August

| Obst & Beeren

Im Obst- und Beerengarten
 

Aussaat, Befruchtung & Vermehrung

  • Jetzt ist die beste Pflanzzeit für Erdbeeren. Erdbeerkindeln, die im August ausgepflanzt werden, bringen bereits im nächsten Frühjahr die erste Ernte. Idealerweise sollten an dem Platz vier Jahre keine Erdbeerpflanzen gestanden haben. Erdbeeren tragen etwa drei Jahre sehr gut, danach lässt der Ertrag sehr stark nach. Wenn du die Pflanzen ausschließlich immer durch Kindel  vermehrst, verringert sich auch hier der Ertrag. Sämlingsvermehrte Pflanzen sind sicher die besten.
  • Wer bestehende Pflanzungen noch nicht gedüngt und das alte Laub entfernt hat: Dafür ist es nun höchste Zeit!

Boden

  • Oft bilden sich in Birnen sogenannte Steinzellen, was teils sortenabhängig, teils auf Trockenheit während der Fruchtausbildung zurückzuführen ist. Daher bei großer Trockenheit die Bäume gießen.
  • Vorsicht bei der Beikrautbekämpfung oder Bodenlockerung bei Himbeeren: Die Wurzeln liegen flach im Boden und sollten nicht verletzt werden. Wunden bieten Eintrittspforten für den Erreger der Himbeerrutenkrankheit.

Früchte

  • Den Fruchtbehang an Obstbäumen regelmäßig kontrollieren: Kranke, wurmige oder zu kleine Früchte werden dabei entfernt. Die verbleibenden Früchte können sich dadurch besser entwickeln.
  • Frühe Apfelsorten können einige Tage vor der Vollreife geerntet werden. Sie halten dadurch etwas länger und schmecken nicht so schnell fad und mehlig.
  • Kirschbäume können im Sommer geschnitten und dabei die Früchte von den abgeschnittenen Ästen bequem am Boden geerntet werden.
     

Holz

  • Nach der Ernte können alle Kernobstarten ausgelichtet werden.
  • Wenn nicht schon im Vormonat geschehen, werden auch die Beerensträucher nach der Ernte geschnitten. Bei Johannisbeeren und Stachelbeeren werden zwei oder drei alte Triebe entfernt, damit sich der Strauch verjüngt.
  • Besonders wuchskräftige Sorten können jetzt noch geschnitten werden. Das bremst das Wachstum und fördert das Abheilen der Schnittwunden. Besonders große Nussbäume können auch jetzt geschnitten werden. Ein Schnitt im Winter führt nämlich meist zum „Verbluten“, weil die Schnittstellen nicht abheilen.
  • Bei Sommerhimbeeren werden überzählige, schwache Jungruten entfernt, was zu einer besseren Besonnung der ausreifenden Früchte führt. Pro Laufmeter werden nur 8-10 Ruten belassen. Sommerhimbeeren fruchten von Juni bis Juli an den Ruten, die sich im vergangenen Jahr gebildet haben.
  • Obstbäume, die stark tragen, sind im Sommer entsprechend abzustützen, um Astbrüche zu vermeiden.
  • Der richtige Schnitt von stärkeren Ästen erfolgt schrittweise: Zuerst weiter außen von unten ansägen, danach von oben ansägen, zuletzt wird der Aststumpf schräg am Baum glatt abgesägt. Keinen geraden Schnitt knapp am Stamm vornehmen, sondern den Astring stehen lassen!
  • Der beste Schnittzeitpunkt für Steinobst ist direkt nach der Ernte. Auch stark wachsende Apfel- und Birnbäume können durch einen Sommerschnitt ein wenig im Wachstum gebremst werden. Dabei werden zu dichte Stellen in der Krone ausgelichtet.
  • Walnussbäume sollten möglichst gar nicht geschnitten werden. Wer dennoch zurückschneiden muss, sollte dies im Spätsommer (August) machen.
  • Im August können bei Obstbäumen die sogenannten Wassertriebe entfernt werden. Dabei schneidest du die steil nach oben oder nach innen wachsenden diesjährigen Triebe ab. Die Triebe an der Basis ganz entfernen und keine Stummel stehen lassen.

Krankheiten & Schädlinge

  • Wenn ganze Brombeeren oder Teile davon nicht ausreifen und grün bleiben, dann sind sie von der Brombeermilbe befallen. Diese Früchte bleiben hart und schmecken sauer. Die Brombeermilbe überwintert in den Knospenschuppen oder an vertrockneten Beeten. Daher befallene Beeren und Triebe sofort entfernen.
  • Sind die jungen Triebe im Apfelbaum mit Mehltau befallen – anfangs kleine mehlige Punkte, später mehlig weißer Belag – dann sollten sie entfernt und vom Baum weggebracht werden. Nur so kann eine weitere Verbreitung eingedämmt werden.
  • Unreifes Fallobst unter den Obstbäumen enthält oft Obstmaden, zum Beispiel die des Apfelwicklers. Um diese Obstmaden unschädlich zu machen, werden die Früchte tief im Komposthaufen vergraben.
  • Fallen im Sommer immer wieder grüne Zwetschken oder Pflaumen von den Bäumen, sollten diese regelmäßig entfernt werden, um den Befall mit dem Pflaumenwickler (madige Zwetschken) einzudämmen.
  • Eine weitere Möglichkeit, den Apfelwickler zu dezimieren, sind Pheromon-Fallen. Durch einen Duftstoff in der Falle werden die Männchen des Apfelwicklers angelockt, bleiben an der Falle kleben und es gibt weniger Nachkommen.
     

Sonstiges

  • Lagerräume rechtzeitig herrichten und gründlich säubern.
  • Obst und Gemüse möglichst nicht gemeinsam lagern.
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