, Schlehdorn, Berberitze,…) hält Katzen fern.
  • Der Boden sollte oberflächlich geharkt und anschließend gut gemulcht werden, um die Verdunstung fördernde Kapillarwirkung zu unterbrechen, den Boden locker zu halten und Unkrautwuchs zu verhindern.
  • Im Mai haben die Pflanzen in der Natur ihr stärkstes Wachstum. Temperatur, Licht und Feuchtigkeit passen genau für einen starken Austrieb. Achten daher darauf, dass die Pflanzen im Austrieb ausreichend mit Wasser versorgt sind. Ist zu wenig Feuchtigkeit im Boden, leiden die Pflanzen unter Mangel und der Austrieb stockt, denn Trockenheit führt zu starker Wuchshemmung bei jungen Pflanzen, von denen sich viele nicht mehr erholen. Später ist das nicht mehr aufzuholen. Gemüse braucht möglichst konstante Bedingungen, dann wird man mit kräftigem Wachstum belohnt.
  • Gut abgelegener Pferdemist ist der ideale Dünger für die Starkzehrer im Gemüsegarten.
  • Wenn du während des Sommers regelmäßig mit Flüssigdünger düngst, erfreust du dich wirklich großer Erträge. Es gibt im Fachhandel sehr gute, biologische Dünger, die rasch wirken. Wenn du das Problem hattest, dass die Früchte am Blütenansatz faulig wurden, dann war das Kalkmangel. Um dem vorzubeugen, mische etwas Algen- oder Muschelkalk in die Erde, das garantiert eine gesunde Ernte.
  • Fruchtgemüse wie Tomaten oder Gurken sollten am Anfang etwas magerer gehalten werden, bis sich die ersten Blüten zeigen, erst dann regelmäßig düngen.

Früchte, Ernte & Lagerung

  • Kurz vor der Blüte ist die beste Erntezeit bei Kräutern. Zu diesem Zeitpunkt verfügen sie über das stärkste Aroma und die meisten Inhaltsstoffe. Geerntet wird am späten Vormittag, nachdem der Tau verdunstet ist.
     

Gehölz, Spross & Laub

  • Schneide Lavendel und Salbei regelmäßig stärker zurück – möglichst spät im Frühling, da sie kälteempfindlich sind und nicht bis ins alte Holz!
     

Unkraut, Krankheiten & Schädlinge

  • Die „Unkrautzeit“ hat leider wieder begonnen. Aus den meisten Unkrautpflanzen lässt sich aber guter Kompost herstellen. Achtung! Bringe keine blühenden Unkräuter, die sich durch Samen vermehren auf den Kompost.
  • Jungpflanzen können wirkungsvoll mit einem Schneckenzaun geschützt werden.
  • Wildkräuter sind besonders geeignet für eine Frühlingskur. „Un“-kräuter wie Giersch, Brennnessel und Löwenzahn werden so zu essbaren Nutzpflanzen.
  • Schütze jetzt das Gemüse vor Raupen und Fliegen. Gerade Kohlgemüse, Karotten und Zwiebeln sind besonders gefährdet. Die einfachste Methode ist es, ein engmaschiges Gemüsefliegennetz über das Beet zu spannen. Dieses lässt Licht und Wasser ungehindert durch, verhindert allerdings das Eindringen von Schädlingen.
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