Zucker

Von den zuckerliefernden Pflanzen bis hin zum süßen Hochgenuss

Zu den zuckerliefernden Pflanzen zählen die Zuckerrübe und das Zuckerrohr. In Österreich wird Zucker aufgrund des Klimas nur aus der Zuckerrübe gewonnen.

Aufgrund der klimatischen und topografischen Bedingungen eignet sich für den Anbau von Zuckerrüben am besten der Osten Österreichs, also Niederösterreich. Nach der Ernte im Herbst werden die Zuckerrüben verarbeitet. Durch mechanische Behandlungen erhält man unterschiedliche Zuckerformen und auch Qualitätsstufen. Es gibt aber nicht nur den Rübenzucker, es gibt auch mehrere Arten von Zucker, denn nicht jeder Zucker stammt von einer Zuckerrübe. Sie haben unterschiedliche Wirkstoffe und werden auch unterschiedlich zum Süßen eingesetzt.

Wie die Süße nach Europa kam

Zucker aus Zuckerrüben gibt es bei uns noch nicht allzu lange, denn ursprünglich wurde Zucker aus Zuckerrohr gewonnen. Da Zuckerrohr in Österreich nicht wächst, wurde es damals aus fernen Ländern importiert. Deshalb war Zucker im Mittelalter selten und teuer. Nur Adelige und Königshäuser konnten ihn sich leisten. Aufgrund seiner Exklusivität galt Zucker nicht nur als Genussmittel, sondern auch als Heilmittel und teilweise sogar als Zahlungsmittel.

Dass wir heute Zucker selbst anbauen und herstellen können, verdanken wir dem deutschen Chemiker Andreas Sigismund Marggraf. Dieser entdeckte im Jahr 1747, dass der Zucker in Runkelrüben dem von Rohrzucker entspricht. Dies war der Beginn der europäischen Zuckerproduktion. Anfang des 19. Jahrhunderts gelang schließlich die industrielle Herstellung von Rübenzucker.

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