Mai
| Obst & Beeren

Im Obst- und Beerengarten
Aussaat, Befruchtung & Vermehrung
- Bei selbstunfruchtbaren Obstarten können Wildgehölze bei der Befruchtung helfen: Blühende Zweige des geeigneten Wildgehölzes werden dafür in den Obstbaum gehängt. So kann z. B. die Vogelkirsche Süßkirschen befruchten und Schlehen eignen sich für Zwetschken.
Boden
- Beerensträucher freuen sich besonders über eine Mulchschicht – der Boden bleibt feucht und Unkraut wird unterdrückt. Verwende dazu Rasenschnitt oder Häckselgut.
- Johannisbeer- und Stachelbeersträucher blühen und benötigen ausreichend Feuchtigkeit. Vorsichtig gießen und gut mulchen – mit Rasenschnitt oder Rindenhumus.
- Zwischen den Erdbeerpflänzchen wird mit Stroh, Laub oder Häcksel gemulcht. Dadurch bleiben die Beeren trocken und gesund.
- Mulche auch die Baumscheiben der Obstbäume! Zusätzliches Gießen bei Trockenheit im späten Frühling mindert den natürlichen Junifruchtfall.
- Im Mai haben die Pflanzen in der Natur ihr stärkstes Wachstum. Temperatur, Licht und Feuchtigkeit passen genau für einen starken Austrieb. Achte daher darauf, dass die Pflanzen im Austrieb ausreichend mit Wasser versorgt sind. Blumen und Gehölze können die Nährstoffe aus dem Boden nur im Wasser gelöst aufnehmen. Ist zu wenig Feuchtigkeit im Boden, leiden die Pflanzen unter Mangel und der Austrieb stockt. Später ist das nicht mehr aufzuholen.
Früchte
- Der Grund für Fruchtabfall bei Beerenobst ist neben Wassermangel oft ungenügende Bestäubung. Pflanze verschiedene Sorten, da viele Beerensträucher Fremdbestäuber sind.
Holz
- Am Spalier Jungtriebe entspitzen. Pfirsichtriebe notfalls regulieren.
- Sind noch dürre Äste bei Marillen und Weichseln am Baum, diese abschneiden und bei Moniliabefall im Hausmüll entsorgen oder heiß kompostieren.
Klima
- Spindel- und Spalierobstbäume sollten mit Vlies vor den letzten Frösten geschützt werden. Auch blühende Erdbeeren sind gefährdet. Alternative bei leichtem Frost: Am Abend mit Wasser besprühen, das schützt vor geringen Minusgraden.
Krankheiten & Schädlinge
- Bei Zwetschken lässt sich ein „Wurmbefall“ reduzieren, wenn die heruntergefallenen grünen Früchte regelmäßig eingesammelt und vernichtet werden.
- Treten die ersten Blattläuse auf, möglichst rasch mit einem starken Wasserstrahl mehrmals abspritzen. Dadurch kann eine starke Vermehrung eingebremst werden.
- Die Kirschfruchtfliege legt Ende Mai/Anfang Juni ihre Eier in die reifenden Kirschen. Hänge rechtzeitig Gelbtafeln in die Bäume!
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