5 Projekte mit Kindern
Ideen für draußen
Raus in die Natur! Ob im eigenen Garten, auf dem Schulhof oder bei einem Spaziergang: Überall gibt es für Kinder spannende Dinge zu entdecken. Hier einige Ideen, damit es auch wirklich nicht langweilig wird.
1. Ein Mini-Gemüsebeet anlegen
Gemüse wächst nicht einfach im Supermarktregal. Hinter jedem Lebensmittel stecken natürliche Wachstumsprozesse, Zeit und landwirtschaftliche Arbeit. Mit dem Mini-Gemüsebeet können Kinder das Wachstum der Pflanzen verfolgen und ihren Erfolg am Ende ernten.
Tipp: Führt ein kleines Pflanzentagebuch. Darin können Kinder zeichnen oder notieren, wie sich ihre Pflanzen entwickeln.
- Einen sonnigen Platz im Garten, ein Hochbeet oder einen großen Pflanzkübel
- Erde und eine kleine Gartenschaufel
- Saatgut, beispielsweise Radieschen oder Pflücksalat
- Eine Gießkanne
- Bereitet gemeinsam die Erde vor und lockert sie vorsichtig auf.
- Sät die Samen entsprechend den Angaben auf der Verpackung aus.
- Gießt die Erde behutsam und haltet sie gleichmäßig feucht.
- Beobachtet regelmäßig, wann die ersten Keimlinge erscheinen.
- Wenn das Gemüse reif ist, könnt ihr es gemeinsam ernten und verkosten.
2. Eine Wildblumeninsel für Insekten schaffen
Bienen, Schmetterlinge und viele andere Insekten benötigen geeignete Blütenpflanzen als Nahrungsquelle. Mit einer kleinen Wildblumeninsel können Kinder einen Beitrag zu einem vielfältigen Lebensraum leisten. Kinder lernen dabei, warum Insekten eng mit der Landwirtschaft verbunden sind und ohne sie nichts wachsen kann.
Tipp: Beobachtet die Blüten an mehreren Tagen. Welche Insekten kommen besonders häufig vor? Welche Blüten werden besucht?
- Einen geeigneten Platz im Garten oder einen größeren Pflanzkasten
- Torffreie Erde, falls ihr einen Pflanzkasten verwendet
- Regional geeignetes, möglichst heimisches Wildblumensaatgut
- Wasser
- Wählt einen geeigneten, möglichst sonnigen Standort.
- Bereitet die Fläche entsprechend den Anforderungen des Saatguts vor.
- Verteilt die Samen nach der Anleitung auf der Verpackung.
- Drückt sie bei Bedarf leicht an und gießt vorsichtig.
- Beobachtet in den folgenden Wochen, welche Pflanzen wachsen und welche Insekten die Blüten besuchen.
3. Eine Boden-Safari unternehmen
Unter unseren Füßen verbirgt sich eine faszinierende Welt. Regenwürmer, Asseln und zahlreiche andere Bodenlebewesen helfen dabei, organisches Material abzubauen und natürliche Stoffkreisläufe aufrechtzuerhalten. Es ist nicht nur spannend diesen Lebensraum zu erkunden, sondern es lässt sich dabei auch noch so einiges lernen. Denn ein gesunder Boden ist die Basis für alle Pflanzen. Bodenlebewesen tragen zur Zersetzung organischer Stoffe bei und unterstützen damit Prozesse, die auch für das Pflanzenwachstum wichtig sind.
Tipp: Vergleicht unterschiedliche Standorte. Findet ihr unter einer Laubschicht andere Lebewesen als auf einer offenen Bodenfläche?
- Eine Becherlupe oder Lupe
- Einen kleinen Behälter zur kurzzeitigen Beobachtung
- Ein Notizbuch und Stifte
- Einen Garten oder eine geeignete Grünfläche
- Sucht eine Stelle mit Laub, lockerer Erde oder verrottendem Holz.
- Hebt vorsichtig etwas Laub an und beobachtet, was darunter lebt.
- Betrachtet gefundene Tiere möglichst an ihrem Fundort mit einer Lupe.
- Notiert oder zeichnet eure Entdeckungen.
- Legt das Laub wieder zurück. Falls ihr Tiere kurzzeitig in einem Behälter beobachtet habt, setzt sie umgehend an ihren Fundort zurück.
4. Ein Naturtagebuch durch die Jahreszeiten führen
Wie verändert sich die Natur im Frühling, Sommer, Herbst und Winter? Mit einem Naturtagebuch können Kinder Veränderungen bewusst wahrnehmen und dokumentieren. Dabei sehen sie, dass das Wetter und die Jahreszeiten auch die Landwirtschaft beeinflussen, etwa bei der Aussaat, beim Pflanzenwachstum und bei der Ernte.
Tipp: Beobachtet einen Obstbaum. Wann erscheinen die ersten Knospen? Wann blüht er? Und wann sind die Früchte reif?
- Ein Heft oder selbst gebundenes Naturtagebuch
- Buntstifte
- Optional eine Kamera
- Einen regelmäßig zugänglichen Beobachtungsort
- Wählt gemeinsam einen Baum, eine Wiese oder eine andere gut erreichbare Stelle aus.
- Besucht diesen Ort regelmäßig, beispielsweise einmal pro Woche.
- Beobachtet Pflanzen, Tiere und das Wetter.
- Haltet eure Entdeckungen mit Zeichnungen, Fotos oder kurzen Notizen fest.
- Vergleicht die Einträge nach einigen Wochen und Monaten.
5. Auf Fotosafari quer durch die Natur
Die Natur steckt voller spannender Motive! Bei einer Fotosafari werden Kinder zu kleinen Naturforschenden und entdecken ihre Umgebung aus einer ganz neuen Perspektive. Ob bunte Blüten, spannende Insekten oder besondere Blattformen – wer genau hinschaut, findet überall etwas Interessantes.
Tipp: Gestaltet aus den schönsten Fotos eine kleine Naturgalerie oder ein digitales Naturtagebuch. Besonders spannend wird es, wenn ihr dieselbe Fotosafari zu unterschiedlichen Jahreszeiten wiederholt. Was hat sich verändert?
- Ein Smartphone, ein Tablet oder eine Kamera
- Eine kleine Liste mit Fotoaufgaben
- Einen Garten, Park, Wald oder eine Wiese
- Optional ein Notizbuch für besondere Entdeckungen
- Überlegt gemeinsam, welche Dinge ihr bei eurer Fotosafari entdecken möchtet.
- Erstellt eine Liste mit fünf bis zehn Motiven, die fotografiert werden sollen.
- Macht euch auf den Weg und haltet die Augen offen.
- Fotografiert eure Entdeckungen, ohne Pflanzen oder Tiere zu stören.
- Schaut euch anschließend gemeinsam die Bilder an und besprecht, was ihr entdeckt habt.
- Fotografiere etwas, das gerade blüht.
- Finde drei unterschiedliche Blattformen.
- Entdecke ein Insekt und halte es mit der Kamera fest.
- Entdeckt drei Dinge in der Natur, die etwas mit unserer Landwirtschaft zu tun haben.
- Fotografiere etwas, das auf einem Feld wächst.
- Suche etwas, das besonders klein ist.
- Finde Spuren eines Tieres.
- Fotografiere etwas, das für Pflanzen wichtig ist.
- Entdecke drei verschiedene Farben in der Natur.
Natur entdecken und Landwirtschaft verstehen
Ob Gemüseanbau, Bodenlebewesen oder der Kreislauf des Wassers: Unsere Natur steckt voller spannender Zusammenhänge. Wer früh erlebt, wie Pflanzen wachsen und wie Lebensräume funktionieren, kann auch besser nachvollziehen, woher unsere Lebensmittel kommen und welche Bedeutung die Landwirtschaft für unseren Alltag hat. Naturprojekte bieten außerdem zahlreiche Möglichkeiten, Fragen zu stellen, Vermutungen zu überprüfen und eigene Beobachtungen festzuhalten.
Vorsicht!
Kinder sollten von Erwachsenen altersgerecht begleitet werden. Man sollte auf mögliche Allergien und einen sicheren Umgang mit Materialien achten. Der Respekt vor Tieren, Pflanzen und geschützten Lebensräumen sollte immer im Mittelpunkt stehen. Es sollten keine unbekannten Pflanzen zum Verzehr gesammelt werdne.