Erdbeere

| Obst

Je nach Witterung bilden sich Ende April sowie im Mai weiße Blüten, die nach der Befruchtung zuerst weiße, später rotfärbige Früchte mit kleinen gelben Nüsschen an der Oberfläche ausbilden.

Erdbeere ©Gerald Lechner/LK Niederösterreich

Im Grunde genommen zählt die Erdbeere nicht zu den Beeren, da sie im botanischen Sinne eine Sammelnussfrucht ist, deren Nüsschen auf einer großen roten Scheinfrucht sitzen.
Die Erdbeeren reifen als hellgrüne Früchte in konischer Form heran, bis sie zum Erntezeitpunkt eine tiefrote Farbe aufweisen. Die einzelnen Sorten werden nach Geschmack, Form und Farbe unterschieden. Im Gegensatz zur Ananaserdbeere wartet die kleine Walderdbeere mit einem intensiv ausgeprägtem Aroma auf, da der Grundsatz gilt: Umso kleiner die Sorte, desto intensiver der Geschmack.
Es gibt eine große Anzahl verschiedener Erdbeersorten, die auch unterschiedliche Reifezeiten aufweisen. Eine der weit verbreiteten Hauptsorten ist „Elsanta“. Für den Hausgarten gebräuchliche Sorten sind „Senga-Sengana“, oder „Mieze Schindler (Nova)“.

Die Hauptsaison für österreichische Erdbeeren ist Juni und Anfang Juli, wobei durch den Anbau in Folientunnel bzw. in sehr späten Lagen auch vor und nach dem genannten Zeitraum österreichische Erdbeeren reifen können.

Den besten Geschmack entwickeln Erdbeeren, wenn sie voll ausgereift gepflückt werden, also keine weißen Flächen an der Fruchtoberfläche haben. Die Früchte sollten hell- bis dunkelrot glänzen und intensiv nach Erdbeeren duften.
Erdbeeren sollen nur in geeignete Behältnisse gepflückt werden, also nicht in Plastiksackerln oder hohe Kübeln geben. Durch den hohen Druck beginnen die Früchte sofort Saft zu lassen. Am besten verwendet man flache Schüsseln oder Holzkörbchen.

Erdbeeren sind nur im geringen Umfang transport- und lagerfähig, Druckstellen und Schimmelpilz entwickeln sich sehr rasch. Frisch gepflückte Erdbeeren sind bis zu drei Tage im Kühlschrank lagerbar, wenn sie trocken, ungewaschen und in einem flachen Gefäß aufbewahrt werden. Eine längere Aufbewahrung frischer Früchte führt zu einer deutlichen Verringerung des Aromas oder zum Verderb der Beeren. Verarbeitet zu beispielsweise Marmelade sind sie länger haltbar. Auch tiefgekühlt können sie werden, am besten dazu die Früchte auf einem Tablett ausgebreitet vorfrosten um sie anschließend einzufrieren.

Erdbeeren passen perfekt zu Milchprodukten wie Milch, Topfen, Sauerrahm, Jogurt und Schlagobers und werden deshalb gern zu Topfentorte, Roulade oder Erdbeertiramisu verarbeitet. Als Obstspiegel zu Mehlspeisen, als Marmelade, in Kompott oder Bowlen oder auf Torten und Kuchen, Erdbeeren machen sich überall gut! Doch auch Käse, Alkohol und Gemüse wie beispielsweise Spargel harmonieren sehr gut zu dieser süßen Frucht. Auch mit Schinken, Pfeffer, Essig, Balsamico kombiniert oder als Beilage zu Fleischgerichten gereicht, schmeckt das süße Früchtchen. Experimentierfreudige essen es als Suppe oder Lasagne.

Erdbeeren sollten erst unmittelbar vor dem Verzehr kurz mit Wasser abgebraust werden. Niemals im Wasser liegen lassen, dadurch verlieren sie Geschmack und werden unansehnlich. Stiele und Blütenkelche erst nach dem Waschen entfernen. Nach dem säubern auf ein Küchenpapier legen und vorsichtig trocknen.

Da die Erdbeerzeit sehr kurz ist, kann man die köstlichen Früchte auch konservieren. Als Marmelade, Püree, Saft, Likör oder tiefgekühlt bringen sie in die kalte Jahreszeit einen Hauch von Sommer.
Zum Einfrieren ganzer Erdbeeren sollten nur frische, feste und nicht überreife Früchte verwendet werden. Noch besser sind sie als Püree einzufrieren: Die gesäuberten Erdbeeren dafür mit dem Pürierstab mixen und in kleine Becher portionsweise abfüllen.

Erdbeeren haben nur 37 Kilokalorien pro 100 Gramm und dabei doppelt so viel Vitamin C wie eine Orange. Bei nur 15 dag Erdbeeren ist der Tagesbedarf an Vitamin C gedeckt. Dadurch wirken sie z.B. krebsvorbeugend und schützen vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Beachtlich ist auch der hohe Eisen- und Folsäuregehalt, wodurch ihnen blutbildende und blutreinigende Eigenschaften zugewiesen werden.

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