Oktober

| Obst & Beeren

Im Obst- und Beerengarten
 

Aussaat, Befruchtung & Vermehrung

  • Die Pflanzzeit für die meisten Obstgehölze beginnt im Oktober. Bei kälteren empfindlicheren Arten wie Pfirsich, Marille, Wein und Kiwi ist das Frühjahr der bessere Pflanztermin.
  • Ein neuer Apfelbaum sollte nicht an der Stelle eines alten folgen. Nach Entfernung eines Obstbaumes werden an demselben Standort nur andere und nicht nah verwandte Arten gepflanzt.
  • Kleinen (Obst-)Baumformen (Halb- oder Viertelstamm), die jetzt gepflanzt werden können, eröffnen viele Gestaltungsmöglichkeiten auch in kleinen Gärten. Spalierbäumchen, an einer Gerüstwand gezogen, eignen sich als Mauerbegrünung oder freistehend als Sichtschutz und liefern Blütenschmuck und Früchte.
  • Herbstzeit ist Pflanzzeit von Beerensträuchern.
  • Beerenobst und Haselnüsse können etwas tiefer gepflanzt werden, als sie in der Baumschule gestanden haben. So entwickeln sich zusätzliche Wurzeln dicht unter der Erdoberfläche und der spätere Ertrag steigt.
  • Alle Gehölze und Stauden können neu eingepflanzt oder umgesetzt werden. Stauden kann man bei der Gelegenheit auch gleich teilen und dadurch verjüngen.

Früchte

  • Erntezeit von Himbeeren ist gekommen.
  • Der optimale Erntezeitpunkt bei Äpfeln ist dann erreicht, wenn sich der Fruchtstiel durch leichten Druck mit dem Finger vom Ast löst und die Grundfarbe von Grün auf Gelb übergeht.
  • Äpfel und Erdäpfel nicht gemeinsam lagern! Die Ausdünstungen der Erdäpfel können die Lagerfähigkeit der Äpfel verkürzen. Umgekehrt können auch die Ethylenausscheidungen der Äpfel zur kürzeren Haltbarkeit von Lagergemüse führen.
  • Frühe Birnensorten können schon jetzt grün geerntet werden.
  • Ab Mitte Oktober kannst du die Quitten ernten. Die Früchte sollten noch mindestens zwei Wochen im Haus nachreifen – der angenehme Duft breitet sich schnell aus. Quitten sollten nicht zusammen mit Äpfeln oder Birnen gelagert werden.
  • Der Oktober ist die Haupterntezeit für Walnüsse. Die reifen Früchte fallen nach und nach vom Baum. Die Nüsse sollten alle zwei Tage aufgesammelt werden. Entferne die grünen Schalenreste und trockne die Nüsse anschließend. So kann Schimmelbildung vorgebeugt werden. Walnüsse sind am besten, wenn sie von selbst vom Baum abfallen. Vor dem Lagern auf Zeitungspapier auslegen und gut trocknen.
     

Boden

  • Im Oktober ist noch eine letzte Düngung mit Kalium betonten Herbstdüngern möglich, sie macht die Pflanzen wesentlich winterfester.

Holz

  • Bei Ribiseln kann jetzt ein Rückschnitt durchgeführt werden. Alte, vergreiste Triebe sollen durch junge ersetzt werden. Dazu die ältesten Triebe einfach knapp über den Boden abschneiden. Sind wenig junge Triebe vorhanden, dann kann deren Bildung durch Anhäufeln gefördert werden.
  • Bei sommertragenden Himbeeren werden nur die abgeernteten Triebe bodennahe abgeschnitten, die frischen einjährigen Triebe bleiben, da diese im nächsten Jahr die Himbeeren tragen. Bei herbsttragenden Himbeeren werden alle Triebe abgeschnitten, da die Beeren am einjährigen Holz gebildet werden.
  • Perfekte Zeit, um Brombeeren zu schneiden.
  • Beim Umpflanzen von Gehölzen ist vorher ein starker Rückschnitt nötig, damit das Verhältnis von Wurzeln zu Zweigen und Ästen wieder passt.
  • Wenn man das Laub mit dem Rasenmäher einsammelt, wird es bereits stark zerkleinert. Das spart Platz und lässt den Verrottungsprozess rascher einsetzen. Bei der Kompostierung von Laub empfiehlt es sich, Kalk und Gesteinsmehl dazu zu geben. Laubkompost ist meist leicht sauer und mit dem Kalk hebt sich der pH-Wert. Man kann auch Nusslaub kompostieren und danach  verwenden, nur darf man dabei nicht mit dem Kalk sparen. Nusslaub braucht bei der Verrottung etwas mehr Zeit.

Krankheiten & Schädlinge

  • Damit die Verbreitung von verschiedenen Obstschädlingen eingedämmt wird, sollte wurmiges und angefaultes Fallobst regelmäßig – am besten täglich – entfernt werden. Bei Moniliabefall entsorge das angefaulte Obst lieber in der Biotonne oder dem Restmüll - nicht auf den Kompost geben!
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