Oktober

| Ziergarten

Einjährige Sommerblumen abräumen und auf den Kompost bringen.

Nicht alle Stauden zurückschneiden, viele Triebe dienen als Winterschutz, die Fruchtstände sind Nahrung für Vögel und der Raureif schmückt die Triebe. Lassen Sie auch die Gräser stehen – sie sehen im Winter besonders schön aus. Außerdem könnten sie ansonsten durch Wasser, das sich in den abgeschnittenen Gräserschäften sammelt leicht auffrieren. Viele Insekten nutzen die hohlen Stängel als Unterschlupf für den Winter. Manche Stauden werden durch das Entfernen der schützenden Blätter frostempfindlicher.

Rosen anhäufeln, gegen Ende des Monats mit Reisig abdecken.

Gräser werden im Herbst nicht abgeschnitten, sondern in Büscheln zusammengebunden. So bleiben die Wurzeln und das Innere der Pflanzen am besten vor Kälte und Nässe geschützt.

Dahlien nach dem Frost abräumen, Knollen einwintern. Auch Gladiolen, Blumenrohr und Knollen-Begonien sollten jetzt ins Haus gebracht werden. Es eignen sich Sandkisten, da so keine Fäulnis entsteht. Vergessen Sie nicht auf die Beschriftung!

Kübelpflanzen einräumen. Die härteren Oleander länger im Freien belassen, da so die Triebe besser abschließen und fester in den Winter gehen. An besonders kritischen Tagen mit Vlies schützen.

Winterbepflanzung am Balkon vornehmen. Es eignen sich Chrysanthemen, Erika, Gräser, kleine Gehölze und Koniferen.

Viele Chrysanthemen werden durch eine einzige Frostnacht vernichtet, dabei wäre es anschließend wieder wochenlang mild gewesen. Die Pflanzen daher bei ersten Frost in der Nacht mit Vlies schützen.

Der Rasen wird ein letztes Mal vor der Ruhepause gemäht. Für den letzten Rasenschnitt den Mäher etwas höher einstellen (auf 5 bis 8 cm), damit der Rasen eine wärmende Schutzschicht im Winter hat.

Halbreifen Kompost auf Beeten und Baumscheiben verteilen.

Herbstlaub kann vielseitig verwendet werden. Unter Hecken oder Sträuchern verwandelt sich dieses Material zu wertvollem Humus. Zum Einpacken empfindlicher Pflanzen leistet es ebenso gute Dienste wie als schützende Mulchschicht auf abgeernteten Gemüsebeeten. Mit Grasschnitt vermischtes, zerkleinertes Laub kann auch sehr gut kompostiert werden. Es ist auch Unterschlupf für viele nützliche Insekten wie Laufkäfer. Hat man sehr große Mengen an Laub zur Verfügung, kann auch ein reiner Laubkompost angelegt werden.

Laub, das mit dem Rasenmäher gehäckselt wird, verrottet wesentlich schneller, als wenn es unzerkleinert auf den Kompost kommt.

Entleeren Sie rechtzeitig alle Wasserleitungen und Wasserbecken. Auch Gartenschläuche dürfen nicht „frieren“ – sie würden spröde und brüchig werden.

Ein Staudenbeet mit Storchschnabel, Pfeifengras und Pfingstrose färbt seine Blätter im blütenarmen Herbst rot-orange-gelb-braun. Staudenbeete sollen erst im Frühjahr abgeräumt werden, denn die Pflanzen sind auch im Winter eine optische Bereicherung, bedecken schützend den Boden und bieten Nützlingen eine Unterkunft.

Damit Sie im kommenden Frühjahr in Ihrer Wiese Narzissen, Tulpen und Hyazinthen begrüßen könne, müssen diese bereits im Herbst eingelegt werden. Dazu einfach einen Rasenziegel ausheben, die Erde lockern, mit Kompost anreichern und die Zwiebeln pflanzen.

Zwiebeln und Knollen werden zwei- bis dreimal so tief gepflanzt, wie sie dick sind. Ein Zwiebelpflanzer erleichtert die Arbeit. Die Blumen entfalten besonders dann ihren natürlichen Charme, wenn sie in kleinen Gruppen gepflanzt werden.

Sehen die Blumenkästen bereits etwas leer aus, so können sie mit Föhren-, Tannen- oder Mistelzweigen – einfach in die Erde gesteckt – dekoriert werden.

Herbstzeit ist Pflanzzeit für Hecken. Bei der Auswahl sollte man heimischen Gehölzen den Vorzug geben. Heimische Hecken werden von einer Vielzahl von Tierarten genutzt und sind somit ein wichtiges Naturelement.

Die Hauptpflanzzeit für wurzelnackte Bäume und Sträucher beginnt mit den Fallen der Blätter.

Jetzt, nach dem Laubfall, ist die beste Pflanzzeit. Pflanzen von Gehölzen, Rosen, Steingartenpflanzen, Blütenstauden, die im Frühjahr blühen und zweijährige Sommerblumen. Bei Pflanzen ohne Ballen (wurzelnackte Pflanzen) werden die Triebe stark eingekürzt und die Gehölze anschließend besonders gut eingegossen.

Der Oktober ist die beste Pflanzzeit für Lilien. Diese eleganten Blüher bereichern jedes Gartenbeet. Die Zwiebeln werden doppelt so tief in den Boden gelegt, wie sie hoch sind. Am besten gedeihen sie in nährstoffreichem, feuchtem Boden mit guter Wasserdurchlässigkeit.

Ab Oktober bis etwa Mitte November ist die ideale Pflanzzeit für wurzelnackte Rosen. Der Boden ist noch genügend warm, sodass sich ausreichend Wurzeln bilden können. Im Herbst gepflanzte Rosen haben gegenüber Frühjahrspflanzungen einen deutlichen Wachstumsvorsprung. Besonders wichtig ist das Anhäufeln: Die Rose wird ca. 30 cm hoch mit Erde bedeckt, um sie vor Frost und Wind gut zu schützen.

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